Nachwehen sind rhythmische Kontraktionen der Gebärmuttermuskulatur, die nach der Geburt auftreten. Durch die Nachgeburtswehen wird die Plazenta gelöst und als Nachgeburt geboren. Im Wochenbett sorgen die Nachwehen für die Rückbildung der Gebärmutter.
Bei den so genannten Nachwehen handelt es sich um eine geburtsbedingte Wehentätigkeit, die jedoch erst nach Ablauf der Geburt auftritt.
Sie sind schwächer als normale Wehen, jedoch mitunter auch noch sehr schmerzhaft. Der Sinn der Nachwehen besteht darin, durch weitere Kontraktionen die Tätigkeit der Gebärmutter wieder anzuregen, bzw. sie dazu zu aktivieren, ihre Rückbildungsarbeit und Kontraktion zurück in den ursprünglichen Zustand aufzunehmen. Ferner bewirken die konvulsivischen Bewegungen der Gebärmutter unter Nachwehen aber auch, dass der reinigende Blutfluß, der so genannte Wochenfluß, in Gang gebracht wird.
Frauen mit mehreren Geburten beschreiben, dass die Intensität der Nachwehen bei jeder Geburt stärker wird. Erstgebärende nehmen die Nachwehen oft nur als ein diffuses Ziehen in der Bauchgegend wahr. Nachwehen werden, wie viele andere Begleiterscheinungen der Geburt auch, durch Hormone ausgelöst oder gesteuert.
So aktivieren die durch den Stillvorgang bei der Mutter ausgeschütteten Hormone oftmals die Nachwehen. Dieser Prozess kann sich bis über mehrere Tage lang fortsetzen und sehr schmerzhaft sein.
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