28. September 2009
Garderoben brauchen nur unnötig Platz und bringen keinen wirklichen Mehrwert? Weit gefehlt, denn auch in der kleinsten Wohnung übernimmt die Garderobe eine wichtige Aufgabe und ist Anlaufstelle und Ablageplatz zugleich. Doch wie lässt sich auch auf kleinstem Raum eine praktische Garderobe unterbringen?
Für dieses Problem gibt es viele Lösungen. Einrichtungsexperten raten prinzipiell dazu, jeden vorhandenen Platz so gut es geht zu nutzen. Aus diesen Gründen wurden deckenhohe Elemente entwickelt, die bei Schränken heute Gang und Gäbe sind, und auch für Garderoben genutzt werden können. Zum Beispiel lässt sich mit einer raffinierten Einbaulösung das Garderobenproblem ganz einfach lösen: der Eingangsbereich bekommt einen durchgehenden, deckenhohen Schrank, von dem ein Abteil als Garderobe genutzt wird. Möglicherweise verschmälert dies den Flur, verhindert aber auch Unordnung und unansehnliche Jacken- und Schuhstapel. Denn ist ein Platz für ein Kleidungsstück erst einmal vorhanden und definiert, so wird er auch genutzt werden.
Ideal für beengte Räumlichkeiten sind auch Garderoben, die man dann aktivieren kann, wenn man sie benötigt. Beispielsweise wenn Gäste kommen, oder wenn man mit feuchter Jacke aus dem Regen nach Hause kommt. Ein einfacher, ausklappbarer Bügel, wie er zum Beispiel in Baumärkten als Kleidertrockner angeboten wird, kann an der Wand oder an der Rückseite der Tür befestigt werden. Im Bedarfsfall ist er mir einem einzigen Griff einsatzbereit, andernfalls verschwindet er unauffällig und stört nicht weiter.
In sehr schmalen Fluren kann mit so genannten Halbregalen oder -regalsystemen gearbeitet werden. Die Tiefe dieser Regale beträgt nur etwa 30 bis 40 cm. Die Hängevorrichtungen müssen an der Rückwandseite angebracht werden, so dass die Kleidungsstücke und Kleiderbügel parallel zur Wand hängen. So finden auch in sehr schmalen Schränken und Regalen mehrere Jacken und Schuhe gleichzeitig Platz. Wer geschlossene Systeme bevorzugt, kann mit einem Stoffrollo oder einer Faltgardine tolle dekorative Effekte erzielen. Und: das alles zu einem vergleichsweise kleinen Preis.
Sehr beliebt sind auch mobile Garderoben, die meist aus mehrarmigen Kleiderständern bestehen. Bei den etwas hochpreisigeren Modellen sind die Hängevorrichtungen schwenkbar, so dass der ganze Kleiderständer recht flach zusammengelegt hinter einer Tür verschwinden kann. Kommen Gäste oder möchte man mehrere Jacken aufhängen, ist er schnell hervor geholt und einsatzbereit. Gleichzeitig kann die mobile Garderobe auch zum Trocknen oder Auslüften von Wäschestücken genutzt werden.
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