23. Juni 2010
Als Aubergine bezeichnet man ein Fruchtgemüse. Sie gehört zur Familie der Nachtschattengewächse.
Bei der Aubergine (Solanum melongena) handelt es sich um eine subtropische Pflanzenart. Sie gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Die dunkelviolette Frucht ihres Strauches wird in Deutschland ebenfalls als Aubergine bezeichnet. Weitere Bezeichnungen sind Eierfrucht oder in Österreich Melanzani. Eine reife Aubergine erreicht eine Länge von ca. 20 Zentimetern. Sie lässt sich gekocht, gebraten oder gedünstet als Gemüse verzehren. Im unreifen Zustand ist sie jedoch giftig, da sie Solanin enthält. Außerdem können sich, wie auch bei anderen Gemüsesorten, kleine Mengen Nikotin in ihr befinden.
Die Aubergine ist eine krautige Pflanze, die zum Teil leicht verholzt ist. Sie erreicht eine Höhe von rund 50–150 Zentimetern. Zu ihren Merkmalen gehört die Behaarung mit sternförmigen, violetten bis grauen Trichomen. Die länglichen, eiförmigen Blätter der Aubergine, die wechselständig stehen, sind 10-20 Zentimeter lang und 5–10 Zentimeter breit. Während die Trichome der Blattoberseite zumeist eine violette Farbe haben, sind sie auf der Unterseite grau. Die Blüten der Pflanze sind einzeln in den Achseln angeordnet. Zum Teil nicken sie nach vorn. Der glockenförmige Kelch hat eine violett-grüne Farbe. Zudem ist er mit fünf bis neun Kelchlappen ausgestattet. Die Blütenkrone hat eine fünfeckig-rundliche Form und verfügt über einen Durchmesser von 2–2,5 Zentimetern. Außerdem besitzt sie zumeist fünf bis sieben Kronlappen. Der Fruchtknoten ist zottig behaart und hat die Form eines Eis.
Bei den Früchten der Aubergine handelt es sich um Beeren. Ihre Größe kann recht unterschiedlich sein und von 50 mal 50 Millimetern bis zu 300 mal 150 Millimetern schwanken. Außerdem nehmen die Früchte oftmals verschiedene Formen an. So können sie eiförmig, länglich oder birnenförmig sein. Das Exokarp, die innere Epidermis des Fruchtgehäuses (Perikarp) hat eine dunkel-violette, schwarz-violette, weißliche oder gelbe Farbe. Das optimale Wachstum erreicht die Aubergine bei Temperaturen von 25–30 Grad Celsius.
Man vermutet, dass die Aubergine aus Asien stammt. Dort wird sie bereits seit über 4000 Jahren angebaut. In Italien findet sie seit dem 15. Jahrhundert als Gemüse Verwendung. Die meisten Auberginen werden in China, Indien und Ägypten hergestellt. In Europa baut man sie vor allem in der Türkei, Italien, Spanien und Rumänien an. Bei den in Europa und Nordamerika angebauten Auberginen handelt es sich überwiegend um länglich-ovale Sorten. Die Früchte, die eine dunkelviolette Schale haben, erreichen eine Länge von 12–25 Zentimetern und eine Dicke von 6–9 Zentimetern. Die in Indien und anderen asiatischen Ländern angebauten Früchte können sogar ein Gewicht von einem Kilogramm erreichen. Die Auberginen in China sind zumeist dünn und länglich und erinnern an Gurken.
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