Grillen auf dem Gasgrill

Das Grillen auf dem Gasgrill erfreut sich zunehmender Beliebtheit - wir geben generelle Infos und gehen etwas genauer auf den Paella Grill und die Grillstation ein

Das Grillen mit einem Gasgrill ist eine beliebte Alternative zum klassischen Holzkohlegrill. So bietet diese Grillart einige Vorteile.

Gegrilltes Steak auf weißem Teller mit Salat und Tomaten

In den letzten Jahren hat das Grillen mit einem Gasgrill zunehmend an Beliebtheit gewonnen. Obwohl Holzkohlegrills als Klassiker unter den Grills gelten, haben auch Gasgrills ihre Vorzüge.

Vorteile von Gasgrills

Einer der größten Pluspunkte von Gasgrills ist zweifellos, dass es bei dieser Grillart nicht zu lästigen Rauchschwaden kommt, die den Ärger der Nachbarn hervorrufen können. Außerdem braucht der Anwender nicht so lange zu warten, bis die Temperatur endlich richtig ist.

Doch auch den gesundheitlichen Aspekt sollte man nicht unterschätzen. So entstehen beim Grillen mit einem Gasgrill weitaus weniger gesundheitsschädliche Dämpfe als bei der Anwendung eines Holzkohlegrills. Beim direkten Grillen mit einem Holzkohlegrill besteht nämlich die Gefahr, dass dabei Fett in die Glut der Holzkohle tropft. Dadurch kommt es zur Bildung von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen, die als ungesund gelten.

Bei Gasgrills kann dies jedoch nicht passieren, da sie über eigene Vorrichtungen mit Abtropfschalen verfügen, von denen das herabtropfende Fett abgefangen wird.

Bedienung

Gasgrills betreibt man mit Flüssiggas wie Propangas oder Butangas. Das Erhitzen des Grillgutes erfolgt durch eine Brennplatte.

Die Bedienung eines Gasgrills ist leicht. Zunächst wird eine Gasflasche an den Grill angeschlossen. Um die Gaszufuhr zu öffnen, dreht man den Gashahn auf und zündet das Gas an.

Da verschiedene Gasgrillmodelle angeboten werden, gibt es für das Anzünden des Gases mehrere Möglichkeiten. Während manche Geräte bereits mit einem eigenen Entzünder ausgestattet sind, müssen andere dagegen mit einem Feuerzeug selbst angezündet werden. Nach dem Anzünden lässt sich die Hitze des Gases mithilfe eines Reglers einstellen.

Soll der Gasgrill weiter erhitzt werden, braucht man das Gas nur etwas aufzudrehen. Auch die Reinigung des Gerätes ist unkompliziert, da die Entfernung der staubigen Asche entfällt.

Drei verschiedene Grillsysteme

Bei Gasgrills unterscheidet man zwischen drei verschiedenen Systemen.

  • System 1 ist unterhalb des Grillrostes mit einem Rohrsystem ausgestattet. Das Gas strömt aus mehreren kleinen Öffnungen aus.
  • Bei System 2 greift man auf Briketts oder Lavasteine zurück, die unterhalb des Grillrostes platziert werden.
  • Beim dritten System findet das Grillen direkt auf einer gusseisernen Platte statt. Dies hat den Vorteil, dass sich größere Mengen an Grillgut auf einmal zubereiten lassen.

Nachteile

Leider gibt es beim Gasgrillen auch ein paar Nachteile. So gelten Gasgrills als anfälliger für Störungen als andere Grills. Außerdem sind sie recht schwer und unhandlich, sodass zu ihrem Transport ein gewisser Aufwand erforderlich ist.

Eingefleischte Grillfans kritisieren, dass dem Grillgut der typische Holzkohlegeschmack fehlt. Allerdings gibt es mittlerweile auch Gasgrills, mit denen man ebenso direkt grillen kann wie mit Holzkohlegrills.

Dabei kommen Hölzer mit einem speziellen Aroma zur Anwendung. Um ein rauchiges Aroma für das Grillgut zu erzielen, werden die Hölzer in der Nähe des Feuers ausgesetzt oder in eine spezielle Räucherbox gelegt.

Die Kosten für die Anschaffung eines Gasgrills sind höher als für einen Holzkohlegrill. Das Geld lässt sich jedoch beim Verbrauch des Brennmaterials wieder einsparen. Günstige Gasgrill-Modelle erhält man bereits ab 100 Euro.

