21. September 2010
Brennnesseln werden von vielen Menschen als ein lästiges Unkraut empfunden. Wie kamen die Menschen früher dann überhaupt dazu, diese Pflanze in Form eines Tees zu verarbeiten und was führte zur heutigen Etablierung des Brennnesseltees?
Die Brennnesselpflanze kann auf eine lange Geschichte innerhalb der menschlichen Kultur zurückblicken. So wurde diese bereits im alten Rom eingesetzt, um gezielt Erkrankungen zu bekämpfen und letztlich zu heilen. Ersichtlich wird dies beispielsweise an Liedzeilen des Dichters Catull, welcher in diesen die heilende Wirkung der Brennnessel preist. Aber auch später in den Jahrhunderten des Mittelalters war die Brennnessel ein wichtiges Heilmittel, welches nun auch in flüssiger Form konsumiert wurde. Belegt ist das Ganze in Form von Aufzeichnungen durch Mönche, welche klostereigene Heil- und Pflanzenwerke verfassten. Neben dem Brennnesseltee war dabei aber auch ein einfacher Brennnesselsaft populär.
In der Neuzeit erschlossen sich schließlich Möglichkeiten, den Brennnesseltee auch kommerziell anzubieten und entsprechend zu produzieren. So ist dieser heutzutage eine fest etablierte Teesorte, welche in vielen Kulturkreisen regelmäßig konsumiert wird.
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