1. März 2010
Als Venenmittel oder Venentherapeutika bezeichnet man spezielle Medikamente zur Behandlung von Venenerkrankungen. Dabei kommen verschiedene Wirkstoffe zum Einsatz.
Ziel und Zweck von Venenmitteln, die man auch als Venentherapeutika bezeichnet, ist die Behandlung und Linderung von Venenleiden. Dazu gehören u. a. Beschwerden wie Schmerzen in den Beinen, Krampfadern, Juckreiz, Kribbeln, Spannungsgefühle, Brennen, Schwellungen und Wadenkrämpfe.
In den Venengefäßen fließt das Blut zum Herzen zurück. Im Falle einer chronisch-venösen Insuffizienz wird dieser Rückfluss jedoch gestört, wodurch ein lokaler Überdruck in dem venösen System der Beine entsteht. Dadurch kommt es zu erweiterten Venen und Beschwerden wie Krampfadern, Schweregefühle in den Beinen, Schwellungen, Schmerzen sowie Haut- und Gewebeveränderungen. Im weiteren Verlauf sind sogar Unterschenkelgeschwüre möglich. Mit Hilfe von Venenmitteln soll diesen Beschwerden entgegen gewirkt werden. Diese wirken zumeist durch eine positive Beeinflussung der Gefäßwände oder der Fließeigenschaften des Blutes. Venenmittel, die die Fließeigenschaften des Blutes beeinflussen, lassen sich auch bei Sportverletzungen, Prellungen, Hämatomen (Blutergüsse) und Stauchungen anwenden. Die verwendeten Wirkstoffe der Venenmittel sorgen für eine Verstärkung der Venengefäße, wodurch der Eintritt von Flüssigkeit durch geschädigte Venenwände verhindert oder zumindest reduziert wird. Darüber hinaus verbessern die Mittel den venösen Rückstrom des Blutes zum Herzen. Der Austritt von Flüssigkeit in das benachbarte Gewebe wird verringert und auch der Wasserdruck lässt sich reduzieren. Dadurch können Gewebeschäden entweder vermieden werden oder abheilen. Durch das Abschwellen des Gewebes lassen die Schmerzen und das Schweregefühl in den Beinen merklich nach. Darüber hinaus wirken einige Venenmittel entzündungshemmend.
Die verwendeten Wirkstoffe der Venenmittel können sowohl chemischer als auch pflanzlicher Natur sein. Besonders bewährte pflanzliche Stoffe, die gefäßabdichtend wirken, sind Extrakte aus Rosskastanien, rotem Weinlaub und Hamamelis. Auch chemisch hergestellte Venenmittel enthalten die Inhaltsstoffe dieser erprobten Pflanzenextrakte. Zu den wirksamsten Stoffen gehören Troxerutin aus Mäusedorn und Aescin, das in Rosskastaniensamen enthalten ist. Zur Anwendung kommen die gefäßabdichtenden Venenmittel entweder zum Einreiben als Salben, Gels oder Cremes, die zudem kühlend und hautpflegend wirken oder zum Einnehmen als Tabletten oder Kapseln.
Venenmittel, die die Fließfähigkeit des Bluts verbessern, wirken, indem sie die Entstehung von kleinen oder großen Blutgerinnseln verhindern oder diese wieder auflösen. Dabei werden Antikoagulanzien wie Heparine eingesetzt, die die Blutgerinnung hemmen. Heparine können äußerlich angewendet oder unter die Haut gespritzt werden, um die Gefahr einer Thrombose zu verhindern.
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