Am besten eignet sich ein Gasgrill für Grillfans, die

  • ungeduldig sind
  • sich nicht gerne schmutzig machen
  • häufig Gemüse grillen oder
  • gerne mit ihrem Grill ins Grüne verreisen - etwa beim Camping -, da die meisten Varianten in praktischen Transportboxen mit Tragegriff geliefert werden.

Zwei Gasgrills der speziellen Art sind der Paella Grill und die Gasstation. Sie haben bestimmte Eigenschaften.

Paella Grill

Auf dem Paella-Grill gelingt die leckere Nationalspeise Spaniens
Auf dem Paella-Grill gelingt die leckere Nationalspeise Spaniens

Bei Paella handelt es sich um ein traditionelles spanisches Reisgericht, das aus dem Katalanischen stammt. Die Zubereitung der Paella erfolgt in einer speziellen Pfanne, die man Paellera nennt. Außerdem gibt es spezielle Paella Grills.

Ein Paella Grill setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen. Dazu gehört vor allem die Hitzequelle, bei der es sich meist um einen Gaskocher handelt.

Über dem Gaskocher befindet sich ein dreibeiniges Gestell, das mit einer Halterung für die Paellaplatte, in der man das Gericht zubereitet, ausgestattet ist. Die Platte hat Ähnlichkeit mit einer Grillpfanne oder einem Wok.

Einige Paella-Grill-Modelle verfügen über alle drei Bestandteile. Manchmal müssen sie aber auch einzeln erworben werden. Paella Grills gibt es zu verschiedenen Zwecken.

So lassen sie sich sowohl professionell für die Gastronomie als auch privat oder für Ausflüge nutzen. Daher bestehen auch erhebliche Preisunterschiede.

Grillstation

Unter einer so genannten Grillstation versteht man einen fest installierten Grill. Die meisten Grillstationen sind mit Unterschränken ausgestattet, in denen man Grillutensilien wie zum Beispiel Handschuhe oder Grillzangen unterbringen kann.

Auch Gasflaschen lassen sich dort verstauen, denn Grillstationen werden in der Regel mit Gas betrieben. Es gibt aber auch Grillstationen, die für Holzkohle geeignet sind.

Bei einer Grillstation handelt es sich nicht um eine mobile Einheit in einem Imbiss-Fahrzeug, sondern um eine regelrechte feste Station, die sich im eigenen Garten aufbauen lässt.

Besonders gut eignen sich Grillstationen für Menschen, die viel grillen. Zu ihren Vorzügen gehört die leichte Bedienung. Außerdem braucht man nicht unnötig nach wichtigen Grillutensilien zu suchen, denn diese können in der Station gelagert werden. Da der Grillrost ziemlich groß ist, lässt sich das Grillgut auch auf indirekte Weise grillen.

Die Reinigung einer Grillstation ist nicht weiter schwer. Dazu genügen meist eine Grillbürste und etwas Grillreiniger.

Grillen geniessen mit dem passenden Grill

Lecker und gesund Grillen - So mindern Sie die Krebsgefahr

Mit "richtigem" Grillen krebserregende Stoffe minimieren

Drei Spieße mit Fleisch und Gemüse auf Teller
Grilled meat and vegetables © Jacek Chabraszewski - www.fotolia.de

Wenn der Sommer kommt und die Abende endlich wieder angenehm werden, werden die Grillgeräte ausgepackt. Um die Gesundheitsrisiken macht man sich da nicht so gern Gedanken, aber die Krebsgefahr ist da und sollte nicht vergessen werden.

Gefährlicher Rauch, gefährliche Würste

Bereits wer den beim Grillen entstehenden Rauch einatmet, belastet seine Lunge stärker als beim Konsum einer Zigarette. Die schöne knackige Haut der Bockwurst enthält oft einen hohen Anteil von Acrylamid, der Stoff der krebserregend auf den menschlichen Körper wirkt.

Dazu kommt Cholesterin und der hohe Fettanteil im Essen. Besonders das Fett kann durch Kontakt mit Wasser und der Glut des Grills gefährlich werden. Die chemische Reaktion der Stoffe lässt polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK's) entstehen, die krebsfördend sind.

