Besenreiser - Ursachen, Symptome und Behandlung

Junge Frau streicht sich über epilierte Beine

Die Entstehung von Besenreisern und wie man sie erkennen und behandeln kann

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  • von Paradisi-Redaktion

Es gibt verschiedene Ursachen, die zur Bildung von Besenreisern führen. Es handelt sich dabei jedoch um eine harmlose Erkrankung. Besenreiser verursachen normalerweise keine Beschwerden. Die Diagnose stellt der Hausarzt oder Facharzt für Venenerkrankungen.

Krankheitsbild

Bei Besenreisern, man spricht auch von Besenreiservarizen, handelt es sich um kleine Venen, die deutlich sichtbar in Fächer- oder Netzform direkt unter der Oberhaut, am häufigsten an den Beinen, auftreten. Ausgelöst werden sie durch ein gestautes Venensystem; es kann jedoch auch eine erbliche Veranlagung bestehen. Besenreiser gelten als Sonderform von Krampfadern; in vielen Fällen entwickeln sich daraus andere Formen.

Ursachen

Als Folge einer mangelnden Funktion oder Überlastung der Venenklappen staut sich das Blut in den Venen, sodass diese ausleiern. Es kommt zu den besagten Besenreisern. Die meisten Patienten mit Besenreisern sind weiblich und haben ein schwaches Bindegewebe. Die Veranlagung zu einem schwachen Bindegewebe wird in der Regel vererbt.

Zu wenig körperliche Bewegung in Kombination mit Übergewicht und/oder langem Sitzen oder Stehen sind zusätzliche Risikofaktoren für die Bildung von Besenreisern. Sitzt oder steht man für eine längere Zeit, so wird die Zusammenarbeit von Venenklappen und Muskelpumpen gestört - das Blut kann nicht mehr zum Herzen transportiert werden und fließt stattdessen wieder in die Venen zurück, was auf Dauer zu der Ausleiherung der Gefäßwände führt.

Auch eine Schwangerschaft kann Besenreiser auslösen, ebenso die Einnahme der Antibabypille, besonders bei Frauen über 30. Auslöser ist hierbei das Östrogen, die zur Erschlaffung der Gefäßwände führen. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen das häufige Tragen von hohen Schuhen sowie das Rauchen.

Verlauf

Konnte von einem Arzt abgeklärt werden, dass es sich um Besenreiser handelt, stellen diese zwar ein kosmetisches jedoch meist kein medizinisches Problem dar. Die Patienten – besonders die weiblichen - leiden jedoch meist psychisch sehr unter ihren unschönen Beinen und unterziehen sich daher einer Behandlung.

Besenreiser können auch die Vorstufe zu ernstzunehmenden Venenerkrankungen wie zum Beispiel Krampfadern sein und sollten daher unbedingt von einem Arzt untersucht werden. Sie können auch die Vorstufe eine Thrombose im Bereich des Beines sein, die lebensgefährlich werden kann.

Symptome

Als Besenreiser bezeichnet man die Vorstufe der Krampfadern. In der Regel lösen sie – wenn überhaupt - psychische Probleme bei den Patienten aus. Schmerzen oder körperliche Beeinträchtigungen bestehen durch die Besenreiser nicht.

Besenreiser sind an den Beinen als kleine blaue oder rote Äderchen zu sehen. Dies ist auch der Grund, weshalb besonders Frauen darunter leiden und ihre Besenreiser als wahres kosmetisches Problem ansehen. Häufig trauen sich die Patienten nicht mehr, kurze Hosen zu tragen.

Diagnose

Facharzt für die Diagnostik von Venenerkrankungen ist ein Arzt mit der Zusatzbezeichnung Phlebologie. Jedoch kann oftmals auch der Hausarzt die Diagnostik durchführen.

Der Arzt untersucht die Beine des Patienten und muss anschließend abklären, ob andere Venenerkrankungen dahinter stecken können. Es folgt eine Ultraschalluntersuchung, um den Blutfluss untersuchen zu können. Bei dieser Untersuchung kann der Arzt auch feststellen, ob Venen bereits erweitert sind.

Nach Abschluss aller Untersuchungen kann der Arzt eindeutig sagen, ob es sich um harmlose Besenreiser oder ernstzunehmende andere Venenerkrankungen handelt. Dies ist für eine mögliche weitere Behandlung ausschlaggebend.

Behandlung

Besenreiser müssen nicht zwingend behandelt werden. Wenn sich der Patient jedoch aus kosmetischen Gründen zu dem Eingriff entscheidet, kann dieser von einem Facharzt für Phlebologie durchgeführt werden.

Meistens werden Besenreiser verödet. Im Rahmen der so genannten Sklerosierungsbehandlung werden Alkohol oder ein spezieller Schaum (die so genannte Schaumverödung) in die feinen Venen gespritzt.

Die Venen verkleben und sind dann von außen nicht mehr zu sehen, da kein Blut mehr durchfließen kann. Meist muss der Patient mehrere Sitzungen durchführen lassen, bis alle Besenreiser verschwunden sind.

Jeder Eingriff dauert etwa fünfzehn Minuten. Am Behandlungstag und teilweise auch noch einige Tage später müssen die Patienten meist einen Kompressionsstrumpf tragen, um blaue Flecken oder auch Folgeerkrankungen wie Thrombosen zu vermeiden.

Oberflächliche Besenreiser können auch per Laser behandelt werden. Der Laser verödet dabei die Besenreiser, so dass sie schrumpfen. Narben bleiben hier nicht zurück.

Die Eingriffe erfolgen im Rahmen einer ambulanten Behandlung. Der Patient erhält dazu nur in einigen Fällen eine örtliche Betäubung in das zu behandelnde Bein. Meistens ist der Eingriff derart schmerzarm, dass eine Betäubung nicht notwendig ist.

Handelt es sich um größere Besenreiser, wird mitunter auch eine Kombination der Verödung und Laserbehandlung vorgenommen. Neben diesen chirurgischen Methoden gibt es auch verschiedene Salben, die einen kühlenden Effekt auf die Beine haben. Sie senken den Druck in den Venen und beeinflussen so positiv die Besenreiser.

Vorbeugung

Wer Besenreiser vermeiden möchte, sollte sich regelmäßig körperlich bewegen. Fahrradfahren eignet sich zum Beispiel besonders gut, um die Venen zu stärken, aber auch

Auch eine spezielle Venen- und Entstauunggymnastik kann helfen.

Besonders Menschen, die beruflich lange stehen oder sitzen müssen, sollten so oft wie möglich ihre Beine hochlegen. Auch das kalte Abbrausen der Beine regt die Durchblutung an und hilft so, Besenreiser zu vermeiden.

In jedem Fall sollte man sich gesund ernähren und dadurch Übergewicht vermeiden. Je mehr Gewicht die Beine tragen müssen, desto höher ist das Risiko, eine Venenerkrankung zu erleiden.

Da auch das Rauchen ein Risikofaktor für die Entstehung von Besenreisern sit, sollte darauf besser verzichtet werden. Gleiches gilt für die Einnahme der Antibabypille ab einem Alter von 30 Jahren.

Grundinformationen zu Besenreisern

  • Besenreiser - Ursachen, Symptome und Behandlung

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