Gebärmutterhalsschwäche

Eine unbehandelte Zervixinsuffizienz kann eine Frühgeburt oder Fehlgeburt auslösen

Eine Gebärmutterhalsschwäche kann durch eine Verletzung, Bindegewebsschwäche oder Dehnung verursacht werden. In fortgeschrittener Schwangerschaft lässt die Verschlusskraft des Gebärmutterhalses nach, was zu einer Öffnung des Muttermundes führen kann.

3D Grafik weiblicher Körper, Brust und Gebärmutter rot gekennzeichnet
weibliche anatomie mit brust und uterus © Sebastian Kaulitzki - www.fotolia.de

Einteilung der Kategorie Gebärmutterhalsschwäche

Die Gebärmutter ragt am unteren Ende in die Scheide hinein, umgangssprachlich bezeichnet man diese Verlängerung als Muttermund, in der Fachsprache spricht man vom Gebärmutterhals. Er besteht aus Muskelgewebe und ist während der Schwangerschaft fest verschlossen. Ein Pfropfen sorgt dafür, dass keine Keime zu dem Fötus vordringen können.

Ursachen einer Gebärmutterhalsschwäche

Wenn der Gebärmutterhals dann am Ende der Schwangerschaft nachgibt und sich der Pfropfen löst, ist dies das erste Anzeichen für eine beginnende Geburt. Bei manchen Frauen kommt es während der Schwangerschaft zu einer so genannten Gebärmutterhalsschwäche (Zervixinsuffizienz), welche das Risiko einer Fehlgeburt deutlich erhöht.

  • Der Muttermund kann das wachsende, schwerer werdende Baby, welches permanenten Druck ausübt, und die mit ihm wachsende Gebärmutter nicht mehr halten.

Er gibt nach und öffnet sich bereits, wenn mitunter gerade erst die Hälfte der Schwangerschaft verstrichen ist. Aber auch

haben häufig eine Gebärmutterhalsschwäche zur Folge. Eine Ursache für die Erkrankung kann sein,

  • dass der Muttermund zu kurz ist.

Man kann von einem normalen Schwangerschaftsverlauf ausgehen, wenn der Muttermund mindestens 2,5cm lang ist. Der Frauenarzt prüft bei jeder Untersuchung den Verschluss des Muttermundes und dokumentiert das Ergebnis im Mutterpass.

Behandlung

Sind Probleme mit dem Gebärmutterhals bekannt, etwa bei einer vorangegangenen Fehlgeburt, oder wird die vorzeitige Öffnung des Muttermundes rechtzeitig festgestellt, kann dieser mit einer Schlinge verschlossen werden. Diesen harmlosen Eingriff nennt man Cerclage.

Kurz vor dem errechneten Geburtstermin wird die Schlinge wieder entfernt. Darüber hinaus ist es hilfreich, wenn die Frau viel liegt und sich schont, um einer Früh- oder Fehlgeburt vorzubeugen.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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