4. November 2009
Von Viola Reinhardt
Kopfschmerzen, die auf einer Nervenentzündung basieren, sind äußerst schmerzhaft. Vielfach helfen gerade bei einer so genannten Trigeminusneuralgie Tabletten nicht wirklich weiter und lassen die Betroffenen fast verzweifeln. Zumeist trifft solch eine Entzündung Menschen im Alter von über sechzig Jahren, laut Statistik sogar 70% der Patienten, wobei es sich nicht nur um eine Erkrankung der älteren Generation handelt. Eine Myroflex-Therapie kann jedoch bei der Trigeminusneuralgie eine sehr gute Hilfe darstellen und das auf eine sanfte Art und Weise.
Der Trigeminusnerv zieht sich vom Gehirn beginnend in drei Ästen bis zu den Augen, den Ohren und dem Kiefer. Unterliegt er einer Entzündung, dann wirkt sich diese über all diese Äste aus und verursacht nicht nur Kopfschmerzen, sondern vor allem auch Schmerzen im Gesicht und in der Halswirbelsäule, die der obere Startpunkt des Trigeminusnervs ist. Oftmals ist die Halswirbelsäule denn auch der Auslöser oder besser gesagt, Verspannungen in diesem Bereich. Ständig hochgezogene Schultern, eine falsche Sitz- oder Gehhaltung und übermäßige Computerarbeit sind hierbei die Ursachen, wenn der Schmerz sich an der Halswirbelsäule zeigt. Durch die anhaltende Verspannung kommt es folglich zu ständigen Reizungen auch und besonders an den Nervenbahnen, sodass man hier der Trigeminusneuralgie richtig Vorschub leistet.
Eine Myroflex-Therapie, durchgeführt von einem Physiotherapeuten, erweist sich besonders bei dieser Erkrankung als eine heilunterstützende Behandlung. Mittels Massagen werden bestimmte Druckpunkte sanft stimuliert, um so die Verspannungen nach zu nach aufzulösen. Hierbei ist die Halswirbelsäule ebenso involviert als auch unterschiedliche Druckpunkte im Gesichtsbereich und an den Ohren. Dank dieser Stimulation werden die Gefäße, die Muskeln, Sehen, Bändern und Nerven entlastet, sodass der eigentliche Nerv im Gehirn nicht mehr permanent gereizt wird.
Manchmal wird der Physiotherapeut während der Myroflex-Therapie auch Fernpunkte behandeln, die gezielt Punkte anspricht ohne diese jedoch direkt zu berühren. Solche Fernpunkte führen beispielsweise vom Bauch bis zum Hinterkopf, finden sich allerdings auch an den Beinen, Armen, Schultern oder dem Brustkorb. Sanftes Strecken und Dehnen erwirkt bei der Stimulation per Fernpunkte den gleichen Effekt wie bei der Stimulierung der direkten Druckpunkte.
Zeitlich benötigt man je Behandlungstermin rund 45 Minuten, wobei für eine gezielte und effektive Behandlung mit der Myroflex-Therapie zehn Termine angesetzt werden. In den meisten Fällen zeigt sich dann relativ rasch eine deutliche Verbesserung des Gesundheitszustandes und oftmals nach der letzten Behandlung auch ein gänzliches Verschwinden der Schmerzen.
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