19. April 2010
Eine Fehlbildung an den Brustwarzen kann eine so genannte Schlupfwarze sein. Dabei richtet sich die Warze nicht nach außen, sondern nach innen.
Bei manchen Menschen kann es vorkommen, dass die Brustwarzen nicht nach außen gestülpt sind, sondern nach innen. Dies kann sowohl nur bei einer als auch bei beiden Brustwarzen der Fall sein. Diese vorübergehende oder dauerhafte Fehlbildung wird als Schlupfwarze oder Hohlwarze bezeichnet.
Schlupfwarzen können vor allem beim Stillen zu Problemen führen, denn wenn die Brustwarzen sich nicht aufrichten, wird dem Baby die Aufnahme der Muttermilch erschwert. Für diesen Fall gibt es jedoch so genannte Nipletten. Dies sind kleine Hütchen aus Plastik, die man auf die Brustwarze setzt. Mithilfe einer Spritze kommt es zum Absaugen von Luft aus dem Hütchen, wobei auch die Brustwarze in das Hütchen gesaugt wird. Durch regelmäßiges Tragen der Nipletten lassen sich die Hohlwarzen in vielen Fällen verbessern. Eine andere Variante bezeichnet man als Brustschilde. Sie wirken durch eine Dehnung der verkürzten Milchgänge, sodass es zu einer Aufstellung der Brustwarze kommt. Mit beiden Methoden lassen sich auch Flachwarzen verbessern. Eine weitere Möglichkeit zur Korrektur der Schlupfwarzen ist ein operativer Eingriff.
Kommt es bei einer Brustwarze, die bislang nach außen gerichtet war, zu einer dauerhaften Einziehung, kann dies auch ein Hinweis auf Brustkrebs (Mammakarzinom) sein. In diesem Fall müssen umfangreiche Untersuchungen durchgeführt werden.
Eine weitere Fehlbildung ist das Entstehen von überzähligen Brustwarzen, die von den Achseln bis zur Leistenregion auftreten können.
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