8. Juli 2010
Unter dem Blutzuckerwert versteht man die Konzentration an Glucose im Blut des Menschen. Ein zu hoher oder zu niedriger Wert kann zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.
Wenn man vom Blutzuckerwert spricht, meint man damit die Konzentration von Glucose im menschlichen Blut. Bei Glucose handelt es sich um eine Zuckerform, die die Energieversorgung der Zellen sicherstellt. Vor allem das Gehirn, das Nierenmark und die roten Blutkörperchen benötigen Glucose, um Energie zu gewinnen. Mithilfe des Hormons Insulin kann die Glucose aus der Blutbahn in die Zellen gelangen. Durch eine Reihe von chemischen Reaktionen wird daraus Energie gewonnen. Ohne Insulin kann die Glucose jedoch nicht in die Zellen gelangen, wodurch es zu einem zu hohen Zuckerwert im Blut kommt. Ist die Glucosekonzentration im Blut zu hoch, bezeichnet man dies als Hyperglykämie (Überzucker). Aufgrund von Stoffwechselstörungen oder zu viel Insulin kann jedoch auch Hypoglykämie (Unterzucker) auftreten.
Die Bestimmung des Blutzuckers ist auch aus medizinischer Sicht sehr wichtig. So kann auf diese Weise Diabetes mellitus, die Zuckerkrankheit, festgestellt werden. Außerdem kann die Behandlung von Diabetikern kontrolliert und angepasst werden. Um den Blutzuckerwert zu bestimmen, nimmt man mehrmals täglich eine Blutzuckermessung vor. Normalerweise stellt man den Blutzuckerwert durch das Kapillarblut fest. Dazu wird ein kleiner Einstich an einer Fingerkuppe oder am Ohrläppchen durchgeführt. Bei modernen Geräten trägt man das entnommene Blut auf eine kleine Messfläche auf. Kurze Zeit später wird dann der Blutzuckerwert angezeigt.
Angegeben wird der Blutzuckerwert entweder in Milligramm pro Deziliter (mg/dl) oder Millimol pro Liter (mm/l). Als normal gelten Blutzuckerwerte von 70 bis 99 mg/dl bzw. 3,9 bis 5,5 mm/l im nüchternen Zustand. Nach dem Essen kann der Wert auf bis zu 160 mg/dl bzw. 8,9 mm/l ansteigen. Nicht normal sind dagegen Werte über 99 mg/dl oder 5,5 mm/l. In diesem Fall besteht die Möglichkeit von Diabetes mellitus oder einer gestörten Glucosetoleranz.
Ein zu hoher Blutzuckerwert tritt zumeist bei Diabetes mellitus Typ 1 und 2, Hormonstörungen, Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, seltenen Erbkrankheiten oder als Nebenwirkung von bestimmten Arzneimitteln auf. Ursachen für einen zu niedrigen Blutzuckerwert können die Überdosierung von Insulin während einer Insulin-Therapie, die Überproduktion von Insulin aufgrund von Bauchspeicheldrüsenerkrankungen, schwere Leberschäden wie Leberzirrhose, übermäßiger Alkoholgenuss auf nüchternen Magen oder Mangelernährung sein.
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