19. Oktober 2009
Von Viola Reinhardt
Nach einem Sommer mit Wärme und viel Sonnenschein, fällt es nicht gerade einfach die Herbst- und Winterzeit genauso freudig zu erleben, wie es die warme und helle Jahreszeit allgemein mit sich bringt. In einen Herbstblues oder auch eine Winterdepression zu verfallen, ist demzufolge nicht weiter verwunderlich, allerdings kann das Gefühl der Antriebslosigkeit und dunkler Gedankengänge den Alltag deutlich erschweren und zeitgleich eine gewisse Mutlosigkeit heraufbeschwören. Sofort mit Antidepressiva dagegen anzugehen sollte jedoch erst dann der Fall sein, wenn folgende Tipps Ihnen nicht weiterhelfen, denn oft machen diese Medikamente alles noch schlimmer.
Es werde Licht und Farbe
Aufgrund der kurzen, wolkenverhangenen und dunklen Tage, ist eines der wichtigsten Gegenmittel bei einer Winterdepression den entstehenden Lichtmangel auszugleichen. Gleich zwei wertvolle Tipps helfen hier diesen Mangel an Helligkeit zu kompensieren. Zum einen sollten Sie täglich für mindestens dreißig Minuten nach draußen gehen. Auch wenn es relativ trüb und grau ist, kommt genug Helligkeit auf die Erde, um diese "aufzufangen". Stürmt es gar zu sehr oder regnet und schneit es zu stark, dann bewährt es sich zuhause im kuschelig Warmen eine Lichttherapie durchzuführen. Das einzige was man hierbei benötigt ist eine Lampe in der eine spezielle Glühbirne zu finden ist, die eine Leuchtkraft von 10.000 Lux beinhaltet. Bereits täglich rund 15-20 Minuten sind sehr effektiv, wenn das Gemüt sich als mehr trübe erweist als es ein Novemberhimmel sein kann. Alternativ kann man die Lichttherapie auch gegen eine Farbtherapie austauschen, die mittels 12 Farbfolien einen "anstrahlt" und dank verschiedener Eindringtiefen in der Haut nicht nur die Laune anhebt, sondern zeitgleich auch noch bei der einen oder anderen körperlichen Beschwerde helfen kann.
Mit Schwung gegen Antriebslosigkeit und seelische Verstimmung
Ein weiterer Punkt in Sachen Herbstblues-Vertreibung ist die Bewegung. Viele Botenstoffe im Körper, so etwa Serotonin oder Melatonin, werden durch eine regelmäßige Bewegung erst so richtig in Schwung gebracht. Dank unterschiedlicher Stoffwechselvorgänge während dem Sporttreiben oder auch nur einem flotten, längeren Spaziergang, werden zudem Endorphine ausgeschüttet, die ebenfalls Indikatoren für eine leichtere Gemütslage sind. Besonders wirksam erweist sich die tägliche Bewegung, wenn man sie draußen absolviert, da man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe in Sachen Winterdepression schlagen kann. Rad fahren, Walken, Inliner fahren, Reiten oder auch Joggen sind geradezu optimal, da man seine Portion frische Luft und Helligkeit gleich mitgeliefert bekommt.
Orangen und Co bieten der Winterdepression Paroli
Auch das Thema Ernährung spielt bei einem Herbstblues oder einer Winterdepression eine wichtige Rolle. Aufgrund der depressiven Verstimmung überkommt einen zumeist ein wahrer Heißhunger auf Süßigkeiten. Es spricht absolut nichts dagegen, wenn man diesen Hipper mit ein oder zwei Stückchen Schokolade befriedigt, doch greift man ständig dazu, kehrt sich die tolle Wirkung der Kakaobohne ins Gegenteil um. Wesentlich besser ist es dann zu viel frischem Obst, wie etwa Orangen, Mandarinen oder Kiwi zu greifen, da diese nicht nur einen Einfluss auf die Laune ausüben können, sondern zusätzlich viele wertvolle Vitamine und andere Nährstoffe liefern und die Figur in Schuss halten. Starten Sie den Tag mit einem Obstsalat oder einem großen Glas frisch gepresstem Saft und beenden Sie den gleichen Tag m mit einem heißen Kakao. Sie werden die Wirkung gewiss rasch spüren.
Hilfreiche Extra-Tipps mit Wirkkraft
Zu guter Letzt noch ein paar kleine Extra-Tipps, die Ihnen dabei helfen können sich auch im Winter besser zu fühlen. Umgeben Sie sich mit leuchtenden Farben in Orange, Rot oder Gelb und sei es nur in Form eines Kissens auf dem Sie liegen oder ein Schal. Eine Duftlampe mit Zitronen- oder Mandarinenöl verhilft ebenso dazu sich besser und leichter zu fühlen als auch Räucherstäbchen. Massagen, Saunabesuche, Spielabende im Kreis der Familie oder mit lieben Freunden, sowie ab und an ein ganz persönlicher Wellnesstag mit einem Besuch bei der Kosmetikerin oder einem Freizeitbad, beleben auf eine ganz besondere Art und Weise. Plant man solche "Zuckertage" ganz bewusst, dann stellt sich gleichzeitig neben einem Verblassen der Winterdepression auch noch eine gehörige Portion Vorfreude ein. Und die ist bekanntermaßen einer der schönsten Freuden überhaupt, auch und besonders im Winter.
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