Geflügel - Gesundheitswert und beliebte Sorten

Als Geflügel bezeichnet man sämtliche Vogelarten, die zum Verzehr entweder gezüchtet oder gejagt werden. Besonders beliebt sind Hühner, Gänse, Puten und Enten. Das Fleisch von diesen Tieren kann in eine gesunde Ernährung eingebaut werden, da es sehr fettarm ist. Es gibt zwar auch Fettgeflügel; dies enthält jedoch gesunde Fette. Informieren Sie sich über Gesundheitswert und beliebte Sorten von Geflügel.

Wissenswertes zu Geflügel

Geflügel - Inhaltsstoffe und Gesundheitswert

Geflügelfleisch ist bei uns sehr beliebt, vor allem bei den Menschen, die auf ihre Figur achten. Geflügelfleisch hat gegenüber Schweine- und Rindfleisch nämlich den Vorteil, dass es fett- und eiweißarm ist.

Es enthält viele Vitamine wie zum Beispiel B-Vitamine. Auch Mineralstoffe sind im Geflügelfleisch enthalten. Einzig der Cholesteringehalt ist bei Geflügelfleisch höher als beispielsweise bei Rindfleisch.

Nährwerte von Geflügel

In der folgenden Tabelle erhalten Sie einen Überblick über die Nährwerte von Geflügel.

Geflügel Nährwerte
Nährwertepro 100 Gramm
Kalorien272
Fettgehalt25 g
Cholesterin130 mg
Natrium40 mg
Kalium104 mg
Kohlenhydrate0 g
Protein11 g

Geflügel zubereiten

Beim Kochen und Braten von Geflügelfleisch sollte man immer darauf achten, dass es komplett durchgebraten wird. Anderenfalls kann man sich beim Genuss von rohem oder halbrohem Geflügelfleisch mit Salmonellen infizieren. Vor dem Verzehr sollte man immer eine Garprobe machen, wenn man sich nicht sicher ist, ob das Fleisch schon durch ist.

Ein ganzes Hähnchen benötigt je nach Größe etwa eine Stunde, eine Gans bis zu zwei Stunden. Für die Garprobe steckt man ein Bratenthermometer tief in das Fleisch. Zeigt es mindestens 90 Grad an, so besteht keine Salmonellengefahr mehr.

Der Zubereitung von Geflügel widmen wir uns in einem separaten Artikel - Informieren Sie sich hier.

Geflügel beim Metzger oder im Supermarkt kaufen?

Ob man das Fleisch beim Metzger oder im Supermarkt kauft, das Geflügel als Ganzes oder zerlegt bevorzugt und frisches Fleisch oder lieber mariniertes kauft, ist absolut Geschmacks- und Einstellungssache. Beim Metzger hat man den Vorteil, dass man weiß, wo das Fleisch herkommt und dass auch Sonderwünsche bezüglich der Fleischstücke geäußert werden können. Fleisch im Supermarkt ist dagegen deutlich günstiger.

Zuchtgeflügel und Wildgeflügel - Beliebte Geflügelsorten

Die Bezeichnung Geflügel verwendet man als Sammelbegriff für sämtliche Vogelarten, die man als Nutztiere züchtet oder die in freier Wildbahn leben und zu Nahrungszwecken gejagt werden.

Zu den Zuchtgeflügelarten, die auch als Hausgeflügel bezeichnet werden, gehören

Wildgeflügelarten, die auch Federwild oder Wildgeflügel genannt werden, sind

Zoologisch wird Geflügel zu den Wirbeltieren gezählt, wo sie eine eigene Klasse, die Vögel, bilden. Unterteilt wird die Klasse der Vögel in 28 Ordnungen, etwa 140 Familien sowie rund 8660 Arten.

Als wirtschaftlich bedeutendste Ordnung gelten die Hühnervögel, da sie zu den Nutztieren gehören. Ebenfalls zu den Nutzvögeln zählen die Entenvögel, die auch als Fettgeflügel oder Wasservögel bezeichnet werden. Wichtigste Arten der Wasservögel sind Enten und Gänse.

Während normales Geflügel wie Huhn relativ regelmäßig auf unserem Tisch landet, findet man Wildgeflügel wie Perlhuhn oder gar Straußenfleisch doch relativ selten in unseren Küchen. Aber auch Ente oder Gans, die zum normalen Geflügel gezählt werden, gibt es in den meisten Familien nur zu speziellen Anlässen wie zum Beispiel zu Sankt Martin oder Weihnachten.

Tauben- oder Rebhuhnfleisch ist eine absolute Delikatesse und in einer normalen Metzgerei meist nicht zu bekommen. Dennoch unterscheidet sich die Zubereitung nicht wesentlich von anderem Geflügel.

Einige Vögel, die zum Wildgeflügel gehören, dürfen nicht mehr geschossen werden, weil die Art gefährdet ist. Dazu zählt zum Beispiel der Auerhahn. Anderes Wildgeflügel wiederum kann man durchaus beim Feinkosthändler oder Metzger kaufen, wie zum Beispiel

  • ein Rebhuhn oder
  • eine Wachtel.

Mageres Geflügel und Fettgeflügel

Teilweise sieht man beim Geflügel die Einteilung in mageres Geflügel und Fettgeflügel.

  • Mageres Geflügel sind beispielsweise Hühner und Puten,
  • Fettgeflügel Gänse und Enten.

Beim Fettgeflügel ist zwar mehr Fett enthalten als beim mageren Geflügel, trotzdem handelt es sich hier um gesunde Fette, die man durchaus hin und wieder essen darf.

Geschichte und Verbreitung von Geflügel

Geflügel gehört schon seit Menschengedenken zu den wichtigsten Nahrungsmitteln, da es nicht nur schmackhaft, sondern auch gesund ist. Bereits um 8000 v. Chr. wurden in China Gänse und Enten von Menschen gezüchtet. Darüber hinaus wurden auch Daunen und Federn sinnvoll verwendet.

Von großer Wichtigkeit für die Ernährung waren auch die Eier, die von den Hennen gelegt wurden. Das Fleisch wurde zumeist von den Bauern nur als Nebenprodukt gesehen und für besondere Anlässe verwendet.

Ein großer Vorteil des Geflügels ist, dass es weitaus weniger Futter benötigt als Rinder oder Schweine. Im Laufe der Zeit verbesserte man die Qualität der Eierleistung und des Fleisches. Im 20. Jahrhundert trennte man dann die Eierleistung von der Fleischleistung und industrialisierte die Haltung des Geflügels, indem man Lege- und Mastbatterien anlegte, was allerdings den Nachteil hatte, dass vor allem das Huhn zu einem Massenprodukt verkam.

In den letzten Jahren legen jedoch viele Geflügelzüchter wieder mehr Wert auf Qualität. Zu den größten Produzenten von Geflügelfleisch gehören die USA, China und Brasilien.

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