Weidenröschen in der Natur und Heilkunde

Merkmale, Arten, Standorte und Verwendung des Weidenröschens als Heilmittel sowie im Haushalt

Die eher unscheinbare Pflanze hat eine besondere heilkräftige Wirkung. Maria Treben machte die heilkräftige Wirkung des Weidenröschens wieder populär.

Schmalblättriges Weidenröschen

Das Kleinblütige Weidenröschen heißt mit botanischem Namen Epilobium parviflorum und gehört zu der Familie der Nachtkerzengewächse. Man kennt Weidenröschen auch unter den Namen

  • Antinskraut
  • Frauenhaar
  • Feuerkraut
  • Waldröschen und
  • Waldweidenröschen.

Merkmale

Die mehrjährige Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von bis zu sechzig Zentimetern. In Bodennähe entwickelt das Weidenröschen eine Blätterrosette, daraus wächst der runde Stängel der flaumig behaart ist. An ihm bilden sich die länglichen und wechselständig angeordneten Blätter, deren Ränder gezähnt sind.

Das Kleinblütige Weidenröschen blüht von Juli bis September und an den Spitzen der Stängel erscheinen die kleinen und zarten hellrosafarbenen Blüten, die vier Blütenblätter besitzen. Die Blütenblätter besitzen in der Mitte des Randes eine kleine Einkerbung. Sie wachsen traubenförmig auf schmalen Schoten und beinhalten den Samen. Nach einiger Zeit springen sie auf.

Arten

Neben

  • dem Kleinblütigen Weidenröschen

gibt es noch zahlreiche weitere Arten, darunter:

  • das Gauchheil-Weidenröschen
  • das Schmalblättriges Weidenröschen
  • das Mierenblättriges Weidenröschen
  • das Quirlblättriges Weidenröschen
  • das Hügel-Weidenröschen
  • das Berg-Weidenröschen
  • das Rosenrote Weidenröschen und
  • das Vierkantige Weidenröschen.

Standorte

Waldweidenröschen mit Biene
Lässt sich in Waldlichtungen, Gräben und Flussufern antreffen

Das Weidenröschen ist in Gärten zu finden, wo es aber oft als Unkraut betrachtet wird. Es wächst

und sogar noch

  • auf Schuttplätzen;

es bevorzugt

  • einen feuchten und nährstoffreichen Boden.

Es ist in den gemäßigten Zonen von Europa und Nordamerika beheimatet.

Zu seinen Inhaltsstoffen gehören unter anderem

  • Beta-Sitosterin
  • Flavonoide und
  • Tannide.

Medizinische Verwendung

Zur medizinischen Verwendung kommt das Kraut.

Anwendungsgebiete und Wirkung

Die Hauptanwendungsgebiete des Weidenröschens sind

Es wirkt

  • antibakteriell und
  • entzündungshemmend.

Anwendungsart

In der Regel wird das Weidenröschen

eingenommen. Bei einer längerer Anwendungsdauer und zu hoher Dosierung kann es allerdings zu Magen- und Darmproblemen führen. Bei anhaltenden Beschwerden sollte immer ein Arzt zu Rate gezogen werden und eine Therapie mit Weidenröschentee kann eine ärztliche Behandlung nicht ersetzen.

Verwendung im Haushalt

Die jungen Blätter des Weidenröschens können

  • für einen Wildkräutersalat

verwendet werden. Mancherorts werden sie

verwendet. In früheren Zeiten gehörte es zu den Bettstrohkräutern, die man Wöchnerinnen in die Matratzen steckte.

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Grundinformationen zum Weidenröschen

  • Weidenröschen in der Natur und Heilkunde

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: schmalblättriges weidenröschen © Marion Neuhauß - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Biene und Weidenröschen © Heinz Waldukat - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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