Beliebte deutsche Gebäcksorten sowie Gebäck aus anderen Ländern

Ist es nicht herrlich, zur nachmittäglichen Kaffee- oder Teestunde ein leckeres Gebäck zu naschen? Das ist schon eine Versuchung wert. Dabei unterscheidet man zwischen Kleingebäck und Kaffeestückchen. Eine besondere Sparte ist das so genannte Weihnachtsgebäck.

Hierzulande gibt es Gebäck in den unterschiedlichsten Sorten zu den verschiedensten Anlässen - doch auch in anderen Ländern wird natürlich gerne genascht

Beliebte Gebäcksorten in Deutschland

In Deutschland gibt es ein enormes Angebot an verschiedenen Gebäcksorten und deshalb hat man oft die Qual der Wahl. Dabei können die Gebäcke aus unterschiedlichen Teigen bestehen, wie beispielsweise

Gebäck aus Hefeteig

Hefeteig hat relativ wenig Zucker, die Teige sind locker und leicht sowie fettarm. Allerdings schmecken die Hefegebäcke nur, wenn sie frisch sind wirklich gut. Ein typisches Hefegebäck ist die Schneckennudel.

Gebäck mit Obst

Gebäcke mit Obst sind saftig und frisch, sie sind fruchtig und vitaminreich, haben Ballaststoffe und einen niedrigen Energiewert.

Siedegebäck

Fettgebäcke oder auch Siedegebäcke, wie beispielsweise Berliner, haben viele Eier und sind fett, deshalb sind sie nicht so bekömmlich.

Kaffeestückchen

Zu den beliebtesten Kaffeestückchen zählen beispielsweise

  • Rosinenbrötchen
  • Amerikaner
  • Berliner
  • Hefeschnecken
  • Apfelkrapfen
  • Windbeutel
  • Nusshörnchen
  • Mohnschnecken und
  • Puddingplunder.

Aber auch

  • Nougattaler
  • Tigerauge
  • Nussecke
  • Marzipanrolle
  • Zuckerbrezel und
  • Mandelhörnchen.

Dabei macht es einen großen Unterschied, ob die Gebäcke nach alter Handwerkstradition oder industriell gefertigt wurden. Vom Bäcker schmecken sie immer noch am besten. Natürlich können sie auch zu Hause gebacken werden, das macht Spaß und man weiß genau was drin ist.

Gebäck aus Mürbeteig

Kleingebäck ist meistens aus Mürbeteig, man kann sie fertig im Handel, beispielsweise als Gebäckmischung, kaufen. Oder zu Hause selbst backen. Auch Löffelbiskuits und Butterkekse zählen dazu.

Gebäck zur Weihnachtszeit

Schon in der Adventszeit freuen sich nicht nur die Kinder auf das Weihnachtsgebäck. Die beliebtesten Sorten sind

  • Lebkuchen (oder Pfefferkuchen)
  • Printen
  • Buttergebäck
  • Zimtsterne
  • Kokosnuss- und Haselnussmakronen
  • Vanillekipferl
  • Sandgebäck
  • Spritzgebäck
  • Anisplätzchen oder
  • Spekulatius.

Weihnachtsgebäck wird gerne, vor allem zusammen mit den Kindern, selbst gebacken. Man kann es aber auch in Bäckereien oder im Handel kaufen. Wenn der Duft der Weihnachtsbäckerei durch das Haus zieht, sorgt es schon für eine festliche Stimmung.

Tea Scones - das englische Gebäck zur Teezeit

In Großbritannien gibt es die berühmte Tee-Zeit, zu der Tee und Gebäck serviert werden. Typisches Gebäck sind dann die kleinen krümeligen Scones.

Herkunft der Tea Scones

Die Tea Scones werden üblicherweise zum Nachmittagstee serviert, obwohl man sie natürlich den ganzen Tag über essen könnte. Es handelt sich dabei um eine Art Keks, der aufgeschnitten wird und dann mit Rahm und einem Löffel Erdbeermarmelade gefüllt wird.

