20. Dezember 2008
Nicht immer ist ein Besuch beim Arzt nötig. Eine Schnupfennase etwa lässt sich gut selbst behandeln. Doch damit die Behandlung in Eigenregie nicht zur Gefahr für die Gesundheit wird, sollten Sie die Grenzen der Selbstmedikation kennen.
Die Selbstbehandlung spart Zeit und Praxisgebühren. Zudem dürfen viele Arzneimittel nicht mehr vom Arzt verschrieben werden. So zum Beispiel Medikamente gegen eine Erkältung oder bei leichten Verdauungsproblemen. Kein Wunder also, dass immer mehr Menschen den Arzt in sich entdecken. Und was liegt näher, als einfach zur Apotheke zu flitzen und sich dort ein rezeptfreies Medikament gegen die Beschwerden zu holen? Und ganz hilflos steht man schließlich auch nicht da, denn der Apotheker steht Ihnen gern mit Rat zur Seite. Mit der richtigen Beratung ist die Selbstmedikation ausgesprochen hilfreich.
Einmal pro Jahr werden viele Menschen von einer Erkältung heimgesucht. Zum Glück lässt sich so ein Schnupfen recht leicht mit rezeptfreien Medikamenten behandeln. Kombipräparate mit Vitamin C und Zink mobilisieren die Selbstheilungskräfte, ACC-haltige Medikamente lösen hartnäckigen Husten und lindern Schnupfen. Wenn sich jedoch Gliederschmerzen anmelden und der Husten eitrig ist, ist ein Besuch beim Arzt unumgänglich.
Wenn der Schädel brummt, sollten Sie zunächst feststellen, ob es sich im einen Spannungskopfschmerz oder eine echte Migräne handelt. Im ersten Fall reichen häufig warme Nackenwickel und ein herkömmliches Schmerzmittel aus. Bei einer nahenden Migräne sollten Sie in jedem Fall so schnell wie möglich eine Apotheke aufsuchen. Denn je eher die Migräne mit speziellen Medikamenten behandelt wird, desto besser sind die Chancen, dass Sie bald wieder auf den Beinen sind. Ist die Migräne am nächsten Tag nicht verschwunden, sollten Sie einen Arzt konsultieren.
Auch bei Verstopfung oder Durchfall gibt es viele rezeptfreie Arzneimittel, die eine schnelle Linderung der Beschwerden versprechen. Mit dem richtigen Mittel stellt sich häufig bereits nach wenigen Stunden eine deutliche Besserung ein.
Wer sich selbst behandelt, sollte in jedem Fall bedenken, dass auch rezeptfreie Medikamente nicht über lange Zeit hinweg eingenommen werden sollten und dass sie durchaus mit Nebenwirkungen verbunden sein können. Wenn Sie unerwünschte Wirkungen an sich feststellen, dann sollten sie das Mittel absetzen und sich in der Apotheke über alternative Präparate beraten lassen.
Schlägt die Behandlung in Eigenregie partout nicht an, ist der Besuch beim Arzt unbedingt anzuraten, da die Beschwerden sonst chronisch werden können.
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