2. September 2007
Geburtshäuser in Deutschland gibt es seit 1985. Hebammen haben sich zusammengeschlossen, um frauen- und familienorientiert bei der natürlichen Geburt Hilfestellung zu leisten um ein angenehmes natürliches Gebären in ruhiger und sicherer Umgebung mit allen eventuell benötigten Utensilien zu gewährleisten. Diese Rundumversorgung und Betreuung ist einzigartig und in Krankenhäusern aufgrund der gesundheitspolitischen Lage in dieser Form nicht möglich.
Geburtshäuser in Deutschland gibt es seit 1985. Hebammen haben sich zusammengeschlossen, um frauen- und familienorientiert bei der natürlichen Geburt Hilfestellung zu leisten um ein angenehmes natürliches Gebären in ruhiger und sicherer Umgebung mit allen eventuell benötigten Utensilien zu gewährleisten. Diese Rundumversorgung und Betreuung ist einzigartig und in Krankenhäusern aufgrund der gesundheitspolitischen Lage in dieser Form nicht möglich.
Die Philosophie der Geburtshäuser ist es, den Müttern und Familien eine Geburt im selbst bestimmten Rahmen zu ermöglichen. Ob Wassergeburt oder Geburtsstuhlentbindung, was die Gebärende wünscht, wird gemacht. Der Charme des Geburtshauses liegt gerade in seiner intimen, individuellen Ausstattung, die man völlig und rückhaltlos für sich beanspruchen kann. Außerdem ist die aktive Einbeziehung des Geburtspartners ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit des Geburtshauses. Die Kompetenz der Hebammen gepaart mit den Gefühlen und Selbstbewusstsein der Eltern ist die Devise des Geburtshauses.
Während der Geburt werden verschiedene Möglichkeiten zur Schmerzlinderung angeboten, die aus Meditation, Atemtechnik, Massagen oder homöopathischen Mitteln bestehen können. Eine Periduralanästhesie ist im Geburtshaus allerdings nicht möglich.
Viele Hebammen sind der Auffassung, dass natürliche Dammrisse besser heilen als Dammschnitte, die während der Geburt gesetzt werden. In der Regel wird die Hebamme aber ohnehin versuchen, die Verletzung des Dammgewebes ganz zu vermeiden. Dazu wird der Dammbereich mit Öl massiert.
Es sind oft selbstbewusste und offene Frauen und Familien, die sich für eine Entbindung im Geburtshaus entscheiden. Unterschiede zwischen geburtshilflichen Abteilungen in Krankenhäusern und Geburtshäusern gibt es immer noch, auch wenn sich heute viele Krankenhäuser gegenüber selbstbestimmten Methoden der Geburt (z.B. Wassergeburt, Gebärstuhl, verschiedene Gebärstellungen, ambulante Geburt) geöffnet haben und auch alternativen Formen der Schmerzbekämpfung (z.B. Akupunktur) offen gegenüber stehen.
Die Krankenkassen übernehmen zwar die Kosten der Entbindung, nicht aber die Betriebskosten des Geburtshauses. Daher muss eine Zuzahlung geleistet werden, die zwischen 300 und 600 EUR liegt. Einzelheiten dazu sollten ebenso wie medizinische und praktische Fragen mit dem jeweiligen Geburtshaus direkt abgesprochen werden.
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