21. September 2010
Die Brause ist heutzutage ein gängiges Produkt auf dem Getränkemarkt. Doch wie kam es überhaupt zur Erfindung und Etablierung dieses Getränks, welches heutzutage vor allem Kinderherzen höher schlagen lässt?
Bevor auf die Geschichte eingegangen werden kann, muss zunächst der Begriff Brause genauer definiert werden. So wird Brause in manchen Regionen Nord- und Ostdeutschlands als Synonym für Limonade verwendet. Dieser Artikel widmet sich allerdings nur dem Brausepulver, da die Limonade separat behandelt und dargestellt wird.
Brausepulver gab es dabei schon im 19. Jahrhundert. Bekannt war hierfür vor allem die Firma Stollwerck in Köln. So stellte diese zum ersten Mal in der Brausegeschichte dieses Produkt industriell für den Massenmarkt her. Über die heutigen chemisch-technischen Möglichkeiten verfügten sie natürlich nicht. So stellte das damalige Brausepulver eine Mischung aus Natron, Zitronensäure, Fruchtsäften und Rohrzucker dar. Der volle Durchbruch gelang ihnen damit allerdings noch nicht. Dies wiederum gelang, zumindest auf dem deutschen Markt, zuerst dem Kaufmann Theodor Beltle. Dieser entschloss sich nach Experimenten mit Natron, Weinsäure und weiteren Zutaten dazu, ein neues Volksgetränk zu schaffen, welches vor allem durch seine prickelnde Frische überzeugen soll. Das Ergebnis war die Gründung der Ahoj Brause in Form der Robert Friedel GmbH im Jahre 1925. Von da an ist die Geschichte der Brause in Deutschland eng mit dieser Unternehmensgeschichte verbunden. So kam es in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts einerseits zu einer Namensänderung des Unternehmens, wonach dieses den heutigen Namen Frigeo Ahoj-Brause trug. Darüber hinaus entwickelte sich eine immer größere Bandbreite an Brauseangeboten und zahlreiche Plakataktionen, welchen auch das heutige brausetypische Seemannsymbol zu verdanken ist. In den 70er Jahren beschränken sich die Brauseprodukte nun nicht mehr nur auf Getränke, sondern es werden weitere Bonbons und Lollys in das Sortiment aufgenommen, welche auch aus diesem Brausepulver bestehen. Die Bekanntheit dieses Pulvers spiegelt sich im 20. Jahrhundert auch in der Literatur wieder. So kommen Brausebonbons und Brausepulver beispielsweise in "Harry Potter" und "Die Blechtrommel" vor. Heutzutage wird Brausepulver nicht nur von Kindern konsumiert. Vielmehr ist dieses auch ein Kultgetränk bei allen Altersklassen. So wird dieses beispielsweise oftmals in Discotheken und Kneipen zusammen mit Vodka angeboten, was wiederum in manchen Regionen unter dem Namen "Porno Vodka" geläufig ist. Dabei wird zunächst das Brausepulver in den Mund genommen, wonach dieses mit dem hochprozentigen Getränk heruntergespült wird.
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Wer erinnert sich nicht an Kinderzeiten, da man nach der Schule gelbes, rotes, grünes und orangenes Brausepulver...