Scones gibt es schon sehr lange, wobei der Ausdruck vermutlich aus dem Niederländischen stammt. Früher wurden die kleinen Teiglinge in der Pfanne gebraten, als es noch keinen Backofen gab. In der Pfanne wurde der Teig natürlich eher flach und ähnelte demzufolge mehr einem Pfannkuchen als einem Keks.

Zubereitung von Tea Scones

Möchte man selbst Scones zubereiten, so benötigt man dazu:

Zuerst vermischt man Salz, Backpulver, Mehl und Zucker miteinander. Bei der klassischen Zubereitung verwendet man dazu aber keinen Mixer oder Handrührgerät, sondern vermischt die Zutaten vorsichtig von Hand.

Die Butter gibt man dann in kleinen Stückchen dazu und knetet den Teig weiter, sodass er nicht fest wird, sondern krümelig bleibt. Milch und Ei vermischt man anschließend und gibt dies zum Teig dazu.

Auch dann wird nur vorsichtig weitergerührt. Nun nimmt man den Teig aus der Schüssel, legt ihn auf eine bemehlte Arbeitsfläche und drückt ihn flach. Jetzt sticht man mit Keksausstechern runde Kekse aus und legt sie auf ein Backblech.

Teilweise werden die Scones vor dem Backen noch mit Eiermilch bestrichen.

Nach dem Backen schneidet man die Tea Scones in der Mitte auseinander. Klassische Füllung ist Erdbeermarmelade und Clotted Cream. Clotted Cream ist dickflüssiger Rahm, der beim Erhitzen von Kuhmilch entsteht.

Himbeercremefüllung

Die Scones können aber auch mit einer Himbeercreme gefüllt werden. Neben frischen Himbeeren benötigt man dazu noch Mascarpone und Himbeermarmelade. Beides vermischt man miteinander und gibt diese Creme in die frischen Scones.

Die Himbeeren dienen der Dekoration oder werden auf die Himbeer-Mascarpone-Creme gelegt.

Am besten schmecken die Tea Scones, wenn sie ganz frisch sind. Man kann sie durchaus einige Stunden zuvor zubereiten, im Kühlschrank aufbewahren und erst dann aufbacken, wenn man sie benötigt.

Bezüglich der Füllung sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, und natürlich kann man die Scones auch ohne Füllung servieren.

Geschichte und Idee des Glückskekses

Der Glückskeks ist eine kleine, meistens süße Botschaft oder Aufmerksamkeit. Im Innern eines Kleingebäckstückes befindet sich ein kleiner Zettel, bedruckt mit einem Sinnspruch auf die Zukunft. Glückskekse werden den Gästen vorzugsweise nach dem Dessert in asiatischen oder so genannten Chinarestaurants angeboten.

Wie das Wort sagt, soll der Keks Glück bringen. Derjenige, der den Glückskeks aushändigt, wünscht mit dieser Geste dem Empfänger Glück für die Zukunft. Im weiteren Sinne handelt es sich bei den Glückskeksen um das Einbacken von Schriften, Zitaten oder sinngebenden Sprüchen.

Herkunft

Dieser Brauch war seit jeher, also in früheren Jahrhunderten, in vielen Kulturen geläufig. Insofern ist der Glückskeks kein typisches chinesisches Kulturgut.

Überliefert sind jedoch verschiedene chinesische Legenden aus früheren Jahrhunderten. So sollen in dem damaligen chinesischen Mondkuchen ernst gemeinte Botschaften und Mitteilungen versteckt worden sein.

Der Mondkuchen als eine besondere Spezialität der chinesischen Küche gilt als Vorgängeridee für den Glückskeks. Der wahlweise süße oder salzig gebackene Mondkuchen wurde als ein kleines Gebäckstück im Freundes-, Bekannten- und Verwandtenkreis verteilt.

Der Mondkuchen selbst ist ein traditionelles chinesisches Gebäck, während das Einbacken eines beschrifteten Zettels seine Herkunft eher in Japan hat.

