23. September 2008
Von Tanja Tasci
Farbenblindheit betrifft mehr Menschen als gemeinhin angenommen. Das Leben mit der Farbenblindheit gestaltet sich oft schwierig und oft sind es die kleinen Dinge, die das Leben mit der Farbenblindheit erschweren.
Grundsätzlich werden drei Arten der Farbenblindheit unterschieden. Totale Farbenblindheit (Monochromasie) bei der nur verschiedene Varianten von schwarz und weiß gesehen werden, alle Farben werden als Grautöne wahrgenommen. Eine weitere Variante ist das Zweifarbensehen (Dichromasie), diese Variante gilt im Volksmund als Farbenblindheit. Hier wird nochmals unterschieden zwischen Rotblindheit, Grünblindheit und Blaublindheit. Die Dritte Variante der Farbenblindheit ist das anomales Dreifarbensehen (Anomale Trichromasie), hier werden grundsätzlich alle Farben gesehen, jedoch ist eine der drei Komponenten unterentwickelt und so können Farben nicht immer klar zugeordnet werden.
Da bei allen Varianten der Farbenblindheit alle oder Teilfarbgebiete nicht erkannt werden, wird die Umwelt anders wahrgenommen und so kommt es immer wieder zu Verwechslungen. Schon die Auswahl der Kleidung wird durch Farbenblindheit zum Rätselraten und es wird Hilfe benötigt. Tricks um die Farben wirklich unterscheiden zu können gibt es leider nicht und auch Therapiemöglichkeiten gibt es nach heutigen Erkenntnissen auch nicht. Einzig und allein stark farblich getönte Brillen oder Kontaktlinsen verbessern die Farbunterscheidungen für die Patienten bei Tageslicht. Diese leichte Verbesserung hilft allerdings nur bedingt bei der Alltagsbewältigung.
Auch wenn Farbenblindheit keine gefährliche Krankheit ist, so wird dieser Augenfunktionsdefekt oft unterschätzt. Schon in der Schulzeit gibt es oft Probleme sobald Farben im Spiel sind. Später wird die Berufswahl durch die Farbenblindheit stark eingeschränkt. Auch im Alltag gibt es immer wieder Situationen durch die Farbenblindheit die peinlich für den Betroffenen sind, hier sind verschieden farbene Socken das geringste Übel. Oft resultieren aus der Farbenblindheit psychische Probleme, die oft einer langjährigen Behandlung erfordern. Eltern farbenblinder Kinder sollten deshalb früh beginnen sich mit der Farbenblindheit ausführlich auseinander zu setzen und möglichst offen mit ihr umzugehen.
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