Arten des Holzkohlegrills und deren Vor- und Nachteile

Würstchen und Fleisch werden gegrillt

Infos über Koffergrill, Säulengrill, Edelstahlgrill, Kugelgrill, Dreibeingrill, Camping-Grill, Schwenkgrill, Rundgrill und Grillkamin

  • ,
  • von Paradisi-Redaktion

Grillen gehört zu den beliebtesten Aktivitäten im Sommer. Es gibt unterschiedliche Arten zu grillen.

Beginnt die Sommerzeit, ist dies zugleich auch Startschuss für die Grillsaison. Doch Grillen ist nicht gleich Grillen. So unterscheidet man zwischen verschiedenen Grillmethoden.

Grillgut wie Fleisch, Fisch oder Würstchen lässt sich auf verschiedene Weise am Grill zubereiten. Die drei gängigsten Grilltypen sind

Der Holzkohlegrill

Während beim Holzkohlegrill Kohle und ein Grillrost verwendet werden, betreibt man Elektrogrills mit elektrischer Hitze und Gasgrills mit Gas. Darüber hinaus kommen unterschiedliche Varianten dieser Grillarten zur Anwendung. Dazu gehören unter anderem

  • Koffergrills
  • Säulengrills
  • Edelstahlgrills
  • Kugelgrills
  • Dreibeingrills
  • Camping-Grills
  • Schwenkgrills
  • Rundgrills sowie
  • Grillkamine.

Zu den ältesten und beliebtesten Grillmethoden gehört der Holzkohlegrill. So halten ihn eingefleischte Grillfans für die einzige wahre Art des Grillens, obwohl mittlerweile zahlreiche Alternativen zur Verfügung stehen. Als einer der größten Vorzüge des Holzkohlegrills gilt der typische Grillgeschmack, der nur bei dieser Grillmethode entsteht. Das unverwechselbare Raucharoma kommt nämlich durch die Holzkohle zustande.

Grillen mit selbstgemachter Holzkohle

Nahaufnahme glühende Grillkohle
Grillkohle © Andreas F. - www.fotolia.de

Beim Grillen kommt es auch auf die Kohle an. Manche Menschen möchten dabei nichts dem Zufall überlassen und stellen ihre Holzkohle selbst her. Als besonders geeignet hat sich dabei das Holz der Buche erwiesen.

Allerdings benötigt man dazu einen Rundmeiler, in dem das Holz beim Verkokungsprozess auf mehr als 400 Grad aufgeheizt wird. Bei diesem Vorgang werden die sogenannten flüchtigen Bestandteile wie Wasserstoff, Wasserdampf, Kohlenoxide und Methan freigesetzt. Übrig bleibt ein stark kohlenstoffreiches Produkt.

Reine Buchenholzkohle kann einen Kohlenstoffanteil von mehr als 90 Prozent erreichen. Dadurch glüht die Kohle erheblich länger und entwickelt eine größere Hitze. Auf dem Würstchen oder Fleisch kann sich durch die stärkere Hitzeeinwirkung schneller eine Kruste bilden, während das Innere saftig bleibt.

Wem dies alles zu aufwendig ist, kann selbstverständlich auch auf Grillkohle aus konventioneller Herstellung zurückgreifen. Dabei sollte man jedoch unbedingt auf FSC- und PEFC-Siegel der GFA Group achten. Wichtig ist die Herkunft des Holzes, denn auf Tropenholz sollte man aus Naturschutzgründen verzichten. Das DIN-Certco-Siegel des TÜV-Rheinlands und des Deutschen Instituts für Normung garantiert die Anwendbarkeit beim Grillen selbst.

Bei einem Holzkohlegrill lässt sich die Kohle im Grill verteilen, wodurch zum Teil unterschiedliche Temperaturen erreicht werden. Bei den meisten Holzkohlegrills wird direkt gegrillt.

Das heißt, dass Fleisch und Würstchen unmittelbar über die Glut gelegt werden. Dabei entstehen Temperaturen von bis zu 270 Grad Celsius, die die Bildung einer Kruste bewirken.

Betreiben lässt sich ein Holzkohlegrill sowohl mit konventioneller Holzkohle als auch mit modernen Briketts, die man aus unterschiedlichen Materialien herstellt. Briketts haben gegenüber Holzkohle den Vorteil, dass sie länger brennen, dafür sind sie allerdings teurer.

