9. April 2009
Der graue Star wird meist operativ behandelt. Man kann dem grauen Star nur bedingt vorbeugen.
Im Rahmen einer Operation wird den Patienten eine neue Linse in das Auge eingesetzt. Der Eingriff wird heutzutage in der Regel ambulant in örtlicher Betäubung durchgeführt und stellt einen Routineeingriff dar. Man unterscheidet hier zwei Operationsmethoden: Die so genannte extrakapsuläre sowie die intrakapsuläre Operation. Bei der extrakapsulären Augenoperation entfernt der Augenarzt nur das Innere der Linse. Bei der intrakapsulären Operation hingegen wird die komplette Linse entfernt und ausgetauscht. Diese Form der Augenoperation wird heutzutage jedoch nur noch durchgeführt, wenn die extrakapsuläre Operation nicht möglich ist. Bei beiden Operationsmethoden wird ein Teil oder die gesamte Linse entfernt und muss somit ersetzt werden. Hier stehen verschiedene Produkte zur Auswahl. Dazu gehören spezielle Kontaktlinsen, eine so genannte Starbrille oder eine intraokulare Linse. Die intraokulare Linse wird am häufigsten verwendet. Man unterscheidet hier verschiedene Formen und Materialien. Die Linse wird in das Auge implantiert und bleibt dort lebenslang.
Wann die Operation stattfindet, hängt von den Beschwerden und der persönlichen Einstellung des Patienten ab. Grundsätzlich kann sie jederzeit erfolgen.
Der angeborene graue Star wird so bald wie möglich nach Diagnosestellung operiert, um hier ein optimales Ergebnis zu erzielen.
Trotz Operation benötigen die meisten Patienten besonders zum Lesen anschließend noch eine Brille, es sei denn, es wurde eine so genannte Multifokallinse eingesetzt. Hier benötigen die Patienten oftmals keine Sehhilfe mehr, haben jedoch den Nachteil, dass sie sich durch helles Licht stark geblendet fühlen und Kontraste schlechter erkennen können.
Nach der ambulanten Operation können die Patienten wieder nach Hause. Sie müssen jedoch einige Vorsichtsmaßnahmen beachten, um den Behandlungserfolg nicht zu gefährden. Dazu gehört zum Beispiel dass in der ersten Zeit nach der Operation nicht geschwommen werden darf, damit kein Wasser ins Auge gelangen kann. Auch Sport sollte nicht betrieben werden.
Etwa einen Monat nach der Operation kann ein Optiker den Patienten eine Sehhilfe in der neuen Sehstärke anpassen.
Ein grauer Star muss immer operiert werden, um einen Heilungserfolg zu erzielen. Durch Medikamente kann keine Heilung erzielt werden.
Einem grauen Star kann nicht vorgebeugt werden.
Alle Patienten, die unter einer Grunderkrankung wie Diabetes mellitus leiden, sollten sich jedoch regelmäßig augenärztlich untersuchen lassen, um gegebenenfalls so früh wie möglich eine Behandlung einleiten zu können.
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