7. Dezember 2010
Eine Vergrößerung der Schilddrüse wird auch als Kropf bezeichnet. Durch eine Operation lässt sich der Kropf entfernen.
Spricht man von einem Kropf (Struma), meint man damit eine Vergrößerung der Schilddrüse. Diese kann sowohl gutartig als auch bösartig sein.
Eine Schilddrüsenvergrößerung wird oftmals durch einen Mangel an Jod verursacht, der wiederum durch eine jodarme Ernährung entsteht. Aber auch im Rahmen von bestimmten Autoimmunerkrankungen, wie zum Beispiel Morbus Basedow, kann es zu einer Verdickung der Schilddrüse kommen. Weitere mögliche Gründe für eine Schilddrüsenvergrößerung können eine Thyreoditis (Schilddrüsenentzündung), gutartige Adenome und Zysten sowie ein bösartiges Schilddrüsenkarzinom sein.
Ein Kropf ohne Hormonaktivität läuft meist ohne Symptome ab, sodass es nur zur einer Verdickung des Halses kommt. Durch eine starke Vergrößerung können jedoch andere Körperstrukturen in Mitleidenschaft gezogen werden, was häufig zu Atemproblemen führt. Auch Schluckstörungen sind im Bereich des Möglichen. Im Rahmen von Morbus Basedow kommt es zu Beschwerden wie Nervosität, Unruhe, häufigem Hunger und Gewichtsabnahme. Bei einer Entzündung der Schilddrüse treten auch schmerzhafte Schwellungen und Fieber auf. Besonders gefährlich sind so genannte kalte Knoten, die im Gegensatz zu den heißen Knoten keine Schilddrüsenhormone produzieren. Sie sind oftmals ein Anzeichen für einen bösartigen Tumor.
Behandelt werden kann eine Schilddrüsenvergrößerung sowohl auf konservative als auch auf operative Weise. Eine Operation muss immer dann vorgenommen werden, wenn eine mechanische Beeinträchtigung anderer Körperstrukturen, wie der Luftröhre oder der Speiseröhre, vorliegt oder der Verdacht auf ein Schilddrüsenkarzinom besteht.
Durchgeführt wird eine Schilddrüsenoperation stets in Vollnarkose. Zu Beginn des Eingriffs nimmt der behandelnde Chirurg einen Schnitt im unteren Bereich des Halses von rechts nach links vor. Ob ein oder zwei Lappen der Schilddrüse zum Teil oder sogar gänzlich herausoperiert werden, hängt vom jeweiligen Befund ab und kann im Vorfeld nicht immer geplant werden. Handelt es sich um nichtbösartige Schilddrüsenerkrankungen, entfernt man sämtliches knotiges Gewebe vollständig, denn wenn Reste übrig bleiben, können diese erneut zur Bildung eines Kropfs führen. Darüber hinaus besteht das Risiko, das sich bösartige Wucherungen im Gewebe befinden. Leidet der Patient unter Morbus Basedow, entfernt man oftmals auch Gewebe, das normal zu sein scheint, um eine weitere Überfunktion zu verhindern. Für den Fall, dass ein bösartiger Tumor besteht, ist es häufig erforderlich die Schilddrüse komplett zu entfernen.
Zum Ende der Operation legt man Drainageschläuche an, um für den Abfluss der Wundflüssigkeit zu sorgen. Schon nach ein paar Tagen können die Drainagen wieder entfernt werden.
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