Tourette-Syndrom

Eine Störung des Botenstoffwechsels im Gehirn, die durch verschiedenartige Tics gekennzeichnet ist

Das Tourette-Syndrom ist eine neuropsychiatrische Erkrankung des Nervensystems. Dabei treten einzelne oder serienartige unwillkürliche, schnelle und meistens heftige Bewegungen, die von unterschiedlichen sprachlichen Äußerungen begleitet werden, auf.

Frau hält sich genervt die Ohren zu
Frustrated young blond woman with fingers in ears © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Das Tourette-Syndrom ist eine psychische Beeinträchtigung, die sich körperlich auf verschiedene Art und Weise bemerkbar machen kann. Generell kann das Tourette in die Klasse der Zwangserkrankungen eingestuft werden und stellt mit ihren "Tics" die wohl schwerste Zwangserkrankung dar.

Symptome

Zumeist macht sich das Tourette-Syndrom durch

  • immer wiederkehrende, individuell verschiedene Körperbewegungen und
  • oftmals vulgäre oder ordinäre Ausrufe

bemerkbar. Oft kann man beispielsweise Bewegungen erkennen, die den betroffenen Menschen lächerlich aussehen lassen. Hierzu gehören beispielsweise

  • das Nachziehen eines Beines
  • das Verdrehen der Augen
  • das Schneiden von Grimassen oder
  • das Berühren-Müssen verschiedener Gegenstände oder Personen.

Die Frequenz dieser Zwangshandlungen ist nicht steuerbar vom an Tourette erkrankten Menschen.

Häufig zeichnen sich an Tourette erkrankte Menschen durch eine überdurchschnittliche Intelligenz aus. Sie sind im Gegensatz zu autistisch erkrankten Menschen sehr an einem großen Freundeskreis und Bekanntschaften interessiert, stoßen jedoch immer wieder auf Unverständnis oder Angst der Gesellschaft vor dem seltsam anmutenden Gebaren, das die Krankheit mit sich bringt.

Sie erleben somit permanent das Gefühl der Ausgrenzung aus dem öffentlichen Leben. Dieser Umstand kann wiederum Folgeerkrankungen wie beispielsweise Depressionen oder eine Verstärkung der Tourette-Symptome mit sich bringen, was einen Teufelskreis nach sich ziehen kann

Nach eigenen Angaben können manche von Tourette Betroffene ihre Zwangshandlungen eine Zeit lang unterdrücken, fühlen sich jedoch währenddessen wie eine gespannte Feder, die sich irgendwann entladen muss.

Ursachen und Behandlungen

In den meisten Fällen ist das Tourette-Syndrom angeboren (primäre Ticstörung). Die Ursachen sind dabei nicht eindeutig geklärt; man geht jedoch von Störungen im Gehirnstoffwechsel aus. In sehr seltenen Fällen kann das Tourette-Syndrom als Symptom anderer Störungen auftreten; Mediziner sprechen dann von einer sekundären Ticstörung. Auslöser können hierbei beispielsweise

Behandelt wird das Tourette-Syndrom je nach Ausmaß mit

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Grundinformationen zum Tourette-Syndrom

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