2. Dezember 2010
Unter einem diabetischen Fuß versteht man das Diabetische Fußsyndrom, eine späte Komplikation von Diabetes mellitus. Kommt es dabei zu absterbendem Gewebe, ist eine Operation unumgänglich.
Beim diabetischen Fuß, der auch als Diabetisches Fußsyndrom (DFS), bezeichnet wird, handelt es sich um eine Spätkomplikation von langjährigem Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit). Dabei kommt es zu Durchblutungsstörungen und Nervenschäden, in deren Folge schlecht heilende Geschwüre und Wunden auftreten können. Im schlimmsten Fall ist sogar eine Amputation erforderlich.
Etwa 25 Prozent aller Diabetiker sind von einem diabetischen Fuß betroffen. Hervorgerufen wird das Fußsyndrom entweder von einer diabetischen Angiopathie oder einer Neuropathie. Während es sich bei der Angiopathie um eine Gefäßerkrankung handelt, ist die Neuropathie eine Nervenerkrankung. Rund 50 Prozent aller diabetischen Fußsyndrome werden von einer Neuropathie verursacht, die wiederum durch die jahrelange Mangelversorgung durch die Zuckerkrankheit entsteht. Aufgrund der Nervenschädigungen führt der Betroffene die Abrollbewegungen beim Gehen nicht mehr richtig aus. Dies hat zur Folge, dass die Großzehe ständiger Druckbelastung ausgesetzt ist, wodurch es im weiteren Verlauf zu Druckstellen und schließlich offenen Wunden kommt. Eine Angiopathie führt hingegen zu Durchblutungsstörungen des Fußes, wodurch mit der Zeit ganze Geweberegionen absterben. In manchen Fällen können auch beide Erscheinungsformen zusammen auftreten.
Die Symptome bei einem diabetischen Fuß fallen unterschiedlich aus. So treten bei einer Neuropathie Schmerzen in der Nacht, rosafarbene Haut, Verhornungen und Geschwüre an den Füßen auf. Zudem kann es zu absterbendem Gewebe kommen, was man als Nekrose bezeichnet. Bei einer Angiopathie treten u.a. starke Schmerzen bei Belastungen, schmerzhafte Hautgeschwüre sowie Nekrosen in der Zehenregion auf.
Therapiert wird ein diabetischer Fuß in der Regel durch Behandlung der Wunden, Ruhigstellung, Entlastung der Druckstellen sowie Einstellung der Zuckerkrankheit. Tritt jedoch nekrotisches Gewebe auf, ist es zumeist erforderlich dieses durch eine Operation zu entfernen. Der Umfang der Operation hängt vom Ausmaß des abgestorbenen Gewebes ab. Während es in einigen Fällen ausreicht, das erkrankte Gewebe zu entfernen, ist in schlimmeren Fällen eine Amputation von Zehen oder sogar von Teilen des Fußes erforderlich. Ziel und Zweck des Eingriffes ist es, das abgestorbene Gewebe zu entfernen und das gesunde Gewebe zu erhalten, was sich allerdings nicht immer realisieren lässt. Manchmal ist es auch notwendig tiefer liegendes Gewebe, Sehnen, Gelenke oder Knochen zu entfernen.
Nach der Operation wird eine offene Wundbehandlung durchgeführt, was bedeutet, dass man die Wunde nicht vernäht, um eine bessere Wundheilung zu fördern.
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