Die Fichte in der Natur und Heilkunde

Sie gehört zu den am weitesten verbreiteten heimischen Nadelbäumen. Fichtennadel Produkte befreien hauptsächlich die oberen Atemwege.

Merkmale, Standorte und Inhaltsstoffe sowie Verwendung der Fichte als Heilmittel gegen mögliche Erkrankungen

Die Gemeine Fichte heißt mit botanischem Namen Picea abies und sie gehört zu der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae). Volkstümlich kennt man sie auch unter den Namen

  • Feichten
  • Gräne
  • Krestling
  • Pechtanne
  • Rothtanne und
  • Schwarztanne.

Merkmale

Der immergrüne Baum erreicht eine durchschnittliche Wuchshöhe bis zu fünfzig Meter, sein Stamm kann einen Durchmesser von zwei Metern Dicke erreichen. Die Nadeln sind kantig, zugespitzt, steif und stechend, sie sind an den Zweigen spiralig angeordnet und haben eine dunkelgrüne Farbe. Die kupferbraune Rinde löst sich in rundlichen Schuppen ab.

Es gibt männliche und weibliche Blüten, die männlichen sind beim Aufblühen purpurn bis rosa, später werden sie gelb, sie stehen einzeln und haben eine längliche Form. Die Blütezeit ist von April bis Juni. Die weiblichen befinden sich eher in der oberen Kronenregion, sind ebenfalls rötlich und bilden sich zu Zapfen aus, diese reifen zwischen August und Dezember.

Der Kronenaufbau ist etagenartig und spitzwipfelig, es gibt Züchtungen von Hängeformen und niedrigeren Zwergformen.

Schädlingsbefall und Erkrankungen

Die Fichte kann von einigen Schädlingen und Erkrankungen befallen werden, dazu gehören mitunter:

  • Borkenkäfer
  • Buchdrucker und
  • Kupferstecher.

Standorte

Die Fichte kommt in fast ganz Europa vor, durch forstlichen Anbau ist sie weit verbreitet. Sie stellt nur geringe Ansprüche an den Standort und sie gehört zu den schnell wachsenden Bäumen. Außer

findet man sie auch

Verwendungsmöglichkeiten

Fichtennadeln werden in der Naturheilkunde verwendet
Fichtenholz wird im Bau in vielen Variationen eingesetzt

Die Fichte liefert nicht nur

sie wird auch

  • als Böttcher- und Grubenholz
  • zur Herstellung von Streichhölzern, Schindeln, Spielzeug und Kisten und
  • zum Brückenbau

benutzt. Sie findet Verwendung

  • im Musikinstrumentenbau

und wird

  • zur Papierherstellung

genutzt. Durch einen starken Monokulturanbau trägt sie zur Bodenversauerung bei.

Inhaltsstoffe

Zu ihren Hauptbestandteilen gehören unter anderem

Medizinische Verwendung

Zur medizinischen Verwendung kommen der Harz, die Nadeln und die jungen Triebe. In der Regel wird eine Teezubereitung eingenommen.

Wirkung

Die Fichte wirkt

  • antibakteriell
  • antiseptisch
  • auswurffördernd
  • beruhigend
  • kräftigend
  • schleimlösend und
  • schweißtreibend.

Anwendungsgebiete

Sie findet Anwendung bei

Äußerlich anwenden, etwa in Form des Fichtennadel Franzbranntweins, kann man sie bei

Anwendungsart

Ein

mit Fichtennadelextrakt hilft gegen Fußschweiß. Bei Erkältungskrankheiten kann

  • mit dem ätherischen Öl inhaliert werden;

da es reizend wirkt, darf es nur verdünnt eingesetzt werden. Verschiedene Fertigpräparate mit Fichtenextrakt sind in Apotheke, Drogerien und Reformhäuser erhältlich.

In der Aromatherapie wird das Fichtennadelöl unter anderem

und ist hier Balsam für die Seele. Fichtennadelöl ist auch Bestandteil von

Quellen:

  • Andrew Chevallier: Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, 2017, ISBN 3831032327
  • Ingrid Schönfelder, Peter Schönfelder: Das neue Handbuch der Heilpflanzen: Botanik, Drogen, Wirkstoffe, Anwendungen, Kosmos, 2004, ISBN 3440093875
  • Mannfried Pahlow: Das große Buch der Heilpflanzen: Gesund durch die Heilkräfte der Natur, Nikol Verlagsgesellschaft, 2013, ISBN 3868201912
  • Karin Buchart, Miriam Wiegele, Andreas Leitner: Die Natur-Apotheke: Das überlieferte und neue Wissen über unsere Heilpflanzen, Servus, 2019, ISBN 9783710401718
  • Vital Experts: HEILPFLANZEN - Das Naturheilkunde Buch, 2019, ISBN 1713160064
  • Ursel Bühring: Alles über Heilpflanzen: Erkennen, anwenden und gesund bleiben Kindle Ausgabe, Verlag Eugen Ulmer, 2007, ISBN 3800149796
  • Ursel Bühring: Heilpflanzenrezepte: Die besten aus der Freiburger Heilpflanzenschule, Verlag Eugen Ulmer, 2014, ISBN 3800179962
  • Siegrid Hirsch: Kräuter-Rezeptbuch: Hausmittel & Salben, Säfte & Marmeladen, Kräuterwein & Liköre, Essig & Öl, Freya, 2014, ISBN 3902540001
  • Peter Emmrich: Kurzcharakteristik Die Kraft der Heilpflanzen, Weg zur Gesundheit, 2017, ISBN 3925207317
  • Bernhard Uehleke, Johannes Mayer, Kilian Saum: Handbuch der Klosterheilkunde: Neues Wissen über die Wirkung der Heilpflanzen. Vorbeugen, behandeln und heilen, Zabert Sandmann, 2008, ISBN 3898832260
  • Peter Spiegel: Das BLV Heilkräuter-Buch: Gesundheit aus der Natur, BLV, ein Imprint von GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH, 2013, ISBN 3835409751

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