Warnsignale des Körpers: Wann man zum Arzt gehen sollte und wie man einen guten Arzt findet

Der menschliche Körper verfügt gewissermaßen über einen inneren Arzt. Dieser gibt im Krankheitsfall Warnsignale, die man beachten sollte. Bei der Wahl eines Arztes trifft man in manchen Fällen auf bestimmte Probleme - wir informieren darüber, was man als Patient hinnehmen muss und was nicht rechtens ist.

Welche Symptome man nicht ignorieren sollte und worauf bei der Arztsuche zu achten ist - bei verlangter Vorkasse sollte man als Patient hellhörig werden

Wann zum Arzt?

Durch bestimmte Anzeichen signalisiert uns der Körper, dass etwas nicht stimmt. Bei manchen Signalen sollte man lieber einen Arzt oder Facharzt aufsuchen.

Viele Menschen tun sich schwer, die Alarmsignale ihres Körpers richtig zu deuten. Manchmal verdrängen sie sie auch und gehen selbst dann ihrem gewohnten Alltag nach, wenn sie krank sind. Allerdings ist das Wahrnehmen von Krankheiten von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

  • Während die einen schon unter einer leichten Erkältung stark leiden,
  • sind andere Menschen selbst bei ernsthaften Erkrankungen noch aktiv.

Manchmal haben die Beschwerden auch einen seelischen Hintergrund. Es gibt jedoch bestimmte Alarmsignale des Körpers, die man nicht ignorieren sollte.

Schlaflosigkeit

Schlaflosigkeit ist ein weit verbreitetes Problem, das häufig von äußeren Einflüssen wie Helligkeit oder Lärm verursacht wird. Doch auch psychische Ursachen wie

können der Grund für Schlafstörungen sein. Dauert die Schlaflosigkeit mehr als drei Wochen an, ist es besser, einen Arzt zu Rate zu ziehen.

Schwindelgefühle

Bei Schwindelgefühlen handelt es sich nicht um eine spezielle Krankheit, sondern vielmehr um ein Symptom. Mögliche Ursachen können

sein. Treten die Schwindelgefühle immer wieder auf, ist es ratsam, von einem Arzt feststellen zu lassen, ob diese von einer physischen Krankheit verursacht werden.

Bei Schwindel, Atemnot, Schlaflosigkeit oder Tinnitus einen Arzt aufsuchen
Warnsignale des Körpers

Tinnitus

Als Tinnitus bezeichnet man Ohrgeräusche, die vorübergehend oder sogar ständig auftreten. Dabei kann es sich um Pfeifen, Sausen, Rauschen, Knacken oder Brummen handeln. Gelegentlich treten die Geräusche zusammen mit Schwindelgefühlen oder Hörstörungen auf. In den meisten Fällen wird Tinnitus durch

  • einen Schaden im Innenohr

hervorgerufen. Doch auch

können für das Pfeifen im Ohr verantwortlich sein. Halten die Geräusche an, muss ein HNO-Arzt hinzugezogen werden. Das Gleiche gilt, wenn das Hörvermögen auf einem Ohr plötzlich nachlässt, was auf einen Hörsturz hindeutet.

Atemnot

Von Atemnot spricht man, wenn der Betroffene

  • nur schwer atmen kann
  • das Gefühl hat, ersticken zu müssen
  • unter Engegefühlen in der Brust oder leidet oder
  • mit trockenem Husten zu kämpfen hat.

Atemnot kann unter anderem durch

verursacht werden. In diesem Fall muss eine längere medizinische Behandlung erfolgen.

Tipps um einen guten Arzt zu finden

Einen guten Hausarzt zu finden, ist nicht immer leicht. Daher sollte man ein paar Tipps beachten.

Die meisten Patienten wünschen sich einen Arzt, der nicht nur kompetent, sondern auch engagiert und sympathisch ist. In vielen Fällen ist es allerdings eher so, dass sich die Arztbesucher über

  • lange Wartezeiten
  • schlechte Beratung oder
  • unhöfliches Praxispersonal

ärgern, und deshalb ihren Arzt wechseln. Doch an welchen Kriterien erkennt man einen guten Mediziner? Folgende Punkte sprechen für einen guten Arzt:

Aufklärung über die Behandlung

Ein ganz wichtiges Kriterium ist die Aufklärung des Patienten über die bevorstehende Therapie. Das heißt, dass der Arzt die Diagnose und die Behandlung in verständlichen Worten erklärt.

Dabei sollten auch mögliche Risiken und Nebenwirkungen angesprochen werden. Außerdem muss der Patient genügend Bedenkzeit erhalten und Fragen stellen können.

Mitbestimmung

Obwohl der Arzt den Rahmen einer Therapie vorgibt, sollte er dennoch als Partner des Patienten fungieren und die Behandlung gemeinsam mit ihm besprechen. Dabei ist es wichtig, dass er dessen individuelle Lebensumstände berücksichtigt. Ist der Patient mit einer Therapie, die der Arzt vorschlägt, nicht einverstanden, sollte dieser eine andere Behandlungsmethode auswählen.

Engagement

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass der Arzt sich auch genügend Zeit für den Patienten nimmt. Von Ärzten, die ihre Patienten innerhalb von 5 Minuten abfertigen, sollte man lieber Abstand nehmen.

