6. April 2009
Seine Namensgebung hat das Leberblümchen der Form seiner Blätter zu verdanken, aber schon vermutlich in der Klostermedizin hat man von dieser Gegebenheit eine medizinische Wirkung abgeleitet.
Volkstümlich wurde es daher hauptsächlich bei Leber- und Gallenleiden eingesetzt, verwendet wurden vorwiegend die Blätter. Man schreibt ihm harntreibende, leberschützende, schleimlösende und schmerzlindernde Eigenschaften zu. Die Hauptanwendungsgebiete in der Pflanzenheilkunde sind Blasenprobleme, Bronchitis, Gallensteine, Leberschwellung, Leberschwäche, Milzschwellung, Nierenleiden, rheumatische Beschwerden und Verdauungsprobleme.
In der Homöopathie ist es ein klassisches Lebermittel. Zu den Hauptbestandteilen gehören Anemonin, Anthocyane, Emulsin, Flavonolglykoside, Gerbstoffe, Harz, Hepatisaponin, Lactonglucoside, Protoanemonin und Saponine. Der giftige Stoff Protoanemonin macht das Leberblümchen zu einer schwach giftigen Pflanze. Das Protoanemonin zerfällt beim Trocknen, so sind nur die frischen Pflanzenteile giftig.
Bei direktem Hautkontakt mit der frischen Pflanze kann es zu Hautreizungen kommen. Bei dem Verzehr von frischen Pflanzenteilen können Vergiftungserscheinungen auftreten wie Erbrechen, Krämpfe, Schwindel und Lähmungserscheinungen. Auch Heilpflanzen gehören in die Hände von erfahrenen Behandlern, kleine Kinder, Schwangere und stillende Mütter sollten auch auf die getrocknete Pflanze als Heilmittel verzichten.
Da das Leberblümchen unter Naturschutz steht, darf es nicht in freier Natur gesammelt werden. Ärzte für Naturheilverfahren und Heilpraktiker verordnen heutzutage kaum noch Extrakte aus dem Leberblümchen, auch in Fertigarzneien ist es so gut wie nie enthalten. Nur in der Homöopathie hat es noch einen angestammten Platz.
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