Die Entfernung des Wurmfortsatzes

  • ,
  • von Paradisi-Redaktion
Nahaufnahme Blinddarmschnitt, Operation

Unter einer Blinddarmentzündung versteht man die Entzündung des Wurmfortsatzes des Blinddarms. Im Falle einer akuten Appendizitis wird der Wurmfortsatz operativ entfernt.

Ursachen einer Blinddarmentzündung

Spricht man von einer Blinddarmentzündung oder Appendizitis ist damit eine Entzündung des Appendix vermiforis gemeint. Dieser Wurmfortsatz befindet sich am blinden Ende des Dickdarmanteils. Unterschieden wird zwischen einer akuten und einer chronischen Appendizitis.

Vorkommen kann eine Blinddarmentzündung grundsätzlich in jedem Alter. Am häufigsten ist dies jedoch zwischen dem 10. und dem 30. Lebensjahr der Fall.

Verursacht wird eine Appendizitis zumeist von mechanischen Verlegungen, wie zum Beispiel durch Obstkerne. Manchmal ist aber auch eine bakterielle Infektion der Auslöser.

Unter bestimmten Umständen kann eine akute Blinddarmentzündung sehr gefährlich sein, denn wenn es zu einer Perforation des Wurmfortsatzes kommt, besteht das Risiko, dass der Eiter in die Bauchhöhle gelangt, woraus dann wiederum eine Peritonitis (Bauchfellentzündung) entstehen kann.

Eine Bauchfellentzündung ist jedoch lebensbedrohlich.

Symptome einer Blinddarmentzündung

Die Symptome bei einer Blinddarmentzündung sind meistens uncharakteristisch. So kann es zu Beschwerden wie starken, kolikartigen Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen kommen.

In den meisten Fällen muss bei einer Appendizitis eine Operation (Appendektomie) erfolgen, bei der der Wurmfortsatz chirurgisch entfernt wird. Dies ist notwendig, damit gefährliche Komplikationen wie eine Bauchfellentzündung, eine Vereiterung oder ein Durchbruch des Wurmfortsatzes verhindert werden können.

Operationsmöglichkeiten

Eine Appendektomie wird stets in Vollnarkose durchgeführt. Man unterscheidet zwischen zwei Varianten: der konventionellen Laparotomie (Bauchschnitt) und der operativen Bauchspiegelung (Laparoskopie). Bei dem Bauchschnitt handelt es sich um die klassische Blinddarm-Operation. Dabei nimmt der ausführende Chirurg einen Einschnitt am rechten Unterbauch vor und schneidet den Wurmfortsatz heraus. Anschließend wird die entstandene Darmöffnung wieder zugenäht.

Laparoskopie

In der heutigen Zeit wird jedoch immer mehr nach der so genannten Schlüsselloch-Chirurgie operiert. Das heißt, dass über einen kleinen Einschnitt in der Nähe des Bauchnabels ein Laparoskop in die Bauchhöhle eingelassen wird. Das Laparoskop ist ein spezielles optisches Gerät, das mit einer kleinen Videokamera und einer Lichtquelle ausgestattet ist.

Durch eine weitere Öffnung führt der Operateur dann die erforderlichen Instrumente ein. Während der Operation ist das Bild, das die Kamera erzeugt, auf einem Monitor zu sehen. Nachdem der Chirurg den Wurmfortsatz abgetrennt hat, wird das Laparoskop wieder herausgezogen und die Wunde vernäht. Um Wundflüssigkeit abzuleiten, kommt oftmals eine Drainage zum Einsatz, die nach ein paar Tagen wieder entfernt werden kann.

In der Regel sind bei einer Appendektomie keine größeren Komplikationen zu erwarten. In manchen Fällen kann es jedoch zu Verwachsungen, Vernarbungen oder Wundheilungsstörungen kommen.

Behandlungsmethoden bei einer Blinddarmentzündung

  • Die Entfernung des Wurmfortsatzes

Zu diesem Artikel

Einsortiert in die Kategorien

Quellenangaben

  • Bildnachweis: apendix © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Weitere Artikel zum Thema

Kommentare (0)

Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.

Kommentar schreiben

Sie schreiben aktuell nur als Gast. Melden Sie sich an oder werden Sie neues Mitglied der Community: » Jetzt kostenlos registrieren