Der gutartige Tumor bleibt durch sein langsames Wachstum oft unentdeckt. Häufig wird der Tumor erst entdeckt wenn es zu ersten stärkeren Beschwerden bei den Betroffenen kommt und die Ursachen ergründet werden.
Der Akustikusneurinom wird auch Kleinhirnbrückenwinkeltumor genannt und ist eine Geschwulst des achter Hirnnervs der für das Gleichgewicht und das Gehör zuständig ist. Der Tumor entwickelt sich aus den Zellen die den achter Hirnnerv umhüllen und ist grundsätzlich gutartig. Der Tumor wächst im inneren des Gehörgangs und drückt häufig auf den siebten Hirnnerv der im inneren Gehörgang verläuft. Zwar wächst der Tumor sehr langsam, doch dehnt er sich sehr schnell in den Kleinhirnwinkel aus und drückt sehr schnell auf das verlängerte Rückenmark. Während der achte Hirnnerv für das Gehör und das Gleichgewicht zuständig ist, ist der siebte Hirnnerv für die Gesichtsmuskulatur, den Geschmack und die Tränenflüssigkeit zuständig ist.
Da der gutartige Tumor sehr langsam wächst und sich keine Metastasen bilden kommt es anfangs auch nicht zu Beschwerden. Erst wenn der Tumor wächst und auf die Hirnnerven einwirkt kommt es zu ersten Symptomen. Meist kommt es anfangs nur zu einer leichten Abnahme des Hörvermögens, was zum Teil kaum wahrgenommen wird, doch mit der Zeit wird das Symptom immer ausgeprägter und es kann bis hin zu einem völligen Verlust des Hörvermögens gehen. Auch eine einseitige Hörminderung oder ein Gehörsturz können Hinweise auf einen Tumor sein. Neben der allgemeinen Abnahme der Hörfähigkeit kommt es häufig zu Tinnitus. Durch die Beeinträchtigung kommt es immer wieder zu Schwindel und zum Erzittern des Augapfels. Zudem kann es durch zunehmende Größe des Tumors zu Lähmungen im Gesicht kommen und auch die Schwächung der Gesichtsmuskulatur ist häufig der Fall, wodurch es zu einem asymmetrischen Aussehen des Gesichtes kommt.
Da der Akustikusneurinom Tumor sehr langsam wächst setzen Ärzte in erster Linie auf beobachten und abwarten. Solange sich die Beschwerden für den Patienten in Grenzen halten, wird regelmäßig durch eine Magnetresonanz Untersuchung das Wachstum kontrolliert. Erst wenn sich Symptome verschlimmern setzen Mediziner auf eine Operation oder eine gezielte Bestrahlung. Die Bestrahlung wird nur bei Tumoren mit weniger als 30 Millimeter Durchmesser angewendet, da sie nur dann effektiv ist und das Tumorgewebe durch die Strahlen zerstört werden kann, das zerstörte Gewebe beseitigt der menschliche Körper nach und nach selbst und so ist kein weiteres Eingreifen nötig. Bei einer Größe über 30 Millimeter bleibt nur noch eine Operation. Allerdings ist auch eine Operation nicht ganz ungefährlich, da es zu einem völligen Verlust des Gehörs kommen kann, wenn der Tumor zu groß ist. Solange das Gehör noch vorhanden ist wird versucht den Tumor über eine winzige Öffnung des Schädelknochen mittels Mikrochirurgie zu entfernen um möglichst die Nerven nicht zu zerstören.
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08.10.11 | |
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08.03.11 | |
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10.11.10 | |
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