Der Fingerhut trägt seinen Namen aufgrund der glockenförmigen und fingerhutähnlichen Blüten. Es handelt sich beim Fingerhut um eine giftige Pflanze, deren Inhaltsstoff Digitoxin jedoch in der Medizin bei bestimmten Herzerkrankungen eingesetzt wird.
Der Fingerhut ist eine Pflanze mit sehr markanten Blüten und gehört zur Familie der Braunwurzgewächse. Er gilt als Heilpflanze, ist jedoch äußerst giftig und wird daher in der Naturheilkunde lediglich in Fertigpräparaten oder als homöopathisches Präparat verwendet.
Fingerhut wird zur Behandlung von Herzschwäche, Ödemen, Gicht und Wunden verwendet. Auch von Schulmedizinern wird der Fingerhut zur Behandlung von Herzpatienten eingesetzt. Besonders Herzinsuffizienz und Herzrhythmusstörungen werden mit diesen Medikamenten behandelt. Die Präparate mit dem Wirkstoff des Fingerhutes werden Digitalispräparate genannt.
Innerlich darf der Fingerhut nur auf Anraten eines Therapeuten angewendet werden, da dies sonst zu schweren Vergiftungserscheinungen führen kann. Bereits das Verzehren weniger Blätter kann zum Tod führen. Äußerlich wird der Fingerhut in der Naturheilkunde zur Behandlung von Wunden verwendet. Die Blätter des Fingerhutes werden dazu mit kaltem Wasser übergossen, für einige Stunden stehen gelassen und dann erwärmt. In diese Abkochung taucht man eine Kompresse, die dann auf die betroffene Hautstelle gelegt wird.
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