Die Entstehung von Zysten im Vaginalbereich und deren Behandlung

Frau hält sich vor Schmerzen Hände auf nackten Bauch

Zysten sind in den meisten Fällen gutartig; je nach Größe und Lage kommt es zu Beschwerden

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  • von Paradisi-Redaktion

Bei Zysten handelt es sich um Hohlräume im Gewebe, die mit Flüssigkeit gefüllt sind. Bei Frauen können sie sich auch in der Scheide, an den Schamlippen sowie an den Eierstöcken bilden.

Der Begriff "Zyste" stammt aus dem Griechischen (kystis) und bedeutet "Blase". Gemeint ist damit ein durch eine Kapsel abgeschlossener Hohlraum im Gewebe, in dem sich Flüssigkeit, Eiter oder auch Luft befindet. Zur Entstehung von Zysten, die sich aus einer oder mehreren Kammern zusammensetzen, kann es in unterschiedlichen Organen und Geweben kommen.

In der Medizin differenziert man zwischen echten Zysten und so genannten Pseudozysten. Während echte Zysten mit einer Zellschicht ausgekleidet sind, werden Pseudozysten dagegen nur von Bindegewebe umhüllt.

In der Regel kommt es durch Zysten nicht zu Beschwerden; alleinfalls ein leichtes Unwohlsein ist zu verspüren. Dadurch, dass sie meist klein bleiben, ist oftmals keine Behandlung nötig. Mitunter können die Zysten aber auch wachsen und zu Beschwerden wie Juckreiz, Schmerzen oder dem erhöhten Risiko einer Infektion führen.

Wachsende Zysten können zu Beschwerden wie Juckreiz und Schmerzen führen
Wachsende Zysten können zu Beschwerden wie Juckreiz und Schmerzen führen

Arten

Man unterscheidet mehrere Arten von Vaginalzysten. Die Inklusionszysten stellen die häufigste Form dar. Diese Zysten werden durch eine Verletzung der Scheidenwand ausgelöst, beispielsweise während einer Operation oder der Geburt eines Kindes.

So genannte Gartnersche Zysten bilden sich im so genannten Gartnerschen Gang. Zu dessen Entwicklung kommt es während der Entwicklung des Kindes im Mutterleib. Mitunter jedoch kann der Gang auch nach der Geburt des Kindes bestehen bleiben; es kommt zur Flüssigkeitsansammlung und der Zystenbildung an der seitlichen Wand der Scheide.

Eine Bartholin-Zyste bildet sich in der so genannten Bartholin-Drüse, die sich nahe der Vaginalöffnung befindet. Kommt es zur Verstopfung der Drüse aufgrund der Überdeckung durch einen Hautlappen, kann sich dort eine Zyste bilden.

In der Regel bleibt sie unauffällig und bereitet keine Schmerzen. Wenn sie sich jedoch infiziert, ist die Entwicklung eines Abszesses möglich.

Entstehung von Zysten

Zysten können sich grundsätzlich in jedem Lebensalter und an jeder Stelle des Körpers bilden. Dazu gehören auch die weiblichen Geschlechtsorgane wie

Die Ursachen für eine Zystenbildung sind unterschiedlich. So entstehen sie häufig, wenn eine Abflussbeeinträchtigung von Flüssigkeit vorliegt. Weitere mögliche Gründe sind

  • Erbkrankheiten
  • Verletzungen bei einer Entbindung
  • Tumore oder
  • chronische Erkrankungen.

Mitunter spielen auch Hormone eine Rolle bei ihrer Entstehung, wie zum Beispiel an den weiblichen Brüsten oder den Eierstöcken.

Hormone können bei der Bildung von Zysten eine Rolle spielen
Hormone können bei der Bildung von Zysten eine Rolle spielen

In den meisten Fällen sind Zysten gutartiger Natur. Allerdings kann es auch durch harmlose Zysten zu unangenehmen Beschwerden kommen. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn sie so groß werden, dass sie benachbarte Gewebe oder Organe in Mitleidenschaft ziehen. Auf welche Weise eine Zyste behandelt wird, ist von ihrer Art und ihrem Entstehungsort abhängig.

Auf den folgenden Seiten dieses Artikels gehen wir auf die unterschiedlichen Arten der Zysten im Vaginalbereich ein.

Erkrankungen der Vagina

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: pain - appendicitis © Agnese Vazne - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Vaginalmykose - vagina jucken © SENTELLO - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Die 8 Hormon-Drüsen des Körpers © Henrie - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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