Holzkohlengrill nur im Freien verwenden, ansonsten besteht hohes Gesundheitsrisiko

Grillgut auf einem Bratrost auf der Terrasse, eine Hand führt eine Zange zu einem Stück Fleisch
grillen 09 © Lianem - www.fotolia.de

Der Sommer und die eigentliche Grillsaison sind vorbei, doch manche Menschen wollen auch im Herbst nicht auf ihre Würstchen oder Koteletts vom Holzkohlengrill verzichten. So stellen sie beispielsweise die sogenannten "Indoorgrills" oder "Hot pots", die beide mit Holzkohle betrieben werden, in der Garage oder sogar in der Wohnung auf.

Gefahr von Kohlenmonoxidentstehung sollte nicht unterschätzt werden

Doch wie Experten vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und von der Bundesanstalt für Materialforschung und Prüfung (BAM) erklären, ist dies höchst gefährlich, denn auch wenn man die Fenster oder das Garagentor offen hat, können die entstehenden Gase des Kohlenmonoxid zu Kopfschmerzen, Übelkeit führen und sogar auch tödlich sein. Dieses Gas ist farblos und geruchlos und beim Einatmen wird die Sauerstoffaufnahme im Blut verhindert.

Bei Messungen hat man festgestellt, dass beim Verbrennen von 800 Gramm Holzkohle innerhalb von zwei Stunden eine Konzentration dieses gefährlichen Gases entsteht, die zu einer Bewusstlosigkeit beim Menschen führt. Eine besondere Gefahr besteht auch darin, dass zwischen dem Auftreten von Kopfschmerzen oder einer Übelkeit bis zur Bewusstlosigkeit nur eine kurze Zeit vergeht.

Rauchmelder können zu hohe Konzentration an Kohlenmonoxid nicht feststellen

Normale Rauchmelder, die man seit einiger Zeit in der Wohnung anbringen sollte, beziehungsweise teilweise auch Pflicht sind, können eine zu hohe Konzentration des Kohlenmonoxid übrigens nicht feststellen, dafür müssten spezielle Melder installiert sein.

Nachteile

Leider haben Holzkohlegrills auch ein paar Nachteile. So fühlt sich so mancher Nachbar durch die verhältnismäßig starke Rauchentwicklung gestört. Beim direkten Grillen mit Holzkohle besteht zudem die Gefahr, dass gesundheitsschädliche Substanzen aus der Glut und dem Fett ins Grillgut gelangen.

Dieses Problem gibt es beim indirekten Grillen jedoch nicht, denn dabei kann das Fett nicht aus dem Grillgut in die Glut tropfen. Unter indirektem Grillen versteht man das Grillen in einem geschlossenen Grill wie einem Kugelgrill.

Grillen mit Holzkohle nur im Freien

Holzkohle nur im Freien, sonst droht Kohlenmonoxid-Vergiftung

Grillen, Barbecue: Spieße und Fleisch auf Grill
barbecue meals 1 © Pierrette Guertin - www.fotolia.de

Wie das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) mitteilt, sollte man nur im Freien mit Holzkohle grillen, weil es im Haus lebensgefährlich ist, denn es kann sonst zu Kohlenmonoxid-Vergiftungen kommen. Auch die Benutzung von Holzkohle zum Heizen ist nicht erlaubt, so dass man auch nach dem Grillen die noch glühende Kohle nicht zum Heizen verwenden sollte.

Vergiftung durch Kohlenmonoxid bei der Verwendung von Holzkohle in geschlossenen Räumen

Bei einer unvollständigen Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Material entsteht das schädliche Kohlenmonoxid, das zu schweren Vergiftungen führt. Man kann es auch nicht bemerken, weil das Gas farblos und geruchlos ist. Es gelangt über die Lunge in den Körper und verdrängt den Sauerstoff aus dem Blut. Die ersten Symptome einer Vergiftung zeigen sich durch Kopfschmerzen, Ohrensausen, Schwindel, Sehstörungen und Erbrechen an. Auch ist der Herzschlag erhöht.

Wenn die Vergiftung stärker ist, so haben die Betroffenen meistens eine kirschrote Hautfarbe, die zwar gesund aussieht aber die Schwere der Vergiftung verdeckt. Bei einer schweren Vergiftung durch Kohlenmonoxid besteht Lebensgefahr, so dass sofort der Notarzt gerufen werden muss, der den Patienten durch künstliche Beatmung behandelt.

