15. Februar 2011
Bei einer hämorrhagischen Zystitis handelt es sich um eine Sonderform von Blasenentzündung. Dabei kommt es zu Beimengungen von Blut im Urin.
Unter einer Zystitis versteht man in der Medizin eine Entzündung der Harnblase. Es gibt verschiedene Formen von Blasenentzündung, zu denen auch die hämorrhagische Zystitis gehört.
Besonders betroffen von Blasenentzündungen sind Frauen, Kinder und ältere Männer. In 80 Prozent der Fälle verursachen Darmbakterien wie Escherichia coli eine Zystitis. Aber auch Viren, mechanische Reize oder Bestrahlungen können eine Entzündung der Harnblase hervorrufen. Darüber hinaus begünstigen bestimmte Faktoren das Entstehen einer Zystitis. Dazu zählen Geschlecht, Alter, medizinische Eingriffe sowie Abflussstörungen der Harnblase.
Zu den typischen Symptomen einer Blasenentzündung gehören Schmerzen oder ein brennendes Gefühl beim Wasserlassen (Dysurie), starker und häufiger Harndrang, wobei nur geringe Mengen an Urin abgelassen werden können, sowie Blasenkrämpfe und Unterleibschmerzen. Auch eine Dranginkontinenz ist im Bereich des Möglichen.
Eine Sonderform von Blasenentzündung ist die hämorrhagische Zystitis. Sie wird von Enterobakterien oder Adenoviren verursacht, die normalerweise nur selten für eine Blasenentzündung verantwortlich sind. Bei einer hämorrhagischen Zystitis kommt es zu einer starken und sichtbaren Beimengung von Blut im Urin.
Diagnostizieren lässt sich eine Blasenentzündung durch die Untersuchung des Urins. Dazu wird ein Teststreifen für etwa dreißig Sekunden in den Urin des Patienten getaucht. Auf diese Weise lassen sich pH-Wert, Säurewert, Zucker, Eiweiß sowie rote und weiße Blutkörperchen ablesen. Zudem ist es möglich über das Abbauprodukt Nitrit Bakterien nachzuweisen. Dagegen lässt sich eine Untersuchung mit einem Endoskop erst dann durchführen, wenn die akute Entzündung abgeklungen ist und die Symptome verschwunden sind.
Sind Enterobakterien der Auslöser für eine hämorrhagische Zystitis, führt man im Normalfall eine dreitägige Kurzzeit- oder Einmaltherapie mit Antibiotika durch, um die Erreger abzutöten. Dazu werden Präparate wie Gyrasehemmer, Cotrimoxazol oder Cephalosporine eingesetzt. Eine solche Kurzzeittherapie hat den Vorteil, dass die natürlichen Darmbakterien in geringerem Umfang geschädigt werden. Außerdem treten weniger Nebenwirkungen auf und das Risiko einer Resistenzentwicklung bei den Bakterien ist geringer. Zur Linderung der Schmerzen verabreicht man dem Patienten entkrampfende Schmerzmittel. Darüber hinaus ist es ratsam, dass der Bauch warm gehalten wird, damit sich die beteiligten Muskeln entspannen können, was krampflösend wirkt. Außerdem sollte der Patient mindestens 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit pro Tag zu sich nehmen. Auf diese Weise können die Erreger leichter ausgeschwemmt werden. Als empfehlenswert gelten Tees, verdünnte Säfte und kohlensäurearmes Wasser.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
17.05.12 | |
![]() | BLASENENTZüNDUNG |
12.05.12 | |
![]() | BLASENENTZüNDUNG |
03.05.12 | |
![]() | BLASENENTZüNDUNG |
22.04.12 | |
![]() | BLASENENTZüNDUNG |
19.04.12 | |
![]() | BLASENENTZüNDUNG |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Blasenentzündung Forum


Einfache und wirksame Heilmethoden für ein weitverbreitetes Frauenleiden. Jede zweite Frau erkrankt mindestens e...