Wundstarrkrampf ist eine Infektionskrankheit, die durch das Gift der Tetanusbakterien hervorgerufen wird. Die Erreger kommen in der Erde vor und dringen durch kleine Wunden der Haut in den Körper ein. Es kommt zu Krämpfen in Gesicht und Muskeln.
Der Wundstarrkrampf wird oft auch als Tetanus bezeichnet und ist eine Krankheit, die durch eine Bakterieninfektion ausgelöst wird. Besonders bei älteren Menschen endet sie in rund 25 bis 30 Prozent der Infektionen tödlich.
Verursacht wird der Wundstarrkrampf durch das Bakterium Clostridium tetani, welches sehr resistent ist und fast überall vorkommt. Zu der Infektion mit den sogenannten Clostridien kommt es in den meisten Fällen durch das Eindringen der Bakterien über eine offene Wunde. Von den Bakterien wird dann das Exotoxin Tetanustoxin produziert, das nach einer Inkubationszeit von 3 bis 60 Tagen bei den betroffenen Personen zu Krankheitserscheinungen wie Krämpfen und Lähmungserscheinungen, die im Gesicht beginnen und sich in der Folge auf den ganzen Körper ausbreiten, führt.
Durch eine konsequente Durchimpfung der Bevölkerung tritt der Wundstarrkrampf in Deutschland nur noch selten auf. Verletzt sich ein nicht geimpfter Mensch, dann kann durch rechtzeitige Impfung bei ihm verhindert werden, dass die Bakterien Tetanustoxin herstellen. Wenn es zu den bekannten Anzeichen von Tetanus kommt, dann bestehen die therapeutischen Möglichkeiten nur noch in deren Linderung – es gibt bis heute noch kein Gegenmittel gegen das Exotoxin.
Als therapeutische Maßnahmen wird in diesem Fall die Wunde breitflächig gesäubert und offen behandelt, um eine sauerstoffreiche Umgebung der Wunde zu schaffen. Des Weiteren werden hochdosierte Antibiotika verabreicht und die Muskeln medikamentös entspannt. Eine gezielte aktive Immunisierung regt die Bildung von körpereigenen Antikörper bei der betroffenen Person an.
Durch die Verabreichung von Tetanus-Immunglobulin kann noch nicht vom Hirn aufgenommenes Tetanustoxin neutralisiert werden. Auch das Lagern des Patienten in einem dunklen und ruhigen Raum sowie die Einnahme von Beruhigungsmitteln führt zu einer Linderung der Beschwerden.
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