9. April 2009
Der graue Star verursacht längere Zeit keinerlei Beschwerden. Die Diagnostik erfolgt bei einem Augenarzt.
Zu Beginn der Augenerkrankung bemerken die Betroffenen noch keine Beschwerden. Im Verlauf sehen die Patienten jedoch nur noch unscharf und haben das Gefühl, durch einen Schleier hindurch zu sehen. Schreitet der graue Star, auch Katarakt genannt, weiter fort, sehen die Patienten nur noch wie durch ein Milchglas. Auch das Farbsehen und das räumliche Versehen verschlechtern sich zusehends.
Einige Patienten fühlen sich auch durch das Sonnenlicht extrem geblendet. Gleiches gilt auch, wenn Katarakt-Patienten bei Dunkelheit Auto fahren und ihnen ein Auto mit Licht entgegenkommt.
Ein scheinbar positives Symptom für einige Patienten besteht darin, dass sie ihre Lesebrille plötzlich nicht mehr benötigen und auch ohne Brille gut lesen können.
Einige Patienten sehen im Rahmen der Erkrankung auch Doppelbilder.
Wird die Erkrankung nicht rechtzeitig behandelt, erblinden die Patienten. Die Patienten bekommen nach und nach eine graue Pupille, woraus die Krankheitsbezeichnung "grauer Star" resultiert.
Der graue Star kann in seltenen Fällen auch angeboren sein und betrifft dann bereits die Säuglinge. Säuglinge mit einem angeborenen grauen Star schielen und haben nur eine eingeschränkte Sehfähigkeit.
Im Rahmen seiner Diagnostik führt der Augenarzt eine eingehende Augenuntersuchung durch. Teilweise werden dem Patienten dazu vor der Untersuchung auch Tropfen in die Augen gegeben, um die Pupillen zu erweitern.
Wird ein grauer Star bei jungen Patienten diagnostiziert, kann dies auch der Hinweis auf eine Grunderkrankung wie zum Beispiel Diabetes mellitus sein. Hier erfolgt dann zusätzlich eine körperliche Untersuchung mit Blutabnahme beim Hausarzt.
Besteht ein angeborener grauer Star wird die Diagnose meist im Säuglings- oder Kleinkindalter gestellt. Der Kinderarzt untersucht bei den empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen (so genannte U-Untersuchungen) auch immer die Augen der Kinder. Stellt er hier Auffälligkeiten fest, wird er das Kind zu einem Augenarzt überweisen, der dann die Diagnose grauer Star stellt.
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Das Fachbuch Der graue Star von Philip Awdry, C. S. Nicholls und Cornelia Hoberhold.
