Die Entscheidung, sich seinem Körpergewicht zuzuwenden und etwas an den bisherigen Essgewohnheiten zu verändern, ist schnell getroffen. Doch wie schwierig erweist sich die tatsächliche Umsetzung?

Es gibt unzählige Erfahrungsberichte, die beweisen, dass es zu einem der schwersten Projekte eines Menschen werden kann, damit anzufangen, die Verantwortung für seinen Lebensstil und das daraus resultierende Körpergewicht zu übernehmen. Im Alltag lauern Tag für Tag Herausforderungen und Gelegenheiten, die es einem sehr schwer machen können, seine Ernährungsziele zu bewahren.
Bereits das gemeinsame Essen mit der Familie kann herausfordernd sein. Die Essensreste der Kinder sind schnell im eigenen Mund verschwunden und die großen Portionen des Partners verlocken, selbst mehr zu essen. Die wichtigste Regel lautet von Anfang an: Bleiben Sie bei sich und lassen Sie sich nicht aus dem Konzept bringen!
Ihr Konzept besteht darin, Ihrem eigenen Hungergefühl zuzuhören. Lernen Sie Ihre Portionen unabhängig von den Sie umgebenden Menschen festzulegen und schaffen Sie es auch in geselligem Zusammensein mit Ihrer Familie oder mit Freunden nicht zu viel und vor allem zu ungesund zu essen.
Wenn sich Ihnen die Möglichkeit bietet, den Treffpunkt für das nächste Zusammenkommen Ihres Freundeskreises zu bestimmten, dann schlagen Sie ein Restaurant, ein Café oder eine Bar vor, in der es eine gesunde und vielseitige Küche gibt.
Der Freundeskreis hat nachweislich Einfluss auf die eigene Vitalität. Eine Studie belegt, dass die Wahrscheinlichkeit übergewichtig zu bleiben oder zu werden um 55% steigt, wenn man übergewichtige Freunde hat.
Die Begründung lässt sich darin finden, dass die Essgewohnheiten der uns umgebenden Menschen unser eigenes Verhalten auch unterbewusst beeinflussen. Auf diese Weise wird mit der Zeit das uns umgebende Essverhalten für unsere Wahrnehmung normal und von uns einfach übernommen.
Situationen mit Arbeitskollegen können die Einhaltung des neuen Ernährungsplanes ebenfalls schnell gefährden. Geburtstage werden von Arbeitskollegen gerne mit Kuchen oder kleinen Häppchen gefeiert. Oder ein Kollege bringt einfach so Süßspeisen oder das übriggebliebene Essen der Grillparty vom Wochenende mit zur Arbeit.
Sollten Sie nicht der Typ sein, der dankend ablehnen kann, wenn ihm etwas Angeboten wird, dann können Sie auch sagen, dass Sie eine Allergie auf Weißmehl haben oder auf eine andere Zutat allergisch reagieren.
Lernen Sie mit der Zeit, höflich abzulehnen, ohne dabei dem anderen gegenüber ein schlechtes Gewissen zu bekommen. Machen Sie sich immer bewusst, dass Sie selbst die Verantwortung für sich und Ihr Handeln tragen. Stehen Sie zu Ihren Vorsätzen und entwickeln Sie ein gesundes Selbstvertrauen in das, was Sie wollen und das, was Sie ablehnen. Geselligkeit kann ein Gift für das Durchhalten oder Umsetzen von gesunden Gewohnheiten sein.
Mit einem starken Willen ist das allerdings kein Problem. Seien Sie nachsichtig mit sich, wenn Sie mal wieder zu viel gegessen haben und machen Sie nicht den Fehler, Ihre Ernährungsumstellung in Frage zu stellen und Ihren Vorsatz von einem Tag auf den anderen zu beenden.
Nutzen Sie diese Situationen vielmehr, um Ihre momentanen Schwächen kennenzulernen und darum zu wissen. Wenn Sie Ihre Schwächen kennen, wird es Ihnen wesentlich einfacher fallen realistische Gewichtsziele zu setzen, Ihren Ernährungsplan beizubehalten, auch wenn Sie Rückschläge erfahren und sich an Ihren Erfolgen zu freuen, sobald Sie anfangen an Gewicht abzunehmen.
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