Wirkungsweise und Anwendungsgebiete von Heilwolle

Fünf Lämmer auf grüner Wiese unter blauem Himmel

Zu den Anwendungsgebieten zählen mitunter entzündete Brustwarzen, Windeldermatitis sowie Muskelverspannungen

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  • von Paradisi-Redaktion

Unter Heilwolle versteht man naturbelassene Schafswolle. Sie verfügt über entzündungshemmende und hautpflegende Eigenschaften.

Die Anwendung von Heilwolle gilt als bewährte und schonende Methode zur Behandlung von verschiedenen Beschwerden. Hergestellt wird Heilwolle aus der Wolle von Schafen.

Heilwolle

Bei Heilwolle handelt es sich um ein reines Naturprodukt, das eine heilende und pflegende Wirkung entfaltet. Heilwolle entnimmt man Schafswolle. Zunächst werden die Schafe geschoren, danach reinigt man die Wolle schonend, ohne dabei chemische Zusätze zu verwenden. Anschließend erfolgt das feine Kämmen der Wolle, damit sie die Weichheit von Watte erreicht.

Verantwortlich für die entzündungshemmenden und hautpflegenden Eigenschaften der Heilwolle ist der Stoff Lanolin, auch Wollwachs genannt. Dabei handelt es sich um ein Sekret, das den Talgdrüsen der Schafe entstammt. Die Schafe stellen das Lanolin während des Wollwachstums her.

Wollwachs wirkt wie eine Art Schutzhülle, die sich um die Haare der Schafe legt. Auf diese Weise werden die Schafe gegen Kälte und Feuchtigkeit geschützt. Die positive Wirkung des Lanolins auf den Menschen stellte man bereits vor Jahrhunderten fest.

  • Durch das Lanolin und die feinen Wollfasern werden die Selbstheilungskräfte des Körpers angeregt.
  • Außerdem bewirkt die Struktur des Wollwachses, dass die behandelten Hautstellen stets ausreichend Sauerstoff erhalten.

Um die positive Wirkung der Heilwolle zu entfalten, muss sie der Patient lediglich auf die zu behandelnde Körperstelle legen.

Anwendungsgebiete der Heilwolle

Heilwolle lässt sich gegen verschiedene Beschwerden einsetzen.

Besonders gute Erfahrungen liegen bei der Wundheilung vor. So wendet man sie häufig bei

an. Auch gegen

erweist sie sich oft als hilfreich.

Da Heilwolle die Blutgefäße erweitert und dadurch für eine bessere Durchblutung der Haut sorgt, eignet sie sich ausgezeichnet gegen

Darüber hinaus wird die Haut durch den hohen Fettgehalt, den die Wolle aufweist, gepflegt. Heilwolle ist aber auch ein gutes Mittel, um

So sorgt die natürliche Entwicklung von Wärme für angenehme Behaglichkeit. Manche Wellness-Einrichtungen bieten sogar spezielle Wollbäder an. Dabei wickelt man den ganzen Körper in Wolle ein, um eine optimale Entspannung zu erzielen.

Erhältlich ist Heilwolle in Apotheken und Bioläden. Darüber hinaus kann man sie auch über das Internet in Online-Shops beziehen. Für zahlreiche Anwendungen reichen bereits 100 Gramm aus, deren Kosten bei ungefähr 4 bis 5 Euro liegen.

Tipps für die Anwendung von Heilwolle

Heilwolle wird oft zur Behandlung von wunden Babypopos verwendet. Dazu kann man sie einfach

  • in die Windel des Babys legen.

Auch

lässt sich die spezielle Wolle problemlos tragen. Wichtig ist jedoch, dass unmittelbarer Kontakt zur Haut besteht. Daher dürfen keine Cremes oder Salben auf die zu behandelnde Stelle aufgetragen werden.

  • Um eine blutende Wunde zu behandeln, ist es jedoch besser, Gaze aufzulegen,

da sonst die Gefahr besteht, dass die Heilwolle kleben bleibt. Nach dem Anlegen der Wolle auf die Wunde wird dann ein Verband um die betreffende Stelle gewickelt.

  • Zur Behandlung von Ohrenschmerzen rollt man zunächst eine kleine Kugel aus Wolle und platziert diese dann im Gehörgang.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: curious lambs in spring © Eric Gevaert - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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