Im Folgenden stellen wir Ihnen die unterschiedlichen Arten des Holzkohlegrills vor.

Koffergrill

Eine eher seltene Methode ist das Grillen mit einem Koffergrill. Dieser verdankt seinen Namen dem Umstand, dass man ihn zusammenklappen und wie einen Koffer transportieren kann, da er mit einem Tragegriff ausgestattet ist. Die Mobilität ist auch der größte Vorteil des Koffergrills, da er sich überall hin mitnehmen lässt, zum Beispiel zu einem Ausflug oder auf eine Reise.

So lassen sich Koffergrills problemlos im Auto verstauen. Auch Verschmutzungen im Wagen treten nicht auf. Verglichen mit anderen Grilltypen sind Koffergrills zudem recht preiswert.

Zu den Nachteilen dieser mobilen Geräte zählt allerdings ihre geringe Lebensdauer. So sind manche Koffergrills bereits nach einer Grillsaison verschlissen.

Viele Anbieter offerieren Koffergrills auch zusammen mit Grill-Zubehör wie zum Beispiel Grill-Anzündern, Grill-Zangen und Reinigern. Pflegt man den Koffergrill gut und stellt keine zu hohen Ansprüche an ihn, kann sich ein Kauf durchaus lohnen.

Säulengrill

Unter einem Säulengrill versteht man eine spezielle Grillform, die sich großer Beliebtheit erfreut. Säulengrills, die mit Holzkohle betrieben werden, sind mit einer massiven Fußplatte ausgestattet, die ihnen eine hohe Stabilität verleiht. Daher eignen sich diese Geräte ausgezeichnet für den heimischen Garten.

Manche Modelle verfügen auch über Rollen, um ihnen mehr Flexibilität zu verleihen. So lässt sich ein Säulengrill mit Rollen leichter an einen anderen Standort bewegen. Außerdem sind Säulengrills mit einem Auffangbehälter für die Asche ausgestattet.

Die Bauweise der Säulengrills ist auch ihr größter Vorzug. So ist es möglich, der Grillkohle durch die Säule auch von unten Sauerstoff zuzuleiten, was dazu führt, dass sie sich schneller entzündet. Dabei wird beinahe die Geschwindigkeit eines Elektrogrills erreicht, das typische Holzkohlearoma bleibt jedoch erhalten.

Ebenfalls von Vorteil sind die Stabilität und die Wetterfestigkeit von Säulengrills, deren Material aus Edelstahl besteht.

Edelstahlgrill

Bei Edelstahlgrills handelt es sich um Holzkohlegrills, die besonders stabil sind. Außerdem verleiht ihnen ihr glänzendes Metall ein edles Aussehen.

Zu den größten Pluspunkten eines Edelstahlgrills gehört seine Stabilität. So hält das Gerät auch unwirtlichen Wetterbedingungen stand und rostet nicht. Es ist also nicht nötig, den Grill umzustellen oder extra vor Regen zu schützen.

Aufgrund dieser Vorteile findet man Edelstahlgrills häufig auf öffentlichen Grillplätzen oder in Parkanlagen. Auch Windböen werfen die stabilen Geräte nicht so leicht um.

Ebenfalls von Vorteil ist die leichte Reinigung eines Edelstahlgrills. So muss das Gerät lediglich mit etwas Grillreiniger abgewischt werden, damit es wieder sauber wird. Edelstahlgrills eignen sich besonders gut für Grillfans, die ihren Grill auf die Dauer im Garten aufstellen wollen.

Kommt es nach der Erhitzung des Grills zu einer Verfärbung des Edelstahls, bedeutet dies keinen Mangel, sondern einen Hinweis darauf, dass der Grill auch wirklich aus Edelstahl ist.

Der Grill in Form eines Blumenkastens

Grillen gehört zum Sommer dazu und auch diejenigen, die nicht über einen großen Garten, sondern lediglich über einen Balkon verfügen, möchten darauf nicht verzichten. So kann man Grill und Co. einfach zum nächsten Park schleppen - doch Vorsicht, nicht überall ist das Grillen erlaubt! - oder man entscheidet sich für die kleine aber feine Variante des Balkongrills.

Dabei handelt es sich um einen Mini-Grill in Form eines Blumenkastens, welcher auch genau so am Balkonrand angebracht wird. Alternativ kann man die Halterungen für den Blumenkasten auch an der Wand installieren und den Grill anschließend hineinsetzen.

