Erdrauch Artikel
Erdrauch in der Naturheilkunde
Bereits in alten Kräuterbüchern wird der Erdrauch erwähnt, zu früheren Zeiten setzte man in bei Leber- und Gallenleiden ein.
Bis heute ist er in Teemischungen enthalten die bei Lebererkrankungen helfen sollen. Zu seinen Hauptbestandteilen gehören Alkaloide, Flavonoide, Fumarin, Fumarsäure, Gerbsäure, Protopin und Schleim. Zur medizinischen Verwendung kommt das blühende Kraut. Der Erdrauch besitzt krampflösende Eigenschaften weshalb er bei krampfartigen Schmerzen der Gallenblase, der Gallenwege und des Verdauungstraktes sowie bei Verstopfung Anwendung findet. Weiterhin wirkt er blutreinigend, harntreibend und schweißtreibend. Er soll auch Migräne, Kopfschmerzen und depressive Verstimmungen lindern. Eine äußerliche Anwendung die Ekzeme und Hautentzündungen lindern soll ist nicht belegt. In der Regel wird der Erdrauch als Teezubereitung eingenommen, wobei eine bestimmte Tagesdosis nicht überschritten werden soll. Am besten lässt man sich fachkundig beraten. Erdrauch ist in einigen Fertigarzneien enthalten die zu der Gruppe der Gallenwegstherapeutika gehören und es gibt ihn auch in Tablettenform. Der Erdrauch soll nicht in hoher Dosierung oder über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Eine Aufnahme größerer Mengen an Alkaloiden kann zu toxischen Erscheinungen führen. Auch in der Schwangerschaft und in der Stillzeit ist von einer Anwendung abzuraten da nicht genügend Erfahrungen über die Sicherheit vorliegen. Es gibt Studien die belegen wollen, dass die im Erdrauch enthaltene Fumarsäure sich günstig auf MS-Patienten ausgewirkt hat.