14. April 2010
Wärmepflaster oder ABC-Pflaster dienen zur Linderung von Rücken- und Gelenkschmerzen. Doch was ist bei ihrer Anwendung zu beachten?
Wärmepflaster, die man auch als ABC-Pflaster bezeichnet, werden zur Behandlung und Linderung von leichten bis mäßig starken Rücken- und Gelenkschmerzen eingesetzt. Zur Anwendung kommen sie bei Muskelverspannungen, Ischiasbeschwerden, Nacken- und Schulterschmerzen, Rheumabeschwerden sowie bei einem Hexenschuss. Die wohltuenden Pflaster enthalten den Wirkstoff Capsaicin. Dieser wird aus Cayennepfeffer-Dickextrakt gewonnen und bewirkt eine Anregung der Wärme- und Schmerzrezeptoren der menschlichen Haut. Des Weiteren wird die Durchblutung gefördert.
Früher enthielten die Wärmepflaster neben Capsaicin auch weitere pflanzliche Wirkstoffe wie Arnika und Belladonna, weswegen sie die Bezeichnung ABC-Pflaster erhielten. Heute wird jedoch in der Regel nur noch Capsaicin verwendet. Capsaicin sorgt für eine Hemmung des Schmerzbotenstoffes Substanz P. Da durch die Behandlung mit einem Wärmepflaster die Vorräte dieses Botenstoffs reduziert werden, gehen auch die Schmerzen zurück. Durch die verbesserte Durchblutung kommt es zudem zu einem angenehmen Wärmegefühl sowie zu einer besseren Versorgung der Muskulatur mit Nährstoffen und Sauerstoff, wodurch ein rascherer Abtransport von Stoffwechselendprodukten erreicht wird.
Zur Anwendung eines ABC-Pflasters klebt man einmal pro Tag ein Pflaster direkt auf die schmerzende Stelle auf. Die Hautstelle sollte dabei unverletzt und trocken sein. Das Pflaster kann für vier bis zwölf Stunden auf der Schmerzstelle verbleiben. Nach dem Anbringen des Wärmepflasters ist es ratsam, sich gleich darauf die Hände zu waschen. Bevor man ein neues Pflaster anbringt, sollte man zunächst zwölf Stunden abwarten. Danach kann die Behandlung bis zur Linderung der Schmerzen fortgesetzt werden. Falls erforderlich, lässt sich die Behandlung bis zu drei Wochen weiterführen, was jedoch mit einem Arzt abgesprochen werden sollte.
Manchmal wird ein Pflaster zerschnitten, um es besser anbringen zu können oder die Dosis zu senken. Davon rät die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) jedoch ab. Vor allem bei Kindern besteht die Gefahr, dass es zu Vergiftungen kommt, wenn der Wirkstoff-Inhalt des Schmerzpflasters direkt auf die Haut gelangt.
Wendet man ein Wärmepflaster an, sollte man während dieser Zeit auf weitere Wärmebehandlungen, wie z.B. mit einem Heizkissen oder Rotlicht-Bestrahlungen, verzichten, da es sonst zu einer extremen Verstärkung der Wärme und zu Hautreizungen kommen kann.
Mögliche Nebenwirkungen eines ABC-Pflasters können Überempfindlichkeitsreaktionen wie die Bildung von Bläschen oder Quaddeln sein. In diesem Fall muss die Behandlung umgehend abgebrochen werden.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
18.05.12 | |
![]() | WäRMEPFLASTER |
04.05.12 | |
![]() | WäRMEPFLASTER |
![]() | WäRMEPFLASTER |
09.04.12 | |
![]() | WäRMEPFLASTER |
16.12.11 | |
![]() | WäRMEPFLASTER |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Wärmepflaster Forum