Doch vorher gilt es zu prüfen, ob Grillen auf dem Balkon überhaupt gestattet ist - ein Blick in den Mietvertrag kann dabei helfen.

Kugelgrill

Einer der beliebtesten Grilltypen ist der so genannte Kugelgrill, der seinen Namen seiner runden Form verdankt. Er ermöglicht indirektes Grillen.

Erdacht wurde der Kugelgrill in den frühen 50er Jahren von dem Amerikaner George Stephen. Dieser stand vor dem Problem, dass Witterungsbedingungen wie Wind und Regen ihm sein Grillvergnügen immer wieder zunichte machten.

Schließlich beschloss Stephen etwas dagegen zu unternehmen und teilte eine Boje in zwei Hälften. Daraus konstruierte er einen überdachten Grill, dem weder Regen noch Wind etwas anhaben konnten. Darüber hinaus ließ sich auch das tropfende Bratfett gut auffangen.

Kugelgrills gibt es sowohl als Holzkohlen- als auch als Gasgrills. Zusammengesetzt wird das Gerät aus zwei Kugelhälften.

Die untere emaillierte Grillkugel ist mit einem Kohlenrost, auf dem man die Holzkohle lagert, sowie einem Grillrost für das Grillgut ausgestattet. Darüber hinaus verfügt die untere Kugelhälfte über eine Auffangschale für das Bratfett, einen Aschebehälter und einen Lüftungsschieber.

Bei der oberen Kugelhälfte handelt es sich um einen porzellanemaillierten Deckel mit einem Haltegriff. Ferner ist eine Luftanlage vorhanden, durch die sich die Heißluft ohne Probleme ausleiten lässt.

Manche Kugelgrillmodelle sind sogar mit einem Thermometer oder einer Bodenschale ausgestattet, in der man Wasser verdampfen lassen kann. Auf diese Weise eröffnen sich Grillperspektiven, die mit herkömmlichen Grilltypen nicht möglich sind.

Einer der größten Vorzüge des Kugelgrills ist das indirekte Grillen, das als wesentlich gesünder gilt als das direkte Grillen. So tropft beim Grillvorgang kein Fett direkt in die Glut, wodurch auch keine krebserregenden Stoffe entstehen können. Das Grillen mit einem Kugelgrill gilt daher als ebenso gesund wie das Grillen mit einem Kontaktgrill, einem Elektrogrill oder einem Tischgrill.

Verfügt der Kugelgrill über eine Wasserschale, die unter den Rost gelegt wird, kommt es im Grillinneren zu einer höheren Luftfeuchtigkeit. Dieser Effekt hat den Vorteil, dass das Fleisch nicht so leicht austrocknet und stattdessen saftig und zart wird.

Ebenfalls zu den Pluspunkten eines Kugelgrills zählt seine Sauberkeit. So lässt sich der Grill mithilfe des Deckels verschließen, wodurch es nicht mehr so leicht zu Verschmutzungen durch den Rost oder die Marinade kommt.

Ein kleiner Nachteil ist allerdings, dass man bei dem geschlossenen Grill das Grillgut nicht immer im Auge hat, sodass man zwischendurch gut aufpassen muss. Abhilfe kann jedoch ein spezielles Grillthermometer schaffen.

Tipps für das Grillen mit Kugelgrills

Grill auf Wiese mit Fleisch, Maiskolben, Gemüse
Grilling at summer weekend © BlueOrange Studio - www.fotolia.de

Kugelgrills, die je nach Modell entweder klassisch mit Briketts beziehungsweise Holzkohle oder aber neuerdings mit Gas betrieben werden, erfreuen sich stetig wachsender Beliebtheit, zumal sie neben dem herkömmlichen Grillen auch das indirekte Garen erlauben. Folglich können mit Kugelgrills selbst Speisen, die sich aufgrund ihrer Größe normalerweise nicht zum Grillen eignen oder zum Austrocknen neigen, problemlos zubereitet werden.

Indirektes Garen mit Wasserdampf

Die Besonderheit beim indirekten Garen ist nämlich, dass sich über der Hitzequelle eine Wasserschale befindet, sodass das Grillgut alleine durch die im Grill zirkulierende Hitze und den dabei entstehenden Wasserdampf gegart wird. Zudem verhindert die Wasserschale, dass Fett in die Glut respektive Gasflamme tropft. Damit das indirekte Garen gelingt, muss der Deckel jedoch durchweg geschlossen bleiben, da sonst zu viel Hitze und Wasserdampf verloren gehen würden.