Geschichte des heutigen Glückskekses

Der heute verbreitete Glückskeks wurde zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts im US-Bundesstaat Kalifornien bekannt. Asiatischen Einwanderer aus Ländern wie China und Japan eröffneten Restaurants und boten mit der japanischen oder der chinesischen Küche landestypische Speisen und Getränke an. Dazu gehörte unter anderem auch der Glückskeks.

Produziert wurde er wahlweise von den chinesischen beziehungsweise japanischen Bäckereien, die ihre Landsleute belieferten. Die Idee oder die Geste des Glückskekses kann weder der chinesischen noch der japanischen Kultur zugeschrieben werden. Beide Restaurantküchen waren gleichermaßen bestrebt, ihren Kunden eine kleine Besonderheit anzubieten.

Wer die Idee mit dem eingebackenen beschrifteten Zettel im Laufe der Jahrhunderte oder Jahrtausende zuerst hatte, oder ob sie weiter verbreitet war als heute vermutet, lässt sich nicht belegen. Feststeht, dass der Glückskeks aus den asiatischen Restaurants in den USA schon nach kurzer Zeit nicht mehr wegzudenken war.

Vor diesem Hintergrund trifft auch die Feststellung zu, dass der heutige Glückskeks ein Exportprodukt mit chinesischem und japanischem Hintergrund ist. In den USA verbreitete er sich von einem regionalen und kalifornischen Produkt zu einem landesweiten Lieblingsgebäck.

Wie vieles andere auch, fand der Glückskeks in den 1960er Jahren den Weg über den großen Teich zur gehobenen asiatischen Küche in Europa.

Heutige Nutzung

Abgesehen von der kleinen Aufmerksamkeit im Restaurant wird der Glückskeks in der heutigen Zeit auch im Privathaus so vielfältig wie vielseitig verwendet. Die einen kaufen ihn in schmackhaften Zubereitungsarten.

Andere machen sich einen Spaß daraus, für die Familienfeier oder zum Jahreswechsel die Glückskekse selbst zu backen und mit sinnig beschrifteten kleinen Zetteln zu versehen. In dieser Hinsicht sind dem Ideenreichtum, aber auch dem Kommerz keine Grenzen gesetzt.

Zitate und Sprüche des Tages, der Woche oder des Monats, vergleichbar mit einem Horoskop, sind ein beliebter Anlass für Spaß und Unterhaltung. In seinem Ursprung ist der Glückskeks ein kleines Süßgebäck, man könnte es als Fingerfood bezeichnen. Die maschinelle Herstellung von Glückskeksen lässt heutzutage keinen Wunsch offen.

Bio-Glückskekse sind ebenso im Trend wie Glückskekse mit individuellen Innenzetteln. Die kleinen Gebäckstücke sind einzeln verpackt. Versehen mit einem MHD, dem Mindesthaltbarkeitsdatum, kann der Käufer genau abschätzen, bis wann er den letzten dieser Glücksbringer ausgegeben haben muss.

Da Glückskekse auch saisonal oder aus bestimmten Anlässen angeboten werden können, sind sie das ganze Jahr hindurch eine kleine Besonderheit. Sei es für die Gäste im asiatischen Restaurant, anlässlich einer privaten Einladung zu Hause, oder bei einer anlassbezogenen Party.

Mit dem Glückskeks schafft der Gastgeber ganz einfach eine gute und lockere Stimmung. Jeder der Anwesenden bekommt etwas überreicht und kann darauf gespannt sein, welcher Spruch ihn heute erwartet und in die nächste Woche hinein begleitet.

War der Artikel hilfreich?

Fehler im Text gefunden?

Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

Historie:
Zuletzt aktualisiert am
So arbeiten wir
Autor:

Mehr über uns
Warum kein namentlicher Autor?
Quellenangaben
  • weihnachtsbäckerei © Kalle Kolodziej - www.fotolia.de
  • gingerbread cookies © Magdalena Kucova - www.fotolia.de
  • Weihnachtsgebäck - Kekse © Jamrooferpix - www.fotolia.de
  • Weihnachtszeit © Christian Jung - www.fotolia.de
  • Baking ingredients and spices © Brebca - www.fotolia.de

Weitere Artikel zum Thema