16. Juni 2010
Eine Beckenbodenschwäche ist ein weit verbreitetes Problem und zeigt sich in unterschiedlichen Symptomen. Frauen sind öfters betroffen als Männer. Hauptsächlich durch Schwangerschaften wird die Beckenbodenmuskulatur in Mitleidenschaft gezogen. Die Symptome unterscheiden sich von Patient zu Patient und die Heftigkeit ist unterschiedlich.
Die Beckenbodenmuskulatur wirkt stabilisierend und gibt den inneren Organen Halt. Ein gesunder und kräftiger Beckenboden sorgt mit für eine aufrechte Körperhaltung. Der Beckenboden hat unterschiedliche Funktionen, er spannt sich an und verschließt Harnröhre und After, er entspannt sich zum Beispiel beim Stuhlgang und Wasserlassen und er gleicht den Druck aus, durch gegenhalten, beim Niesen, Husten, Lachen, Hüpfen oder schwerem Heben. Ist die Beckenbodenmuskulatur geschwächt, können beim Niesen, Husten und Lachen ein paar Tropfen Urin verloren gehen. Erst dann werden die meisten Menschen auf ihren Beckenboden aufmerksam. Harninkontinenz ist immer noch ein Tabuthema und viele Betroffene scheuen sich zum Arzt zu gehen. Deshalb ist vermutlich die Dunkelziffer recht hoch. Bei einer Beckenbodenschwäche können unterschiedliche Bereiche des Beckenbodens nicht mehr intakt sein. Ein geschwächter Beckenboden kann im Extremfall zu völliger Stuhl- und Harninkontinenz führen. Auch ziehende Schmerzen im Unterleib, in der unteren Wirbelsäule und am Kreuzbein, können auf einen geschwächten Beckenboden hinweisen. In schweren Fällen kann es zu einem Gebärmuttervorfall, Vorfallen der Organe des kleinen Beckens mit der Blase und dem Darm kommen. Der Druck im Bauchinnenraum wird durch chronischen Husten und auch chronischer Verstopfung erhöht, dies kann eine Schwächung des Beckenbodens begünstigen. Frauen berichten auch ein Nachlassen der Lustempfindung bei einer Beckenbodenschwäche.
Um den Beschwerden entgegenzuwirken empfiehlt sich ein Beckenbodentraining. Hebammen, Ärzte und Physiotherapeuten bieten Beckenbodengymnastik an und zeigen die richtigen Übungen. Dabei gibt es verschiedene Stellungen, die helfen, den Beckenboden zu trainieren. Um gezielt zu lernen die Beckenbodenmuskulatur einzusetzen, bedarf es der Unterweisung und auch Kontrolle eines erfahrenen Therapeuten. Beckenbodentraining zeigt nur dann einen Erfolg, wenn es richtig erlernt wird und konsequent, manchmal über Jahre, angewendet wird. Auch zu Hause sollte regelmäßig geübt werden. Beckenbodenstrapazierende Sportarten, wie zum Beispiel Joggen, sollten gemieden werden. Yogaübungen können ein Beckenbodentraining unterstützen. Auch eine Elektrotherapie wird erfolgreich eingesetzt. Wenn der Beckenboden nicht stabilisiert werden kann, werden Ärzte unter Umständen einen operativen Eingriff empfehlen.
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07.12.11 | |
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21.11.11 | |
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14.01.11 | |
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13.12.10 | |
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