Außerdem ist wichtig, dass die Temperatur innerhalb des geschlossenen Grills mittels der Lüftungsschlitze am Grill gezielt reguliert wird. Dabei gilt, dass die Hitze zunimmt, je weiter die unteren Schlitze geöffnet sind. Über die oberen Schlitze lässt sich wiederum steuern, wie viel Hitze und Wasserdampf während des Grillens entweichen. Beim Anfeuern empfiehlt sich hingegen, dass alle Schlitze geöffnet bleiben, damit den Flammen möglichst viel Luft zugeführt wird.

Dreibeingrill

Beim so genannten Dreibeingrill handelt es sich um einen Schwenkgrill. Zwischen den drei Beinen des Grills hängt man den runden Grillrost auf.

Diese Beine können bei guten Modellen durch eine Kurbel verstellt werden oder lassen sich ein- und ausfahren. In dem Rost ist eine Feuerschale enthalten, die man wahlweise mit Kohle oder Holz heizen kann. Im Anschluss an das Grillen lässt sich die Schale sogar noch für ein Lagerfeuer verwenden.

Dreibeingrills sind die reinsten Allrounder unter den Grills. So kann man den Grillrost gegen Töpfe, Pfannen oder einen Kessel für Kesselgulasch austauschen. Auch Fleischspieße oder Hähnchen lassen sich mit dem Grill einfach zubereiten, da man sie vertikal anbringen kann. Besonders effektiv ist die Anwendung eines Drehspießes, der über einen Grillmotor verfügt.

Zu den Vorteilen eines Dreibeinsgrills zählen seine Flexibilität sowie seine einfache Handhabung. So lässt sich dieser Grilltyp ohne großen Aufwand transportieren und aufbauen. Da man die Höhe des Rostes verstellen kann, ist die passende Einstellung des Gerätes kein Problem.

Einen kleinen Nachteil stellt mitunter das Wenden des Fleisches dar, weil der Rost oft verhältnismäßig tief liegt und hin und her schwankt, wenn man ihn berührt. Um dies zu vermeiden, sollte der Rost möglichst hoch platziert werden, um ihm weniger Platz zum Pendeln zu lassen. Auf diese Weise lässt sich das Fleisch besser wenden.

Camping-Grill

Unter einem Camping-Grill versteht man einen flexiblen Grill, den man für eine Campingtour oder andere Aktivitäten benutzen kann. Camping-Grills sind häufig in öffentlichen Parkanlagen oder an Gewässern zu finden. Die meisten dieser Geräte werden mit Holzkohle betrieben.

Camping-Grills haben den großen Vorteil, dass sie sehr flexibel sind. So können sie problemlos aufgebaut und wieder zerlegt werden, sodass man an der gewünschten Stelle seinem Grillvergnügen nachgehen kann.

Ein Nachteil von Camping-Grills ist allerdings, dass sie nicht so widerstandsfähig sind wie Standgrills. Außerdem sollten unbedingt die Feuerschutzbestimmungen beachtet werden, wenn man in der freien Natur grillt. An manchen Orten ist auch eine Grillerlaubnis nötig.

Schwenkgrill

Eine Sonderform unter den Holzkohlegrills stellt der Schwenkgrill dar. Er wird deshalb Schwenkgrill genannt, weil der Rost beim Grillen frei über der Glut schwebt. Bei Koffergrills oder Standgrills ist der Rost dagegen fest montiert.

Eine bekannte Form des Schwenkgrills ist der Dreibeingrill. So wird das Gestell eines Schwenkgrills zumeist von drei steckbaren Metallstangen gebildet.

An der Spitze dieses Dreibeins befestigt man eine Kette, an die der Rost gehängt wird. Auf diese Weise kommt es zu einem Schweben des Rostes über der Glut. Der Abstand lässt sich normalerweise durch eine verstellbare Kette regeln. Da es sich bei Schwenkgrills um relativ simple Konstruktionen handelt, können sie sogar selbst gebaut werden.

Schwenkgrills haben den Vorteil, dass man mit ihnen eine Lagerfeueratmosphäre erzeugen kann. Dazu wird der Grill einfach über einem Lagerfeuer positioniert.

Aber auch gebräuchliche Holzkohlebriketts lassen sich zum Anfeuern verwenden. Mitunter kommen auch bestimmte Hölzer wie Nadelholz oder Eichenholz zur Anwendung, damit das Fleisch einen besonderen Geschmack bekommt.

