12. Oktober 2010
Tee gibt es in Europa seit dem 17. Jahrhundert. So kam es damals zu den ersten Importen dieses einst äußerst wertvollen Gutes. Seitdem hat sich die Teelandschaft stark gewandelt und es sind unzählige Teevarianten und Sorten erhältlich, welchen auch der Erkältungstee zuzuordnen ist. Doch seit wann gibt es diesen überhaupt und wie fand dieser Verbreitung?
Die genaue Entstehungsgeschichte des klassischen Erkältungstees lässt sich heute nicht mehr rekonstruieren. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass das gehobene Bürgertum, welches regelmäßig Tee konsumierte, im 18. und 19. Jahrhundert zunehmend die positive Wirkung von Tee im Falle von Erkältungen feststellte. Daraufhin wurde mit verschiedenen Teevarianten und Teesorten experimentiert, um festzustellen, wie sich diese auf eine Erkältung und das Wohlbefinden des Betroffenen auswirken. Etwa im 19. Jahrhundert finden sich erste medizinische Schriften, die einen großen Teekonsum im Falle einer Erkältung nahelegen. Im 20. Jahrhundert wurde Tee schließlich ein Produkt des Massenmarktes für alle Bevölkerungsschichten. Jetzt fingen Händler auch an, Erkältungstee als fertige Teebeutel anzubieten. Ein mühsamer Einzelerwerb oder Sammeln der Zutaten wurde somit überflüssig bzw. nicht mehr zwingend notwendig. Heute ist der Erkältungstee eine der am meisten verbreiteten Teeformen. Dies dürfte nicht zuletzt auch auf die Tatsache zurückzuführen sein, dass Tee in unserer Gesellschaft von vielen Menschen grundsätzlich nur im Falle einer Erkrankung konsumiert wird.
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