18. Januar 2010
Die Geburt ist der Höhepunkt einer langen Zeit des Wartens. Dabei ist sie sowohl für die Mutter, als auch für das Kind sehr anstrengend und Kräfte zehrend. Eine Krankenhausentbindung wird sich anders gestalten als eine Hausgeburt oder eine Entbindung in einem Geburtshaus.
Mutter und Kind sind nach der Entbindung sehr erschöpft. In den ersten Minuten nach der Entbindung muss das Kind erst einmal seine Atemwege befreien zu Beispiel von dem restlichen Fruchtwasser. Vielleicht tut es dies mit einem kräftigen Schrei. Es gibt unterschiedliche Entbindungsmethoden, so kann man die Nabelschnur nach der Geburt noch auspulsieren lassen, damit das Kind noch mit Sauerstoff versorgt wird und ihm das Atmen dadurch leichter fällt, oder sie wird unmittelbar durchtrennt. Oft werden die Väter gefragt, ob sie die Nabelschnur durchschneiden wollen. Das ist die endgültige Trennung von der Mutter. Meist wird das Neugeborene dann für den ersten Hautkontakt auf den Bauch der Mutter gelegt. Jetzt steht noch die Nachgeburtsphase an, wenn diese vorbei ist, kann sich die Mama etwas erholen. Der Säugling wird jetzt gewogen, vermessen und untersucht, dafür gibt es spezielle Tests, die gemacht werden. Diese wollen den Gesundheitszustand des Neugeborenen unmittelbar nach der Entbindung beurteilen. Auch später werden noch einige Untersuchungen durchgeführt.
Dann wird das Baby gewaschen oder gebadet, die so genannte Käseschmiere belässt man auf der Haut und massiert sie gut ein. Sie ist ein natürlicher Schutz für die Haut und die beste Creme, die das Baby haben kann. Dann wird das Kind ganz vorsichtig trocken getupft und wieder zu der Mama gebracht. Jetzt soll das Kind gleich an die Brust gelegt werden, der richtige Milcheinschuss kommt zwar erst später, doch die so genannte Vormilch enthält schon wichtige Nährstoffe, außerdem ist jetzt der Saugreflex bei dem Neugeborenen sehr ausgeprägt. Nun können sich Mutter und Kind beschnuppern und die ersten intensiven Momente miteinander verbringen. Endlich hält man dieses kleine Wunder in den Armen, dies ist wirklich ein überwältigender Augenblick. Oft wird den Säuglingen vorsorglich eine Gabe Vitamin K verabreicht. Bis vor kurzer Zeit erhielten Neugeborene eine Silbernitratlösung in die Augen, um einer bakteriellen Infektion vorzubeugen. Dies sollte man unbedingt mit den Ärzten abklären.
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