7. Juli 2010
Als Kohlrabi bezeichnet man eine Gemüsepflanze. Sie gehört zur Familie der Kreuzblütler.
Bei Kohlrabi (Brassica oleracea var. gongylodes L.) handelt es sich um eine Gemüsepflanze, die man auch als Rübkohl, Stängelrübe oder Oberrübe bezeichnet. Sie zählt zu den zahlreichen Gemüsekohl-Zuchtformen. Dabei nutzt man die essbare, oberirdisch wachsende, verdickte Sprossknolle.
Der Begriff Kohlrabi wird von den lateinischen Begriffen rupum (Rübe) und caulis (Kohl) abgeleitet. So könnte man Kohlrabi auch als Rübenkohl bezeichnen. Die Kohlrabipflanze wird zur Familie der Kreuzblütler (cruciferae) gezählt. Man vermutet, dass sie vom so genannten pompejanischen Kohl der Römer abstammt und dass ihr Herkunftsgebiet in Nordwesteuropa oder Nordosteuropa liegt. In der Regel konsumiert man Kohlrabi vorwiegend in den deutschsprachigen Ländern. Die erste Erwähnung des Kohlgemüses in Deutschland geht auf das Jahr 1558 zurück. In der heutigen Zeit ist Deutschland mit rund 40.000 Tonnen jährlich der größte Erzeuger und zugleich auch Verbraucher von Kohlrabi in Europa, weswegen er als typisch deutsches Gemüse gilt. Zu den wichtigsten Anbaugebieten gehören Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Im Ausland baut man Kohlrabi in Österreich, der Schweiz, Frankreich, den Niederlanden, Polen, Rumänien und Italien an.
Bei Kohlrabi handelt es sich weder um eine Kohlsorte, die aus Blättern hervorgeht, noch um eine Sorte, die sich aus Blüten entwickelt. Da er aus dem unteren Teil der Sprossachse gebildet wird, rechnet man ihn zum Stiel- bzw. Stängelgemüse. Je nach Anthocyangehalt, weisen die Kohlrabiknollen eine weißliche, grüne, violettblaue oder rötliche Farbe auf, was allerdings keinen Einfluss auf den Geschmack hat. Dagegen verfügt Kohlrabi aus dem Freilandanbau über einen würzigeren Geschmack als Kohlrabi, der im Gewächshaus angebaut wird. Unterteilt werden die Kohlrabisorten in blattarm oder blattreich sowie in Frühanbau, Sommeranbau oder Herbstanbau.
Kohlrabi gehört zu den zweijährigen Pflanzen. Das heißt, er benötigt zwei Jahre für seinen Entwicklungszyklus. Während im ersten Jahr das vegetative Wachstum erfolgt, wächst der Kohlrabi im zweiten Jahr in die Höhe. Dabei kommt es auch zur Bildung von Blütenständen für die generative Phase. Die Knolle des Kohlrabis hat eine runde, plattrunde oder ovale Form und einen Durchmesser von bis zu 20 Zentimetern. Da die Blätter während des Dickenwachstums abfallen, kommt es durch sie zur Bildung von waagerechten Narben auf der Knolle.
Früher galt Kohlrabi als ein typisches Frühjahrsgemüse. Durch die Importe aus den Ländern, die ebenfalls Kohlrabi anbauen, ist er mittlerweile jedoch das ganze Jahr über verfügbar. Die deutsche Produktion erfolgt von April bis Juni im Treibhaus sowie von Juli bis November im Freien.
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