Besonders gut ist es, wenn der Arzt dem Patienten aufschreibt, was diesem fehlt und welche Therapie erforderlich ist, denn nur wenige Arztbesucher können sich alles merken, was ihnen mitgeteilt wird. Selbstverständlich nimmt ein guter Arzt auch eine körperliche Untersuchung mit den Händen vor, denn reines Betrachten reicht nicht aus, um eine Diagnose zu stellen.

Kurze Wartezeiten

Auch die Länge der Wartezeit ist mitunter ein Qualitätshinweis. So können lange Wartezeiten auf eine schlechte Organisation hindeuten. Am besten ist es, wenn die Termine so vergeben werden, dass nur wenig Wartezeit entsteht.

Allerdings kann es natürlich vorkommen, dass zuerst ein Notfall behandelt werden muss oder eine Untersuchung länger dauert als geplant. In diesem Fall wird man in einer guten Praxis jedoch an der Anmeldung über die Verzögerung informiert.

Freundliches Praxispersonal

Die Freundlichkeit des Personals ist nicht unbedingt ein sicherer Hinweis auf die Qualität des Arztes. Allerdings wird durch eine freundliche Atmosphäre das Wohlbefinden des Patienten gefördert, was wiederum dem Erfolg der Therapie zugute kommt.

Nachuntersuchung

Die Qualität eines Mediziners lässt sich auch an der Nachuntersuchung erkennen. So erkundigt sich ein guter Arzt danach,

  • wie es dem Patienten geht und
  • ob dieser die verordneten Medikamente gut verträgt.

Auf diese Weise zeigt er Interesse am Patienten und am Ausgang der Behandlung.

Ein guter Arzt klärt Patienten verständlich auf und leistet auch Nachuntersuchungen
Merkmale eines guten Arztes

Was man als Patient tun kann, wenn der Arzt erst Bares sehen will

Viele Ärzte fürchten um Honorarverluste, seit sich die eine oder andere Reform in diesem Bereich etabliert hat und verlangen von ihren Patienten Leistungen, die so jedoch nicht immer rechtens sind. Was man als Patient tun kann, wenn der Arzt erst Bares verlangt bevor er einen behandelt, erfahren Sie nun hier.

Keine Behandlung ohne Vorkasse

Es ist fast schon kein Seltenheitswert mehr, wenn ein gesetzlich krankenversicherter Patient für eine Kassenleistung Geld hinlegen soll. Der Grund, den viele Ärzte angeben, ist dann, dass ihr Budget ausgeschöpft ist.

Doch laut Verbraucherzentrale in Bayern, sollte man das als Patient nicht einfach so hinnehmen. Die Verträge der Ärzte mit den Krankenkassen garantieren ihnen, dass die Leistungen des Arztes honoriert werden und ein gesetzlich Krankenversicherter nicht in Vorleistung treten muss.

Solch ein ärztliches Verhalten ist rechtswidrig und sollte umgehend bei der Krankenkasse gemeldet werden.

Keine Terminvergabe

Eine weitere Praktik findet sich ebenfalls bei zahlreichen Ärzten insofern, dass sie keinen Termin mehr vergeben, weil sie für die Restzeit des Quartals nur noch Privatpatienten behandeln. Hier muss man als Patient differenzieren:

  • Handelt es sich um eine Routineuntersuchung, die keiner Dringlichkeit bedarf, dann ist das durchaus im Rahmen des Erlaubten.
  • Handelt es sich jedoch um eine akute Erkrankung, die behandelt werden muss, dann darf ein Arzt den Betroffenen keinesfalls abfertigen und auf das nächste Quartal vertrösten.

Tut er es doch, dann hilft es nur, den Arzt zu wechseln und gleichzeitig eine Beschwerde bei der Krankenkasse einzureichen.

Keine Hausbesuche oder Behandlungen in Altenheimen

Auch Hausbesuche oder Behandlungen in einem Seniorenheim werden immer öfter nicht mehr durchgeführt, weil sich das für die Ärzte angeblich nicht mehr lohnt. Doch auch das muss man als Patient nicht hinnehmen, denn diese Hausbesuche werden ebenfalls von den Krankenkassen honoriert.

Stellen Sie solch eine "Verweigerung" fest und Sie sind so krank, dass Sie auf einen Hausbesuch angewiesen sind, dann wenden Sie sich an Ihre Krankenkasse und machen Sie Meldung über solch eine Unart.

Und am Schluss: Es gibt Ärzte, die ihren Patienten dazu raten, die Krankenkasse zu wechseln. Hier findet sich der Grund dann darin, dass der betreffende Arzt lukrativerer Verträge abgeschlossen hat. Als Patienten sollte man sich jedoch nicht zu irgendetwas drängeln lassen und sehr genau überprüfen, ob sich soll ein Kassenwechsel auch wirklich aufgrund bestimmter Vorteile lohnt.

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Quellenangaben
  • Arzt am Computer © Kzenon - www.fotolia.de
  • Vintage Chalkboard © Maceo - www.fotolia.de
  • White Paper Notes © Giraphics - www.fotolia.de

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