Kein lästiger Rauch durch neuartigen Holzkohlengrill

Zwei lachende Frauen über Grill mit Fleischspießen
Happy girls near the delicious steak. © toshimself - www.fotolia.de

Grillfreunde aufgepasst! Jetzt gibt es einen Holzkohlengrill, der die Nachbarn nicht mehr ärgert, denn es entsteht kein lästiger Rauch. Auch lässt sich dieser Grill problemlos mit in den Urlaub nehmen, denn er nimmt nur wenig Platz ein.

Viele Freunde des Grillen haben oftmals nur einen kleinen Balkon zur Verfügung und dann ist auch noch das Grillen mit Holzkohle aufgrund der Rauchentwicklung verboten. Doch wer will schon ein Würstchen oder Kotelett vom Elektrogrill? So kommt der eigentliche Grillgeschmack doch erst beim Holzkohlengrill, wenn auch mal zwischendurch die auflodernden Flammen mit einem Pils oder Alt gelöscht werden müssen.

Jetzt ist auch der sogenannte "Lotus-Grill" auf dem Markt, der für die Grillfreunde interessant sein könnte. Den Grill, der auch schon verschiedene Auszeichnungen erhalten hat, gibt es in mehreren Ausführungen und Farben.

Rundgrill

Eine andere beliebte Methode ist das Grillen mit einem Rundgrill. Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich dabei um einen runden Grill.

Diese runde Form ist auch das große Plus des Gerätes, da die Hitze dadurch gleichmäßig verteilt wird. Ist der Deckel geschlossen, kann Grillgut wie Würstchen und Fleisch optimal durchgegart werden.

Darüber hinaus hat ein Rundgrill den Vorteil, dass er platzsparend ist. Außerdem sind Rundgrill-Modelle recht kostengünstig.

So werden sie oft schon ab 20 Euro angeboten. Wichtig ist allerdings, dass der Rundgrill mit einer emaillierten Glutwanne ausgestattet ist und sich die Höhe einstellen lässt.

Grillkamin

Als Grillkamine bezeichnet man Grills, die im Garten oder auf einer Terrasse fest eingemauert werden. Sie lassen sich nicht nur als Grill, sondern auch als Wärme- und Lichtquelle verwenden.

Grillkamine sind also an einen festen Standort gebunden. Da sie zumeist aus Beton bestehen, sind sie widerstandsfähig gegen die verschiedensten Witterungsbedingungen.

Angetrieben wird ein Grillkamin durch Holzkohle oder Holz. Da bei offenem Feuer gegrillt wird, entsteht dadurch eine angenehme Lagerfeueratmosphäre. Ein Vorteil von Grillkaminen ist, dass man sie nicht immer wieder auf- und abbauen muss. Nebenbei dienen sie auch der optischen Verschönerung eines Gartens.

Allerdings erfordert ein Grillkamin eine gewisse Pflege. So müssen die benutzte Kohle entfernt und der Rost gereinigt werden.

Einen Einmal-Grill vor der Entsorgung immer gut abkühlen lassen

Zurzeit läuft die Grillsaison auf vollen Touren und manche benutzen, wenn sie zum Strand gehen auch die sogenannten Einmal-Grills, die man anschließend einfach als Müll entsorgen kann. Doch hierbei ist auf jeden Fall darauf zu achten, dass dieses Grillstationen vor der Entsorgung gut abgekühlt sind. Wenn man nämlich das heiße Material oder auch die Kohle im heißen Zustand im Sand oder in der Erde vergräbt, so können anschließend Verbrennungen an den Füßen die Folge sein, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft in Berlin (GDV) sowie auch die Aktion Das sichere Haus (DSH) in Hamburg warnen.

Auch darf man in die Mülleimer keine heiße Asche oder sogar Glut schütten und ein Holzkohlengrill darf man auch nicht in der Wohnung benutzen, denn sonst kann es zu einer Kohlenmonoxid-Vergiftung kommen, selbst wenn man die Fenster offen lässt. Kohlenmonoxid ist farblos und man kann es auch nicht riechen und ist lebensgefährlich.

War der Artikel hilfreich?

Fehler im Text gefunden?

Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

Kategorien:

Quellenangaben

  • Bildnachweis: grillen © Martina Berg - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Weitere Artikel zum Thema