Hypochondrie

Eingebildete Kranke oder Hypochonder haben Krankheitsangst durch Überbewertung der Selbstwahrnehmung

Die von Hypochondrie betroffenen Personen leiden unter einer somatoformen Störung. Sie denken auch nach einer negativ ausgefallenen ärztlichen Untersuchung immer noch erkrankt zu sein.

Kranke Frau auf Couch, ihr Mann bringt ihr Medikament
Carring husband looking after his sick wife © Sean Prior - www.fotolia.de

Bei der Hipochondrie werden die Betroffenen, die so genannten Hypochonder, schnell und leichtfertig als eingebildete Kranke bezeichnet. Dahinter verbirgt sich jedoch ein ernstzunehmendes Krankheitsbild mit einer somatoformen Störung; man geht von einer psychischen Störung aus.

Eine ausgeprägte Angst davor, ernsthaft erkrankt zu sein, steht im Vordergrund. In der medizinischen Terminologie spricht man von einer Hypochondrischen Störung.

Krankheitsbild

Die Patienten leiden unter Missempfindungen bis hin zu Schmerzen, ohne dass ein objektiver medizinischer Befund diagnostiziert werden kann. Betroffen können alle Organe und Körperteile sein, in einigen Fällen zentriert sich die Angst auf ein spezifisches Krankheitsbild.

Eine übertriebene Selbstbeobachtung lässt immer neue mögliche Symptome entdecken. Sowohl für die Betroffenen, als auch für Angehörige entsteht ein großer Leidensdruck. Frauen und Männer sind gleichwohl betroffen.

Behandlung

Die hypochondrische Störung lässt sich nur schwer zu einer psychosomatischen Erkrankung abgrenzen und braucht professionelle Unterstützung. Hilfe erfahren Betroffene meist nur in langjähriger psychotherapeutischer Begleitung. Selbsthilfegruppen bringen Halt, Aufklärung und helfen aus der Isolation.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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