Grillen ohne Reue

Und nun? Niemand muss auf das leckere Steak vom heimischen Grill verzichten, er sollte aber einige Tipps beachten, um das Risiko gering zu halten. Erste und wichtigste Regel: Investieren Sie in einen Gas- oder Elektrogrill. Wer nicht mit Holzkohle arbeitet, reduziert die Gefahr die Krebserreger mit zu essen schon wesentlich.

Kaufen Sie dann für den Grillabend nichts Gepökeltes. Pökelfleisch enthält Nitrit, dass auf dem Grill mit den Eiweißen des Fleisches eine Verbindung eingeht. Es entstehen Nitrosamine, die sehr krebsfördernd sind.

Und seien Sie doch mal kreativ und binden Sie Obst und Gemüse oder Fisch in den Abend mit ein. Auch diese Nahrungsmittel lassen sich super verarbeiten und schonen den Körper. Kräuter wie Oregano und Thymian können den Kohlenwasserstoff binden und ihn weniger gefährlich machen.

Beim Grillen sollte man sich gegen Verbrennungen schützen

Die Grillsaison ist in vollem Gange, doch wie die Unfallklinik in Ludwigshafen mitteilt, passieren immer wieder schwere Unfälle durch Verbrennungen. Meistens geschieht dies beim Anzünden der Grillkohle, wobei hier sogenannte Brandbeschleuniger, wie beispielsweise Spiritus, die Hauptursache sind. Dabei entstehen oft hohe Flammen, so dass es dann oft zu den schweren Verbrennungen kommt.

Aus diesem Grund sollte man besser anstelle von flüssigen Mitteln feste Grillanzünder benutzen, wobei es zwar etwas länger dauert bis die Kohle richtig brennt, aber es ist sicherer. In Deutschland passieren jedes Jahr etwa 4.000 Unfälle beim Grillen, wobei etwa 15 Prozent mit schweren Verbrennungen verbunden sind.

Mit diesen Tipps den passenden Grill für seine Ansprüche finden

Die Grillsaison ist schon längst eröffnet und echte Fans schrecken dabei auch kalte und regenreiche Tage nicht ab. Wer häufig grillt, wird das passende Modell für sich vermutlich bereits gefunden werden, doch für einen Neuling erweist sich das große Angebot schnell als unübersichtlich. Mit den folgenden Tipps jedoch findet sicher jeder den passenden Grill für seine Ansprüche.

Grundsätzliche Unterschiede

Grilltypen kann man zum einen in Sachen Brennstoff und zum anderen nach der Methode des Grillens unterscheiden. So gibt es Gas-, Strom- oder Holzkohlegrills, mit denen man das Grillgut direkt – also über der Kohle platziert – oder indirekt – in dem Fall liegen Fleisch und Co. neben der Glut auf einem Rost – grillen kann.

Einweggrill und Elektrogrill

Für spontanes Grillen eignet sich ein Einweggrill sehr gut. Hierbei sollte man jedoch darauf achten, nicht zu dicke Stücke Fleisch zu kaufen, denn diese werden hier nicht gar. Zudem ist es wichtig, auf einen feuerfesten Untergrund zu achten und die Glut anschließend ordentlich zu löschen; am besten ist dafür Sand geeignet. Ebenfalls praktisch ist der Elektrogrill, der schnell eingepackt und somit mobil einsetzbar ist – natürlich nur dort, wo es auch Strom gibt. Auch für Gelegenheitsgriller mit kleinem Balkon eignet sich dieses Modell sehr gut.

Gasgrill und Holzkohlegrill

Gasgrills gibt es sowohl mit als auch ohne Deckel. Sie sind schnell aufgeheizt und erlauben somit eine schnelle Fleischzubereitung zwischendurch. Man sollte bedenken, dass der Gasverbrauch sehr hoch ist und somit empfiehlt es sich, stets eine Gasflasche vorrätig zu haben. Der Holzkohlegrill wird immer noch als beliebtestes Modell angesehen; ihn bekommt man schon für einen niedrigen Preis. Besonders das rauchige Aroma des Grillguts spricht für den Holzkohlegrill. Bei Fleisch, welches längere Garzeiten benötigt, empfiehlt sich ein Modell mit Deckel.

Grundinformationen und Hinweise zum Grillen

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Grilled steak © Elena Elisseeva - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Typical spanish seafood paella © martiapunts - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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