Chiropraktiker

Chirotherapeuten behandeln Patienten mit Hilfe der Manuellen Medizin oder Manualtherapie

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  • von Paradisi-Redaktion
Grauhaariger Arzt in Arztpraxis zeigt Patientin Modell einer Wirbelsäule
a chiropractor showing a patient a model of spine © tomas del amo - www.fotolia.de

Chiropraktiker stellen mit speziellen Techniken die normale Beweglichkeit der Gelenke und der Wirbelsäule wieder her. Die zu behandelnden Patienten leiden in den meisten Fällen an einem gestörten Gelenkspiel oder einer Verschiebung der Wirbel.

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Der Chiropraktiker ist ein Mediziner mit abgeschlossenem Medizinstudium, der die Chiropraktik eigens erlernt hat und hauptsächlich ausübt.

Bei der Chiropraktik (aus dem Griechischen: "Hand" und "Tätigkeit") ist eine Behandlungsmethode auf biomechanischem Grundsatz. Sie hat zum Ziel, eine gesunde Beweglichkeit von Gelenken wiederherzustellen. Dabei konzentriert sich die Chiropraktik bevorzugt auf die Wirbelsäule. Mit der Chiropraktik wird einerseits das versteifte oder anderweitig gestörte Gelenkspiel wiederhergestellt (joint play), andererseits beschäftigt sie sich auch mit der Verschiebung (Subluxation). Die so genannte Manuelle Medizin bedient sich vieler Grundlagen der Chiropraxis.

Chiropraktik und die dazu gehörige Chirotherapie dürfen in Deutschland ausschließlich von Ärzten und Heilpraktikern ausgeübt werden. Lediglich Heilpraktikern und Ärzten sind die Aus- und Fortbildungen zum Chiropraktiker vorbehalten. Physiotherapeuten, die eine Weiterbildung in Manueller Therapie genossen haben, dürfen nur mobilisierend arbeiten, nicht aber Eingriffe an der Wirbelsäule vornehmen, die im Volksmund als "Einrenken" bekannt sind.

Der Chiropraktiker hat in Deutschland unterschiedlichste Berufsbezeichnungen, da das Berufsbild nicht geschützt ist. Es gibt ebenfalls keine staatlich anerkannte Prüfung zum Chiropraktiker. Heilpraktikerverbände verbieten ihren Mitgliedern das Führen der Berufsbezeichnung und lassen sie nur als eine der Therapieangaben in der öffentlichen Darstellung zu. Viele Ärzte wählen deshalb auch das Berufsbild Chirotherapeut.

Eine weitere Form der Chiropraktiker findet sich im Ausland, zumeist in den USA. Dort kann nach Abschluss des Medizinstudiums in einem 4- bis 7-jährigen Hochschulstudium die Zusatzausbildung zum Chiropraktiker erworben werden.

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