13. Februar 2012
Hurra, das Baby ist endlich da! Doch kaum auf der Welt, muss das Neugeborene gleich etliche Untersuchungen über sich ergehen lassen.
Doch keine Angst, die Eltern haben trotzdem genügend Zeit, ihr Baby zu "beschnuppern" und das Elternsein zu genießen! Hebammen und Ärzte machen viele Untersuchungen so diskret und nebenbei, dass die Eltern sich später gar nicht mehr daran erinnern können, dass diese überhaupt durchgeführt wurden.
Einer dieser –unbemerkt verlaufenden – Tests ist z.B. der Apgar-Test. Bei diesem Test werden fünf Dinge untersucht, und zwar noch während das Baby direkt nach der Geburt auf dem Bauch der Mama liegt. So prüfen die Geburtshelfer, ob das Herzchen des Babys schlägt und das Baby normal atmet, ob es schreit und sich bewegt und welche Farbe die Haut hat. Für all diese Dinge werden Punkte vergeben. Das Baby bekommt z.B. keine Punkte für die Hautfarbe, wenn es aufgrund eines Sauerstoffmangels blau angelaufen zur Welt kommt. Ist die Haut des Neugeborenen dagegen rosig, so werden 2 Punkte dafür vergeben.
Bewegt sich das Baby nur sehr wenig, so erhält es einen Punkt, keinerlei Bewegungen werden mit 0 Punkten bewertet und normale Bewegungen mit 2 Punkten. Pro geprüftem Kriterium kann das Baby maximal 2 Punkte, also insgesamt 10 Punkte erreichen. Der Test wird direkt nach der Geburt, fünf Minuten später und nochmals zehn Minuten nach der Geburt durchgeführt und die Werte jeweils notiert.
So kann es durchaus sein, dass das Baby direkt nach der Geburt einen Apgar von 8 hat, der sich nach zehn Minuten jedoch auf 10 erhöht, wenn sich das Baby von der Geburt ein wenig erholen konnte.
Während der erste oder zweite Apgar-Test durchgeführt wird, erfolgt parallel ein weiterer Test: Der Nabelschnurtest. Die Geburtshelfer sehen sich die Nabelschnur an und prüfen, ob Auffälligkeiten bestehen. Dann entnehmen sie Blut aus der Nabelschnur und untersuchen den pH-Wert. Ist dieser auffällig, so hat das Kind während der Geburt einen Sauerstoffmangel erlitten.
Noch im Kreißsaal wird die erste Vorsorgeuntersuchung, die U1, durchgeführt und die Ergebnisse im gelben Vorsorgeheft notiert. Der bereits erwähnte Apgar-Test ist Teil dieser U1. Der Arzt untersucht das Baby, prüft die Reflexe, saugt ggfs. Fruchtwasser ab, wiegt und misst das Kind und gibt ihm Vitamin K-Tropfen, sofern die Eltern damit einverstanden sind.
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