8. Juni 2009
Eine Zytomegalie verursacht verschiedene Symptome, auch abhängig vom Alter des Patienten. Die Diagnostik ist in der Regel sehr umfangreich.
Die Zytomegalie ist eine Infektionskrankheit, die sich durch verschiedenste Symptome äußert. Besonders bei kleinen Kindern verläuft die Krankheit oftmals ohne jegliche Symptome. Erkrankt jedoch eine schwangere Frau an dem Virus, kann dies zu Missbildungen beim ungeborenen Kind führen. Auch Fehlgeburten können die Folge der Erkrankung sein.
Meist äußert sich die Erkrankung durch Fieber und geschwollene Lymphknoten. Das Fieber dauert lange Zeit an und tritt meist bei Patienten auf, deren Abwehrkräfte stark geschwächt sind. Ein weiteres Symptom der Erkrankung ist eine Netzhautentzündung des Auges. Diese äußert sich durch schlechteres und verschwommenes Sehen. Die Sehkraft wird immer schlechter und schließlich erblindet der Patient, wenn keine Behandlung erfolgt. Auch Beschwerden im Magen-Darm-Bereich wie Schmerzen im Bereich des Brustbeins, Durchfall und krampfartige Bauchschmerzen können auftreten. Der Patient hat kaum Appetit und verliert auch an Gewicht.
Die Zytomegalie kann auch die Nieren schädigen und eine Gehirnentzündung auslösen. Oftmals kommt es im Rahmen der Erkrankung auch zu einer Lungenentzündung. Die Patienten haben hier einen trockenen Husten.
Da die Symptome oftmals unspezifisch sind, werden oft etliche Untersuchungen durchgeführt, bis die Diagnose feststeht.
Der Arzt führt eine körperliche Untersuchung durch und nimmt Blut ab. Die Zytomegalie verursacht erhöhte Leberwerte, die jedoch auch auf andere Erkrankungen, wie zum Beispiel eine Hepatitis, hinweisen könnten. Meist wird auch eine Röntgenaufnahme angefertigt. Auf dem Bild kann der Arzt Gewebeablagerungen erkennen.
Auch eine Bronchoskopie kann zur Diagnose führen. Bei dieser Untersuchung werden die Bronchien mit einem biegsamen Schlauch, dem Endoskop, untersucht. Während der Untersuchung können auch Gewebeproben entnommen werden, die zur weiteren Untersuchung ins Labor gegeben werden. Unter dem Mikroskop kann hier der Erreger der Zytomegalie festgestellt werden.
Bei einer schwangeren Frau, die an Zytomegalie erkrankt ist, wird zusätzlich meist eine Fruchtwasseruntersuchung vorgenommen. Durch die Untersuchung kann festgestellt werden, ob sich auch das ungeborene Baby infiziert hat.
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