10. Februar 2012
Ab dem dritten Geburtstag kommt Ihr kleiner Sonnenschein langsam ins Kindergartenalter - unabhängig davon, ob er nun schon einen solchen besuchen soll oder schon vorher zeitweise in einer Kinderkrippe betreut wurde. Für das Kind wird der Kontakt mit Gleichaltrigen zunehmend wichtig, sein Wissensdrang wächst und oftmals entwickelt es große Freude am Malen und Basteln.

Mit drei Jahren sind ist der Stolz auf das, was man schon alles kann, bei vielen Kindern groß. Und das ist einiges: Selbstständiges An- und Ausziehen fällt immer leichter, es kann sicheren Schrittes rennen und springen, geschickt mit Bällen spielen und Bilder malen, die Mama und Papa gerne an den Kühlschrank hängen. Langsam lernt das Kind auch, Farben zu benennen und versucht sich nach und nach im Zählen.
Der Besuch eines Kindergartens hat neben der Entlastung berufstätiger Eltern auch für das Kind einige Vorteile. Ab einem Alter von drei Jahren spielen Kinder über kurze Zeiträume hinweg meist gerne mit anderen, Vierjährige können sich gar stundenlang damit beschäftigen. Dabei lernt das Kind, wie es mit Konfliktsituationen umgeht und auch, dass seine Bedürfnisse nicht immer als erste auf der Tagesordnung aller anderen stehen. Es treten auch Probleme wie Eifersucht auf, die gelöst werden müssen. Das Kind lernt zu teilen und sich in andere hineinzuversetzen.
Einige Kinder sind sehr schüchtern und brauchen eine Weile, bis sie in einer fremden Umgebung oder neuen Spielkameraden gegenüber auftauen. Es zeigen sich ganz deutlich die Unterschiede zwischen stillen Kindern, die auch gerne mal allein spielen und sich nicht in den Vordergrund drängen, und solchen, die wagemutig Klettergerüst und Rutsche erklimmen und allen anderen Kindern erklären, was als nächstes zu tun ist.
Im Kindergartenalter lieben die meisten Kinder Rollenspiele mit Puppen, Kuscheltieren oder Figuren, denen sie jeweils eine andere Stimme verleihen. Später schlüpfen sie auch gerne selbst in andere Rollen und lieben Miniatursets aus Holz oder Plastik, mit denen sie etwa einen Verkäufer, einen Arzt oder einen Koch nachahmen können. Aber auch einfache Spielzeuge wie ein großer Pappkarton oder Decken, mit denen unter Tischen und Stühlen eine Höhle gebaut werden kann, beflügeln die Fantasie.
Das Kind wird zunehmend selbstständig und möchte das auch zeigen. Oft will es keine Hilfe mehr beim Anziehen oder anderen Aufgaben. Trotzreaktionen und Wutausbrüche aus Frust stehen bei vielen auf der Tagesordnung - ein Fall für die elterliche Geduld. Dafür wird die Kommunikation zwischen dem Kind und seiner Umwelt immer ausgefeilter. Mit vier bis fünf Jahren bringen Kinder bereits komplexe Sätze zustande und können einfache Sachverhalte gut erklären. Wenn der sechste Geburtstag näher kommt, ist für die meisten Kinder die Einschulung schon in greifbarer Nähe.
Nachfolgend finden Sie einen Überblick über die Entwicklung Ihres Kindergartenkindes in halbjährlichen Schritten.
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