11. April 2009
Bei den Kelten hatte sie Symbolcharakter, war heilig und man sprach ihr zauberkräftige Wirkung zu. Im Laufe der Zeit galt sie immer wieder als Allheilmittel und Mythen rankten sich um diese Pflanze. Im Volksglauben wurde sie verehrt und in der Neuzeit als Heilmittel wiederentdeckt.
Der botanische Namen der Mistel lautet Viscum album und sie gehört zu der Familie der Sandelholzgewächse. Volkstümlich gab man ihr viele verschiedene Namen wie Albranken, Bocksfutter, Donnerbesen, Drudenfuß, Geisskraut, Heil aller Schäden, Heiligkreuholz, Hexenbesen, Hexennest, Immergrün, Knisterholz, Vogelmistel, Wintergrün und Wintersamen. Die weißbeerige Mistel besiedelt Laubbäume und entzieht dem Baum Wasser und Mineralsalze, vermutlich auch wichtige Nährstoffe. Sie ist ein Halbschmarotzer, denn über ihre Blätter ist sie photosynthetisch aktiv. Im Laufe der Zeit wächst die Mistel zu einem kugeligen Büschel, dieser kann bis zu einem Meter Durchmesser erreichen. Die Mistel verzweigt sich gleichmäßig, an ihren Sprossen sitzen die gegenständigen, gelbgrünen und ledrigen Blätter. In der Gabel zwischen den Zweigen sitzen die unauffälligen Blüten, aus ihnen entwickeln sich ab September die kleinen weißen Früchte, die Scheinbeeren, sie beinhalten die Samen, welche von einem zähen, schmierigen Schleim umgeben sind. Hauptsächlich ist sie in Südskandinavien sowie in Süd- und Mitteleuropa verbreitet. Erst in den Wintermonaten, wenn der Wirtsbaum die Blätter verliert, kann man die Mistel richtig sehen.
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