18. Juli 2009
Der Arzt kann nur die Symptome der Kinderlähmung behandeln. Man kann der Kinderkrankheit sehr gut vorbeugen.
Da die Kinderlähmung durch Viren verursacht wird, hilft hier kein Antibiotikum. Die Krankheit kann somit nur symptomatisch behandelt werden.
In jedem Fall müssen die Patienten von gesunden Menschen soweit wie möglich isoliert werden, damit diese sich an den Körperausscheidungen nicht anstecken können. Pflegende Personen tragen daher Handschuhe und Schutzkleidung, um sich nicht selbst zu infizieren.
Die Patienten müssen sich schonen und sollten Bettruhe einhalten. Gegen die Muskelschmerzen und evtl. auftretenden Lähmungen werden krankengymnastische Übungen verordnet. Zusätzlich erhalten die Patienten Medikamente gegen die Schmerzen und die Entzündungen.
Patienten mit Lähmungen müssen im Bett regelmäßig umgelagert werden, um sich nicht wund zu liegen.
Liegt eine schwere Form der Kinderlähmung vor, erfolgt eine Behandlung auf der Intensivstation eines Krankenhauses. Da nicht nur die Extremitäten von den Lähmungen betroffen sind sondern auch die Atmungsorgane, erfolgt meist eine maschinelle Beatmung des Patienten, da er aufgrund der Lähmungen nicht mehr selbstständig atmen kann.
Auch wenn die Krankheit überstanden ist, müssen die Patienten noch weiter zur Krankengymnastik gehen, um die Folgeschäden so gering wie möglich zu halten. Teilweise benötigen die Patienten auch Hilfsmittel aus dem Orthopädiebereich wie zum Beispiel einen Rollator oder einen Rollstuhl.
Ein wirksamer Schutz vor der Kinderlähmung ist die Schutzimpfung. Diese wird routinemäßig allen Säuglingen verabreicht und sollte bis zum 18. Lebensjahr regelmäßig aufgefrischt werden. Die Ständige Impfkommission empfiehlt auch für Erwachsene eine Auffrischung, wenn sie Auslandsreisen in gefährdete Gebiete planen oder im Gesundheitsbereich arbeiten.
Früher wurde die Impfung immer als Schluckimpfung auf einem Stück Zucker verabreicht. Da diese Impfung jedoch teils starke Nebenwirkungen (im schlimmsten Fall die Kinderlähmung selbst) hatte, gibt es zwischenzeitlich einen neuen Impfstoff, der gespritzt wird und wesentlich besser verträglich ist.
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