19. Oktober 2009
Die besten Heilungschancen bestehen, wenn der komplette Dickdarmkrebs entfernt werden kann. Es gibt einige Maßnahmen, um der Entstehung eines Dickdarmkrebses entgegenzuwirken.
Wie genau die Therapie eines Dickdarmkrebses aussieht, hängt entscheidend davon ab, wann er diagnostiziert wird. Wird der Tumor frühzeitig erkannt, erfolgt meist eine Operation. Kann der komplette Tumor entfernt werden, bestehen sehr gute Heilungschancen. Im Rahmen der Operation wird auch gesundes Gewebe um den bösartigen Tumor herum entfernt, um sicherzugehen, den kompletten Tumor entfernt zu haben. Während der Operation werden meist auch die angrenzenden Lymphknoten entfernt, da sich hier sehr häufig die ersten Metastasen bilden. In einigen Fällen muss dem Patienten kurzzeitig oder dauerhaft ein künstlicher Darmausgang gelegt werden. Dies ist abhängig davon, wie viel Darm während der Operation entfernt werden musste.
Haben sich bereits Metastasen in den Lymphknoten gebildet oder hat der Tumor schon gestreut (Metastasen), so wird im Anschluss an eine Operation in der Regel eine Chemotherapie oder Strahlentherapie durchgeführt. Durch diese Behandlungsmethode sollen die restlichen Tumorzellen im Körper zerstört werden. Oftmals werden diese Therapien auch vor einer Operation angewendet, um den Tumor im Vorfeld zu verkleinern.
Ist der Krebs bereits soweit fortgeschritten, dass eine Heilung nicht mehr möglich ist, wird eine so genannte palliative Therapie eingeleitet. Der Patient kann dann nicht mehr geheilt werden, jedoch soll ihm die letzte Zeit erleichtert werden. Die Ärzte versuchen im Rahmen dieser Therapie alles, um die Lebensqualität des Patienten noch zu verbessern. Oftmals schafft eine Operation eines Teiles des Tumors für einige Zeit Erleichterung. Auch eine Chemotherapie kann zum Wohlbefinden des Patienten beitragen.
Im Anschluss an die akute Behandlung des Dickdarmkrebses folgt eine mehrwöchige Rehabilitationsbehandlung in einer speziellen Fachklinik. Im Rahmen dieser stationären Behandlung lernt der Patient mit seiner schweren Erkrankung und den evtl. begleitenden Beschwerden (zum Beispiel künstlicher Darmausgang) umzugehen.
Nach der Behandlung ist eine regelmäßige Krebsnachsorge zwingend notwendig. Während dieser ärztlichen Untersuchung wird dem Patienten Blut abgenommen und neben einem Blutbild auch die Tumormarker bestimmt. Sind diese wieder erhöht, spricht dies für eine Metastasenbildung oder eine weitere Krebserkrankung. Auch Ultraschalluntersuchungen oder eine Computertomografie- bzw. Magnetresonanztomografieaufnahme gehören zu der Routinenachsorge.
Um einem Dickarmkrebs vorzubeugen, sollte man die Risikofaktoren wie ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel, Rauchen und Alkohol ausschalten.
Zusätzlich sollten alle Menschen ab einem Alter von fünfzig Jahren an der Krebsvorsorgeuntersuchung teilnehmen. Bis zu einem Alter von 54 Jahren haben alle Menschen Anspruch auf die Untersuchung nach okkultem, also unsichtbarem Blut. Hier können bereits winzigste Blutbeimengungen festgestellt werden und der Darmkrebs in seiner frühesten Erkrankungsphase erkannt werden. Die Patienten erhalten dazu so genannte "Stuhlbriefchen". An drei Tagen wird hier eine Stuhlprobe auf das "Briefchen" gegeben. In der Arztpraxis wird eine spezielle Lösung auf die Stuhlprobe gegeben, die unsichtbares Blut anzeigen kann.
Ab einem Alter von 55 Jahren haben alle Menschen Anspruch auf eine Darmspiegelung.
Grundsätzlich sollten alle Menschen sofort einen Arzt aufsuchen, wenn sie Stuhlveränderungen feststellen oder sich Blut im Stuhlgang befindet.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
06.01.11 | |
![]() | DICKDARMKREBS |
15.10.10 | |
![]() | DICKDARMKREBS |
30.04.10 | |
![]() | DICKDARMKREBS |
30.01.10 | |
![]() | DICKDARMKREBS |
24.12.09 | |
![]() | DICKDARMKREBS |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Dickdarmkrebs Forum


Von dem Autor Werner Matek zu der Krankheit Dickdarmkrebs das Buch Früherkennung und Nachsorge des Dickdarmkrebses.
