Allgemeines zum Kohlrabi - Merkmale, Gesundheitswert und Verwendungsmöglichkeiten

Als Kohlrabi bezeichnet man eine Gemüsepflanze. Sie gehört zur Familie der Kreuzblütler.

Lässt sich z.B. als Beilage oder in Eintöpfen und Suppen verwenden

Bei Kohlrabi (Brassica oleracea var. gongylodes L.) handelt es sich um eine Gemüsepflanze, die man auch als Rübkohl, Stängelrübe oder Oberrübe bezeichnet. Sie zählt zu den zahlreichen Gemüsekohl-Zuchtformen. Dabei nutzt man die essbare, oberirdisch wachsende, verdickte Sprossknolle.

Herkunft

Der Begriff "Kohlrabi" wird von den lateinischen Begriffen "rupum (Rübe)" und "caulis (Kohl)" abgeleitet. So könnte man Kohlrabi auch als Rübenkohl bezeichnen. Die Kohlrabipflanze wird zur Familie der Kreuzblütler (cruciferae) gezählt. Man vermutet, dass sie vom so genannten pompejanischen Kohl der Römer abstammt und dass ihr Herkunftsgebiet in Nordwesteuropa oder Nordosteuropa liegt.

In der Regel konsumiert man Kohlrabi vorwiegend in den deutschsprachigen Ländern. Die erste Erwähnung des Kohlgemüses in Deutschland geht auf das Jahr 1558 zurück. In der heutigen Zeit ist Deutschland mit rund 40.000 Tonnen jährlich der größte Erzeuger und zugleich auch Verbraucher von Kohlrabi in Europa, weswegen er als typisch deutsches Gemüse gilt.

Zu den wichtigsten Anbaugebieten gehören Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Im Ausland baut man Kohlrabi in

an.

Anbau und Merkmale

Bei Kohlrabi handelt es sich weder um eine Kohlsorte, die aus Blättern hervorgeht, noch um eine Sorte, die sich aus Blüten entwickelt. Da er aus dem unteren Teil der Sprossachse gebildet wird, rechnet man ihn zum Stiel- bzw. Stängelgemüse.

Je nach Anthocyangehalt weisen die Kohlrabiknollen eine weißliche, grüne, violettblaue oder rötliche Farbe auf, was allerdings keinen Einfluss auf den Geschmack hat. Dagegen verfügt Kohlrabi aus dem Freilandanbau über einen würzigeren Geschmack als Kohlrabi, der im Gewächshaus angebaut wird. Unterteilt werden die Kohlrabisorten in blattarm oder blattreich sowie in Frühanbau, Sommeranbau oder Herbstanbau.

Kohlrabi gehört zu den zweijährigen Pflanzen. Das heißt, er benötigt zwei Jahre für seinen Entwicklungszyklus. Während im ersten Jahr das vegetative Wachstum erfolgt, wächst der Kohlrabi im zweiten Jahr in die Höhe. Dabei kommt es auch zur Bildung von Blütenständen für die generative Phase.

Die Knolle des Kohlrabis hat eine runde, plattrunde oder ovale Form und einen Durchmesser von bis zu 20 Zentimetern. Da die Blätter während des Dickenwachstums abfallen, kommt es durch sie zur Bildung von waagerechten Narben auf der Knolle.

Früher galt Kohlrabi als ein typisches Frühjahrsgemüse. Durch die Importe aus den Ländern, die ebenfalls Kohlrabi anbauen, ist er mittlerweile jedoch das ganze Jahr über verfügbar. Die deutsche Produktion erfolgt von April bis Juni im Treibhaus sowie von Juli bis November im Freien.

Inhaltsstoffe und Gesundheitswert

Kohlrabi ist ernährungsphysiologisch von Bedeutung und sich mit Blumenkohl vergleichen. Er enthält zahlreiche gesunde Inhaltsstoffe. In seinen Blättern befindet sich doppelt soviel Phosphor wie in der Knolle.

Da in den Blättern überdies auch viel Eiweiß und Karotin enthalten sind, empfiehlt man, die Herzblätter mitzuverzehren. Diese können Salaten oder Suppen beigemischt werden.

Eine weitere gesunde Eigenschaft des Kohlrabis ist sein hoher Selengehalt. Dabei handelt es sich um ein wertvolles Spurenelement, welches

Weitere gesunde Inhaltsstoffe des Kohlrabis sind

sowie Mineralstoffe wie

Darüber hinaus ist er reich an Kohlenhydraten und Ballaststoffen.

Verwendung von Kohlrabi in der Küche

Kohlrabi gilt als typisch deutsches Gemüse. Obwohl er sehr gesund ist, ist er geschmacklich jedoch durchaus umstritten. Vor allem bei Kindern erfreut er sich aufgrund seines sehr kohligen Geschmacks nur geringer Beliebtheit. Dennoch verwendet man ihn häufig als Beilage zu vielerlei Gerichten, als Eintopf, für Suppen oder für Füllungen.

Auch als Rohkost oder Salat mit Joghurt- oder Quarkdips, ist Kohlrabi gut geeignet. Zubereitungstipps für verschiedene Gerichte finden Sie hier.

Tipps zum Kauf und zur Lagerung

Wer frischen Kohlrabi kaufen möchte, sollte darauf achten, dass er auch wirklich ganz frisch ist. So darf die Knolle nicht aufgeplatzt sein. Zudem ist bei den Knollen darauf zu achten, dass sie nicht zu holzig sind. Auch der Zustand der Blätter ist ein wichtiger Hinweis auf die Frische des Gemüses.

Im Gemüsefach des Kühlschranks kann der Kohlrabi etwa eine Woche lang gelagert werden. Wickelt man ihn in ein feuchtes Tuch ein, lässt sich die Haltbarkeit deutlich erhöhen. Vor allem Spätsorten gelten als gut geeignet für die Lagerung.

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  • fresh and sweet kohlrabi © Ewa Brozek - www.fotolia.de

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